... und errechnete Michael Schulte mit einem rührseligen Schmachtfetzen: Unglamourös, unprätentiös und ein bisschen harmlos.
Genau damit sei er der richtige Repräsentant der Deutschen, denn: „Wir sind keine Pop-Nation. Wir sind auch keine Unterhaltungskünstler. Wir tun uns verdammt schwer mit Leichtigkeit. Wir wollen weder anrühren noch mitreißen.“
Zu Asche, zu Staub
Wenn man „wollen“ mit „dürfen“ ersetzt, kommt man der Sache näher. Ich behaupte, dass amerikanische Zuchtmeister keine Siege durch Extravaganzen genehmigen. Dass wir allerdings einst dazu in der Lage waren, scheint aus dem Bewusstsein noch nicht ganz verschwunden zu sein, wie beispielsweise der Film „Babylon Berlin“ andeutet. Erst seit Ende des 2. Weltkrieges heisst die Devise:
Gut kopiert ist besser als schlecht erfunden
So äußerte sich Ralph Siegel, fragt dann auch folgerichtig, warum für eine Kopie nun so viele ausländische Komponisten nötig waren
und kritisiert nebenbei die ablehnende Haltung des NDR gegenüber deutschen Komponisten, Textern und Musikern. Siegel wundert sich über deren Ergebnis: „Dass man dazu vier Autoren braucht, um ein persönliches Lied über den Tod seines Vaters zu schreiben, ist mir ein Rätsel und man wollte doch mal originell und authentisch sein."
Geschmacksdiktatur und simulierte Abstimmungen
Auch Ungarn lässt über Vaterverlust singen, aber das ohne Unternehmensberater, Algorithmen und mathematische Formel, dafür aber laut, eckig, kantig und in ungarischer Sprache.
Im Falschwörterbuch des Neoliberalismus sind Länder wie Ungarn rassistisch, faschistisch, Diktatur. Schulte hingegen ist „authentisch“, obwohl er in der Realität 0815 ist. Aber deswegen auf Schulte herum zu hacken wäre unangebracht, denn er ist nicht schlechter als 100 Millionen andere „einzigartige“ Superstars, die Tag für Tag am Nasenring durch Conteste gezogen werden.
Michael Schulte ist nicht schlechter als die meisten Eurovisions-Teilnehmer 2018.
Absurdität des ständig Neuen stößt an Grenzen
Früher wurde das stets Neue gesucht, gefunden und gepriesen, das sich dann wie von selbst seinen Weg in Charts und an die Spitze der Wettbewerbe erkämpfte.
Seitdem es seit 30 Jahren im Westen nichts Neues mehr gibt, sind anstelle der Stars die Methoden zum Aufbau von Stars wichtiger geworden.
Ratings, Rankings, Votings, Castings, Conteste, Awards…
sind nicht mehr als Recyclingprogramme, um den Verlust an Ideen, Originalität und Akzeptanz als zu vertuschen und eine Fassade der Freiheit und Vielfältigkeit als Sensation verramschen zu können.
Das erklärt, warum der NDR dieses Jahr 99% für die Methode und 1% für den Beitrag aufgebracht hat. Nicht Michael Schulte, sondern die Voting-Methode beweist, dass Michael Schulte alles ist, was man sich nur wünschen kann und dass die Mehrheit zufrieden gestellt ist.
100 geprüfte Eurovisions-Klatscher, Abreifer und Möchtegerne-Stars als „internationale Experten-Jury“, eine auf „westliche Fassaden-Werte“ abgerichtete devote rechte LGBT und abhängige Medien stehen bei Fuß und freuen sich, dass sie es richten dürfen. Sie müssen uns nur die Zahlen eines noch nie kontrollierten Privatunternehmens namens DIGAME als wissenschaftliche Ergebnisse schön reden – und schon ist gerade das Unglamouröse, Unprätentiöse und Harmlose alles, was Deutsche sich seit je wünschen (dürfen).
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Montag, 5. März 2018
Samstag, 18. November 2017
Mit metrischen Fans deutsche Troll-Fabrik à la Putin für die Eurovision?
Bei Formulierung meiner provokativen Überschrift bemerke ich, dass ich hadere, etwas Kritisches zu schreiben, wenn ich statt Texte zu lesen die Menschen leibhaftig während der Präsentation ihrer Konzepte erlebt habe. Zum einen war die Atmosphäre in der schönen Dachlounge des rbb ausgesprochen angenehm. Auch Sympathie und Empathie schlichen sich ein. Wer wollte dem NDR nach Jahren der Niederlagen nicht mal wieder einen Erfolg gönnen? Aber dann kommt mir in den Sinn, ob die freiwillige Zurücknahme von Kritik nicht auch wieder Kalkül ist… Vor allem, wenn man mit einem Top-Down-Konzept überrumpelt wird, bei dem es um Einbindung von gecasteten Fans in fest reglementierte Prozeduren geht, welche mit Nähe zu Stars und Organisatoren und wahrscheinlich viel kumpelhaftem Geduze Abgrenzung erschwert und emotionale Ausbeutung begünstigt.
Betroffenes und engagiertes Grübeln
Eins ist klar: Vor 25 Jahren wäre diese Veranstaltung in der rbb-Bar ein amüsantes Erlebnis geworden, in der Schwule gewitzelt und gelästert und Transvestiten sich besonders ausgefallen präsentiert hätten. Wahrscheinlich wäre sogar Musik erklungen.
2017 fanden sich ca. 15 ernsthaft interessierte und skeptische Fans zusammen, die als Eurovisionswächter, Musikpolizisten und Toleranz-Blockwarte angesprochen wurden.
Zusätzlich waren ca. 35 zufällig anwesende Bar-Gäste in der Dachlounge. Als ich die Irritation in deren Gesichtern sah, taten mir die Eurovisionsmänner fast leid. Sie sortierten, werteten und besprachen ihre jahrelang gesammelten trockenen Datenmengen zum Telefonvoting, Juryvoting, zu Ratings und Rankings, nur um zu erklären, wie eine Abstimmung organisiert werden muss, damit ein ESC-Sänger und ein 3-Minuten-Pillepalle-Musikstück ermittelt werden, mit denen man beim ESC 12 Punkte bekommt. Ein ahnungsloser Gast fragte mich schließlich kurz vor Schluss:
Ist das hier eine Betriebsversammlung?
Eine Betriebsversammlung, bei der betriebsfremde Menschen in ihrer Eigenschaft als Homosexuelle und in ihrem Hobby Eurovision angesprochen werden, damit sie sich für Belange von privater EBU, Rundfunk, Datananalysefirmen, Musik- und Telekommunikationsindustrie engagieren. Von 15000 Bewerbern will die Datenanalysefirma durch intensives Auswahlverfahren 100 Fans ermitteln. Oder muss ich schreiben „zurück gewinnen“? Neben ahnungslosen Nachwuchs-Fans eben auch jene echten ESC-Fans, die man seit 1998 mit schadenfreudigen Polarisierungs-Strategien und Zensur verprellt hat?
Die 100 ausgewählten Fans werden nicht nur online abstimmen, sondern müssen zu gegebener Zeit auch Vor-Ort-Termine wahrnehmen. Die Reisekosten sollen - glaube ich - erstattet werden, aber von Verdienstausfällen oder Vergütungen wurde nicht gesprochen, womit ich wieder bei der emotionalen Ausbeutung wäre… Und ich gehe davon aus, dass diese 100 auch im Social Media die Werbetrommel rühren werden, und das nicht mit Accounts von NDR, Digame oder Telekom.
Im Gegensatz zu vorangegangenen Meldungen sollen diese 100 ausschließlich Deutsche sein, nun mit der Begründung, dass das deutsche Televotingergebnis fast deckungsgleich mit dem europäischen Endergebnis ist. Nanu! Im krassen Gegensatz zur Abstimmung bei der deutschen Vorentscheidung, wo sie ständig „falsch“ wählen und verlieren, wählen Deutsche also beim ESC repräsentativ? Einen besseren Beleg für die Unsinnigkeit des neuen Konzeptes hätte der NDR nicht bringen können.
Solange die Qualität der Auswahl gedrosselt wird, hat der Wähler keine Chance
Ich befürchte, dass das den auserwählten Teilnehmern vor lauter Euphorie egal wird. Wer überhaupt an solche Abstimmungsmarathone interessiert ist, wird sich ohnehin kaum ein Lied länger als 15 Sekunden anhören. Bei manchen wird es sogar egal sein, ob über Automarken, Steichelzoo oder Musik abgestimmt wird.
Dass mir bei diesem Top-Down-Konzept schließlich die Bezeichnung “Putin‘s Trollfabrik“ einfiel, war auch der Tatsache geschuldet, dass man selbst bei diesem Zusammentreffen ohne Seitenhiebe auf Russland nicht auskam.
Widersprüche und Kritisches zum neuen Konzept
Viele Länder entziehen sich der AbstimmungBeklagt wurde, dass es europaweit zu wenige Anrufer gibt, so dass die Abstimmungen in vielen Ländern nicht als repräsentativ herangezogen werden können. Mit der Feststellung, dass sich die Teilnahme am Telefonvoting überwiegend auf die westeuropäischen Kernländer der Eurovision beschränkt, wurde immerhin (m)eine Verschwörungstheorie zur Realität erklärt: Dass nämlich seit einigen Jahren die Anrufe aller Länder addiert werden, hat nichts mit Spannungsaufbau, sondern ausschließlich mit mangelndem Interesse zu tun.
Gründe sieht man darin, dass in vielen Ländern das Telefonvoting nicht sehr verbreitet und darüber hinaus sehr teuer ist. Damit wird aber unterschlagen, dass viele westeuropäische Telefonvoter nur mit Gewinnen von Geld, Autos, iPhones, Reisen etc. ans Telefon gelockt werden. Zudem unterschied man zwischen Interesse am ESC und am Telefonvoting, was aber nicht weiter belegt wurde. Es könnte sich ja auch um ein generelles Desinteresse handeln.
Was sagen die Digame-Statistiken über europäische Telefonvoter aus?
Der Kern bestehe aus „jungen, Party-affinen, homosexuellen, toleranten Menschen“. Bissig formuliert wäre das nun also die betrogene Gruppe, die lt. Medien von den erfolgreichen russischen, türkischen, slawischen oder armenischen Diasporas jahrelang überstimmt und „beschissen“ wurde.
Das Adjektiv tolerant wurde erstmals 2013 in Bezug zu sexuellen Vorlieben und Aussehen von Conchita Wurst strapaziert und weist darauf hin, dass eben nicht nur Musikgeschmack, sondern tatsächlich Einstellungen und Verhalten gemessen bzw. konditioniert werden. Konditionierung zum einen, indem die Kunstfigur Wurst schon seit Jahren in einem Negativbezug zu Russland gesetzt wird. Konditionierung findet auch im Unausgesprochenen statt: Die Eigenschaft der Toleranz wird positiv besetzt und impliziert, dass die Masse der europäischen Anrufverweigerer einer nicht akzeptablen Intoleranz zugeordnet wird.
Mit Worthülsen wird den deutschen Homosexuellen und rechten LGBT ein hegemonialer Habitus antrainiert
2016 wurde Europa belehrt, dass „Toleranz“ aus humanistischer Sicht schnell zum Etikettenschwindel werden kann. Es gewann nämlich nicht der „tolerant angeschwulte“ Beitrag aus Russland, sondern ein schwerfälliges Lied über Stalin eines ukrainischen Schreihalses. Hier demonstrierten die Juroren größtmögliche Toleranz gegenüber inhumane militärische Anliegen der NATO und Intoleranz gegenüber Russlands Interessen.
Auch Putinphobie wurde während der Präsentation gepflegt, z. B. als es um die Begründung zur Beliebtheit von Conchita Wurst im intoleranten, homophoben Russland ging. Von russischen Telefonvotern wurde sie 2014 auf den 1. Platz und von russischen Juroren auf immerhin den 2. Platz gesetzt. Erklärung: Es handele sich um Anrufer aus den Ballungsgebieten Moskau und St. Petersburg, und diese Städte repräsentieren nicht „Putins Russland“. Ist das so? Oder biegt man sich für Abstimmungsfakes nur passende Erklärungen zurecht?
Wie Ratten im Versuchslabor
Für Verhaltensforscher sicherlich interessant zu untersuchen, unter welchen Bedingungen sich Menschen immer bereitwilliger beliebige und unglaubwürdige Abstimmungen und PR-Märchen nicht nur schön reden, sondern auch noch vehement gegen „Intolerante“, „Ungläubige“ und „Verschwörungstheoretiker“ verteidigen, ohne auch nur einen einzigen Beleg für die Korrektheit der Zahlen vorweisen zu können.
Das schlechte Abschneiden Deutschlands der letzten Jahre
erklärte Thomas Schreiber damit, dass die Musikindustrie falsch vorbestimmt hätte, dass er in Gremien überstimmt worden war, dass Mitarbeiter nicht umgestimmt werden konnten, dass eine anonyme Öffentlichkeit verstimmt gewesen sei, dass Komponisten ihm nicht zugestimmt hätten, dass das Publikum falsch abgestimmt hätte… Eine überzeugende Ausgangsposition für nun noch mehr Abstimmungen bot er damit nicht.
Und solange es keine Transparenz darüber gibt, wer über wen und was in den Hinterstuben der Rundfunkhäuser und Datenanalysefirmen bestimmt, traue ich den Konzepten und Statistiken auch weiterhin nicht.
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Samstag, 11. November 2017
Wie muss ein guter Blogtext beschaffen sein?
Gestern abend - nach der NDR-roadshow in der rbb-Dachlounge, bei der das neue NDR-Konzept zum ESC 2018 vorgestellt wurde - eine inspirierende kostenlose Umfrage auf Twitter:
Liebe Follower, was macht eurer Ansicht nach einen guten Blogbeitrag aus? Welche Komponenten sollte er enthalten? Wie sollte er formuliert sein?
Hier die Antworten eines deutschen Twitter-Panels:
Er sollte sich auf sein Thema konzentrieren, kurzweilig sein und auf zu viele weiterführende Links verzichten.
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Dazu hat Aristoteles schon alles gesagt
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Er muss einfach 1 stabilen grind fahren dann gehts schon
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Epigramme, Glossen und Madrigale. Gern auch Formgedichte
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Er sollte alle wesentlichen Komponenten enthalten und sehr gut formuliert sein. Einfahc halt so, das 1 Leser foll apgehd bein lesen.
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Ehrlich sollte er sein und ein bisschen lustig...
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Respektvoll, bescheiden und voller Anmut.
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Witzig
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Man sollte nicht erkennen können, dass sich der Blogger selbst für klug hält oder sich moralisch überlegen fühlt.
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Nur nie geschriebene Blogartikel sind gute Blogartikel.
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Wenn das beantwortbar wäre, gäb's nur gute Blogbeiträge. Dieselbe unbeantwortbare Frage, wie man einen Hit produziert. Das entscheidet allein die Zielgruppe - hinterher.
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Liebe Follower, was macht eurer Ansicht nach einen guten Blogbeitrag aus? Welche Komponenten sollte er enthalten? Wie sollte er formuliert sein?
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Er sollte sich auf sein Thema konzentrieren, kurzweilig sein und auf zu viele weiterführende Links verzichten.
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Dazu hat Aristoteles schon alles gesagt
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Er muss einfach 1 stabilen grind fahren dann gehts schon
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Wenn das beantwortbar wäre, gäb's nur gute Blogbeiträge. Dieselbe unbeantwortbare Frage, wie man einen Hit produziert. Das entscheidet allein die Zielgruppe - hinterher.
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Abstimmung,
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Voting
Freitag, 17. Februar 2017
Statistiken und ESC-Fahrpläne für Züge, die niemals abfahren werden
Deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2017: Schwache Show, schwache Kandidaten, 2 Durchschnittslieder und kaum jemanden hat es interessiert. Hand auf‘s Herz: In Anbetracht des politisch-militärischen ESC-Schwindels ist diese Bescheidenheit nicht unangebracht. Wer soll das alles noch glauben? Da bastele man lieber an der eigenen Unscheinbarkeit, bevor jemand genauer nachfragt. Der letztjährige Siegertitel war dermaßen konsequent am Musikmarkt vorbei produziert, dass sich bereits 1 Tag später niemand mehr an ihn erinnerte. Und dafür soll das europäische Party-Publikum massenhaft angerufen haben? Weil sie angeblich Russland in die Fresse treten wollten? Weil sie angeblich von Schlagzeilen über Ukraine, Krimkrieg, Donbass und Maidan nicht genug bekommen können? LACHHAFT, aber genau diese Kriegshetze ist der Rahmen für die Promotion der Popmusik.
Gute Miene zum bösen Spiel
Mit einer Abstimmungsorgie kuschte man vor der Telekommunikationsindustrie. Was dabei herauskommt, ist Klappsmühle:
- Erst sangen 5 Kandidaten 5 Coversongs, dann wurde abgestimmt.
- Daraufhin sangen nur noch 3 Kandidaten die 1. ESC-Auftragskomposition, dann wurde abgestimmt.
- Nun sangen die verbliebenen 2 Kandidaten die 2. ESC-Auftragskomposition, dann wurde abgestimmt.
- Als Ergebnis blieb 1 Interpretin für 2 Auftragskompositionen, dafür wurde abgestimmt.
Zwischendurch wurden Abfrageergebnisse und Statistiken aus dem europäischen Ausland vorgeführt und so getan, als sei dies die Meinung unabhängiger Fans. Da es sich allerdings um gebundene und gelenkte Konsumentengruppen handelt, haben diese Statistiken 0 Aussagewert.
Brav kuschelte man mit transatlantischen Interessengruppen, indem man aus 2000 meist aus Deutschland eingereichte Stücke ausgerechnet 2 US-Kompositionen (Tantiemen!) auswählte. Das Siegerlied klingt dennoch nach volkstümlichem Schlager à la Helene Fischer, aber nur weil es in englischer Sprache gesungen wird, soll es repräsentativ für die aktuelle internationale Popmusikszene sein… Dass kurz darauf auch noch Plagiatsvorwürfe laut wurden, krönt das geduckte Theater.
Celebrate Diversity! Mit 45 unbeschriebenen Rampen-Säuen und ihren US-Durchschnittsliedern in englischer Sprache
Alle europäischen Teilnahmeländer „finden“ vorschriftsmäßig zufällig ein US-Radio-Mainstream-Lied. Angesichts Open-Society-Privilegien und europäischer Wahnsinnstoleranz die totale Selbstverleugnung, nichts Europäisches, bislang nicht mal ein „Refugee-Welcome-Star“ am Start.
Die Notwendigkeit eines solchen Klappsmühlentheaters weist darauf hin, dass die amerikanische Vormachtstellung in der Popmusik nicht mehr selbstverständlich ist. Ob mit militärischer Unterstützung was zu retten ist, bleibt unklar; der ukrainische Siegertitel „1944“ von Jamala hatte zumindest keine Ohrwurmqualitäten.
Im Folgenden die wie eine unausgesprochene Drohung im „Spiegel“ aufgezählten willigen Vollstrecker, die die deutsche Eurovsionsdampflok Levina mit ihrem Perfekten Leben zur Traumkarriere in die USA – pardon – in die Ukraine schicken:
- NDR: Thomas Schreiber, Leiter des NDR Programmbereichs Fiktion & Unterhaltung und ARD Unterhaltungskoordinator
- NDR: Carola Conze, ESC Head of Delegation Germany
- rbb: Aditya Sharma, Leiter der Musikredaktion beim Radio-Jugendprogramm „Fritz“
- Raab TV: Produzent Jörg Grabosch (gleichzeitig Geschäftsführer Brainpool)
- Raab TV: Claudia Gliedt, Leiterin der Musikredaktion
- Musikalische Experten: Wolfgang Dalheimer, musikalischer Leiter der Show und Chef der Show-Liveband
- Willi Ehmann (Senior Vice President Domestic Sony Music GSA)
- Henrik Gümoes (Director A&R AOR-Labelgroup)
- Manfred Rolef (Vice President AOR-Labelgroup)
- An der Auswahl der Songs waren zudem die Produzenten der beiden Songs beteiligt: für “Wildfire”: Swen Meyer (u.a. Tim Bendzko, Lena, Tomte, Kettcar, Dick Brave)
- für “Perfect Life”: Roland Spremberg (u.a. a-ha, Helene Fischer (!), Unheilig, Roger Cicero, The Baseballs)
- Das Team hinter Siegerlied "Perfect Life", drei Songwriter aus den USA, und zwar Lindy Robbins (wirkte an großen Hits von den Backstreet Boys ("Incomplete"), David Guetta ("Dangerous") und Jason Derulo ("Want to Want Me") mit; ihr Kollege Dave Bassett war einer der Autoren von Elle Kings Hit "Ex's & Oh's"; die Dritte im Bunde, Lindsey Ray, schrieb Songs, die von Demi Lovato und Mariah Carey interpretiert wurden.
Mittwoch, 4. September 2013
Wie der Neofaschismus in der Popkultur salonfähig gemacht wird
Am 22.07.2011 ereignete sich in Norwegen ein doppelter Terroranschlag. Im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt explodierte eine Bombe, kurze Zeit später wurde auf ein Jugendlager auf der Insel Utoya ein
Anschlag verübt. Insgesamt 77 Menschen kamen dabei ums Leben. Der Attentäter war der rechtsradikale christliche Fundamentalist Anders Behring Breivik.
Einige Stunden vor dem ESC-Finale in Düsseldorf schrieb Breivik Folgendes in sein Manifest:
"Saturday May 14 - Day 13: It's the Eurovision finale today. I just love Eurovision...!:-) It's a lot of crap music but I think it's a great show all in all. I've seen all the semi finals and will take the time of to watch it later today, online. My country has a crap, politically correct contribution as always....I hope Germany wins".
Einige Stunden später gewann nicht Germany, sondern Aserbaidschan. Für Norwegen war die 25-jährige Kenianerin Stella Mwangi, für Deutschland zum 2. Mal Lena Meyer-Landrut gestartet.
Mit diesem Zitat outete sich Breivik als prominentester Fan des Eurovision Song Contest und der deutschen Lena-Meyer-Landrut und wies damit auf Querverbindungen zwischen Eurovision und einem im Internet verdeckt tätigen europäischen Neofaschismus hin. In den Medien wird Breivik als Einzeltäter abgestempelt, in seiner Gesinnung ist er es nicht, er
repräsentiert ganze Netzwerke im Internet. Ein Jahr nach dem Attentat hat beispielsweise Politically Incorrect seine Abschlussrede nicht nur veröffentlicht, sondern in gutes Deutsch übersetzt, in der Breivik ein weiteres Mal im Rückgriff auf den ESC ungestört sein Weltbild rechtfertigt. Norwegische ESC-Teilnehmer werden abfällig als „Asylanten mit Tatarenhintergrund“ bezeichnet deren Beliebtheit ein Hinweis auf „die psychische Krankheit", auf "kulturelle Zwangsvorstellungen und kulturelle Selbstverachtung hinweisen, was einer einer sofortigen Medikamentierung bedarf“.
Man kann an dem Fall Breivik doch erkennen, wie der Mix eines Täuschungsmanövers mit
- vordergründig harmlosen Events (sei es der ESC, Olympia oder die EM) und
- des Etiketts des „pro-Amerikanisch-pro-Israelischen“ (PI, welcher Deutsche wagt schon, dagegen was zu sagen?) mit
- künstlichen Betroffenheitsszenarien und totalitären Spaßkampagnen à la Lena
leicht außer Kontrolle geraten kann. Dieser mögliche Ursache-Wirkungs-Zusammenhang und seine Gefahren werden von Medien und Politik tabuisiert. Keiner hat professionell hinterfragt, was die deutschen „Lenastheniker“ (so verniedlicht
nannten sich die PR-Multiplikatoren in Rundfunk, Politik, Wirtschaft und Kirche) so "richtig" gemacht haben, dass sich Neofaschisten im Internet davon angesprochen fühlen. Wozu überhaupt dieser ganze Lena-Kack?
Lieber schüren Medien und Politik die Skepsis gegen das „böse Internet“ und verweisen auf die Kontrolle von Verfassungsschutz und Geheimdiensten. Ausgerechnet. Nach all den Infos zu NSU und NSA finde ich das bedenklich, mir wäre die Kontrolle einer aufgeklärten
und kritischen Öffentlichkeit genauso wichtig.
Seitdem bin ich mit meinen Fragen allein...
Dass nicht mal die jüdische Gemeinde daran Anstoß nimmt, wenn unter dem Etikett des „Pro-Israelischen“ ein mörderischer Rassismus verbreitet wird, irritiert mich maßlos.
Unklar ist mir auch, warum sich nach Bekanntwerdung des Breivik-Zitates die verantwortlichen Profiteure und Supporter dieser Eurovisionskampagnen bis heute nicht gegen rechte Gewalt abgegrenzt haben. Jeder Ernst zu nehmende Künstler hätte dies getan – schon allein um seine Fans zu schützen. Welcher Fan will sich schon mit den Breivik-Brüdern in einer Schublade wieder finden?
Stattdessen registrieren Medien und die straff organisierten schwulen Männerbünde der Eurovision vor Olympia jeden umgekippten Sandsack in Russland, aber mit einem neofaschistischen Massenmörder in den eigenen Reihen haben sie kein Problem.
Was die erfolgsverwöhnten Stars betrifft kann ich mir ausrechnen, welches Kaliber jetzt Schenkel klopfend
vor der Glotze sitzt, wenn Stefan Raab eine Polittalkshow moderiert oder Lena Meyer-Landrut in der Sesamstraße das Kinderprogramm bestreitet.
Samstag, 3. Januar 2009
„Also wissen Se, nee!"
Der Einfluss der Politik auf den Eurovision Song Contest wird von den meisten nur bei der Punktevergabe wahrgenommen. Ich meine, dass auch die nationale Auswahl deutscher Beiträge Aufschluss gibt über den jeweiligen politischen Trend.
Die Bemühungen der 50er und 60er Jahre
sind kaum nennenswert. Erst Mitte der 60er, also zwischen dem Rücktritt Adenauers und Brandts Wahl änderte sich das politische Klima grundlegend, erst nun gelang es dem deutschen Schlager Anschluss an die internationale Entwicklung zu finden. Das gemeinsame Erfolgsrezept sozialliberaler Politik und deutschem Schlager war „die erfolgreiche Integration des bis dahin Ausgegrenzten“, in der Musik waren das z. B. Gitarren, Bass, Rock- und Soulrhythmen. Hießen unsere heimlichen Stars ohnehin Mick Jagger und Janis Joplin, kam jetzt eine Deutsche hinzu, nämlich Katja Ebstein. 1970 erreichte sie beim Song Contest mit Platz 3 das bis dahin beste deutsche Ergebnis. Als sie ein Jahr später mit einem Umwelt-Schlager noch mal dritte wurde, war der Höhepunkt der Politisierung des Schlagers jedoch schon erreicht. Dass 1982 Nicole mit einer Friedensschnulze gewann, ist
Eine andere Geschichte.
Für mich war das „bisschen Frieden“ Ausdruck der von Kohl angedrohten geistig-moralischen Wende. Es beschwor eine hysterische Weltuntergangsstimmung, besang die Resignation, die Heimat- und Naturverbundenheit und das kleine persönliche Glück des volkstümlichen Schlagers. Ach, und es hätte so schön werden können, wenn z. B. bereits 1976 Ina Deter als deutsche Teilnehmerin zum Song Contest geschickt worden wäre. Als spätere Vertreterin der Neuen Deutschen Welle stand sie für einen innovativen, selbstbewussten und humorvollen Schlager. Die NDW durfte uns unter Kohl natürlich nicht beim ESC vertreten. Erst als sich der progressivere Teil der NDW vom Schlager verabschiedete, durfte der verbliebene konservative Teil zum Ende der 80er Jahre das besinnungslose, entideologisierte Spaßjahrzehnt einläuten, dass in Guildo Horn, Stefan Raab und einem Spaßkanzler Schröder seine schrägen Höhepunkte feierte. Aber jetzt habe ich vorgegriffen.
Piep, piep, piep
1995 entfiel die Vorentscheidung, der MDR schickte ein Retortenduo ins Rennen und irgendwie meine ich mich zu erinnern, dass dieser Beitrag von ‚Kohl als Jury’ favorisiert wurde. Ergebnis war der legendäre 1 Punkt aus Malta. 1996 ließ man uns gar nicht erst antreten. 1997 zeigten wir uns mit einem steifen, konservativ-barocken Beitrag unbelehrbar deutsch. Und dann kam 1998. Der Regierungswechsel lag in der Luft, die Telekom mischte das Ganze mit Telefonvoting auf zugunsten von Raab und Horn. Auch nun wurde wieder die „erfolgreiche Integration des bis dahin Ausgegrenzten“ praktiziert, man entdeckte nämlich die Homosexuellen als Zielgruppe. Diese feierten für die nächsten 2 Jahre mit den Siegen einer israelischen Transsexuellen und einem künstlich aufgemachten, schwedischen Wesen ihre Höhepunkte.
Also wissen Se, nee!
Bis 2005 schlugen wir uns dann wacker durch, mit dem Regierungswechsel war der Spaß vorbei. Gegen die wachsende Dominanz osteuropäischer Länder setzte man Merkels Busenfreundschaft zu Bush entgegen. Erzkonservative amerikanische Genres wie Country, Swing und Musical (sorry, hier fehlten 0,5%), die sonst kein Deutscher irgendwo zu hören bekam, repräsentierten uns beim Contest. So viel Unglaubwürdigkeit und Anbiederei wurde dementsprechend vom europäischen Publikum abgestraft.
Da sich Geschichte gerne wiederholt, darf man sich jetzt fragen wie es weiter geht:
a) einen Regierungs- und damit einhergehend einen Konzeptwechsel beim NDR wie 1998 wird wohl niemand ernsthaft wittern.
b) 1 Punkt aus Malta wegen Aufgewärmtes, wegen Mut- und Ideenlosigkeit? (Fortenbacher)
c) Oder wird endlich mal wieder etwas „bislang Ausgegrenztes erfolgreich integriert“? (Bushido)
d) Jetzt kommt der Gau: Verdrängung eigener Unzulänglichkeit und Spielverderberei beim Wettbewerb (Big 4), metaphernreiche Ressentiments gegenüber Osteuropa, gedämpfte Schadenfreude über die erzwungene autoritäre Jury, Abschaffung der Zuschauerpartizipation und vollständige Kontrolle über die deutsche Vorentscheidung… passt bestens zu einem Kanzler Roland Koch. Da empfehle ich Ralph Siegel, der angesichts einer Weltwirtschaftskrise die hysterische Weltuntergangsstimmung schürt, mit Resignation und Heimatverbundenheit schmeichelt und uns in die Grenzen unseres kleinen persönlichen Glückes zurückverweist.
(Die Überschrift ist Titel eines Liedes von Bully Buhlan, komponiert von Günter Neumann 1949)
Die Bemühungen der 50er und 60er Jahre
sind kaum nennenswert. Erst Mitte der 60er, also zwischen dem Rücktritt Adenauers und Brandts Wahl änderte sich das politische Klima grundlegend, erst nun gelang es dem deutschen Schlager Anschluss an die internationale Entwicklung zu finden. Das gemeinsame Erfolgsrezept sozialliberaler Politik und deutschem Schlager war „die erfolgreiche Integration des bis dahin Ausgegrenzten“, in der Musik waren das z. B. Gitarren, Bass, Rock- und Soulrhythmen. Hießen unsere heimlichen Stars ohnehin Mick Jagger und Janis Joplin, kam jetzt eine Deutsche hinzu, nämlich Katja Ebstein. 1970 erreichte sie beim Song Contest mit Platz 3 das bis dahin beste deutsche Ergebnis. Als sie ein Jahr später mit einem Umwelt-Schlager noch mal dritte wurde, war der Höhepunkt der Politisierung des Schlagers jedoch schon erreicht. Dass 1982 Nicole mit einer Friedensschnulze gewann, ist
Eine andere Geschichte.
Für mich war das „bisschen Frieden“ Ausdruck der von Kohl angedrohten geistig-moralischen Wende. Es beschwor eine hysterische Weltuntergangsstimmung, besang die Resignation, die Heimat- und Naturverbundenheit und das kleine persönliche Glück des volkstümlichen Schlagers. Ach, und es hätte so schön werden können, wenn z. B. bereits 1976 Ina Deter als deutsche Teilnehmerin zum Song Contest geschickt worden wäre. Als spätere Vertreterin der Neuen Deutschen Welle stand sie für einen innovativen, selbstbewussten und humorvollen Schlager. Die NDW durfte uns unter Kohl natürlich nicht beim ESC vertreten. Erst als sich der progressivere Teil der NDW vom Schlager verabschiedete, durfte der verbliebene konservative Teil zum Ende der 80er Jahre das besinnungslose, entideologisierte Spaßjahrzehnt einläuten, dass in Guildo Horn, Stefan Raab und einem Spaßkanzler Schröder seine schrägen Höhepunkte feierte. Aber jetzt habe ich vorgegriffen.
Piep, piep, piep
1995 entfiel die Vorentscheidung, der MDR schickte ein Retortenduo ins Rennen und irgendwie meine ich mich zu erinnern, dass dieser Beitrag von ‚Kohl als Jury’ favorisiert wurde. Ergebnis war der legendäre 1 Punkt aus Malta. 1996 ließ man uns gar nicht erst antreten. 1997 zeigten wir uns mit einem steifen, konservativ-barocken Beitrag unbelehrbar deutsch. Und dann kam 1998. Der Regierungswechsel lag in der Luft, die Telekom mischte das Ganze mit Telefonvoting auf zugunsten von Raab und Horn. Auch nun wurde wieder die „erfolgreiche Integration des bis dahin Ausgegrenzten“ praktiziert, man entdeckte nämlich die Homosexuellen als Zielgruppe. Diese feierten für die nächsten 2 Jahre mit den Siegen einer israelischen Transsexuellen und einem künstlich aufgemachten, schwedischen Wesen ihre Höhepunkte.
Also wissen Se, nee!
Bis 2005 schlugen wir uns dann wacker durch, mit dem Regierungswechsel war der Spaß vorbei. Gegen die wachsende Dominanz osteuropäischer Länder setzte man Merkels Busenfreundschaft zu Bush entgegen. Erzkonservative amerikanische Genres wie Country, Swing und Musical (sorry, hier fehlten 0,5%), die sonst kein Deutscher irgendwo zu hören bekam, repräsentierten uns beim Contest. So viel Unglaubwürdigkeit und Anbiederei wurde dementsprechend vom europäischen Publikum abgestraft.
Da sich Geschichte gerne wiederholt, darf man sich jetzt fragen wie es weiter geht:
a) einen Regierungs- und damit einhergehend einen Konzeptwechsel beim NDR wie 1998 wird wohl niemand ernsthaft wittern.
b) 1 Punkt aus Malta wegen Aufgewärmtes, wegen Mut- und Ideenlosigkeit? (Fortenbacher)
c) Oder wird endlich mal wieder etwas „bislang Ausgegrenztes erfolgreich integriert“? (Bushido)
d) Jetzt kommt der Gau: Verdrängung eigener Unzulänglichkeit und Spielverderberei beim Wettbewerb (Big 4), metaphernreiche Ressentiments gegenüber Osteuropa, gedämpfte Schadenfreude über die erzwungene autoritäre Jury, Abschaffung der Zuschauerpartizipation und vollständige Kontrolle über die deutsche Vorentscheidung… passt bestens zu einem Kanzler Roland Koch. Da empfehle ich Ralph Siegel, der angesichts einer Weltwirtschaftskrise die hysterische Weltuntergangsstimmung schürt, mit Resignation und Heimatverbundenheit schmeichelt und uns in die Grenzen unseres kleinen persönlichen Glückes zurückverweist.
(Die Überschrift ist Titel eines Liedes von Bully Buhlan, komponiert von Günter Neumann 1949)
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