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Ist das Satire oder kann das weg?
Als Wettbewerbsteilnehmer ist die ARD beim Eurovision Song Contest eine Null
Erfolgreich ist sie nur, wenn sie am Rand des Spielfeldes auftaucht, auf ein unseriöses Regelwerk pocht, Nicht-Nato-Länder diskreditiert und die Zuschauer – bildhaft gesprochen - animiert, deren Kandidaten mit Steinen zu bewerfen.
Das drückt eine Pöbelhaftigkeit und Parteilichkeit aus, wie man sie auch beim belobhudelten Ziegenficker-Böhmermann und Nazi-Schlampen-Ehring vorfindet. Unterwürfig und parteilich steigen sie immer nur auf bereits fahrende Züge. Ihr dauerndes Nachtreten soll uns als westlicher Wert, walhweise als Satire, Moral oder Recht untergejubelt werden.
Die alljährliche Russlandhetze beim ESC feiert dieses Jahr die 10. Auflage!
Es wird müßig, sich die eingefädelten Anlässe und Schikanen in Erinnerung zu rufen bzw. auf die neuen Schikanen, die in der nächsten Woche preisgegeben werden, noch einzugehen. Diaspora-Voting, Blockvoting, gekaufte Stimmen, Manipulation, Schwulenfeindlichkeit, Regelbrüche usw. usw.
Eher stellt sich die Frage, wieso die angegriffenen Länder das so lange mitmachen. Genau wie die Türkei hätten auch Russland, Serbien, Weissrussland und Aserbaidschan 2012 entspannt aussteigen können. Meine Vermutung:
Man bestätigt den Verblendeten ihr verkommenes Weltbild solange, bis sie sich mit Ziegenficker-, Nazi-Schlampen- und Schwulen-Propagandisten moralisch und intellektuell selber hingerichtet haben.
Und dann kann das entweder neu oder weg.
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Glanzloser Sieger, spannungsloses Voting und zähe Show, das war der Eurovision Śong Contest 2017. Sieger und Song dürften niemanden wirklich vom Hocker reißen, aber sie tun auch niemandem weh. Entscheidender dürfte sein, dass nach den leidigen Querelen Russland/Ukraine alle aufatmen, weil dies für’s erste überstanden ist. Ich glaube behaupten zu dürfen, dass Portugal als Austragungsort 2018 der langersehnte Traum aller ESC-Fans ist.
Aufgrund einer Herzkrankheit konnte der neue ESC-Sieger Salvador Sobral aus Portugal nicht an den Promo-Aktivitäten und Proben teilnehmen und schien nur wie zufällig beim ESC in Kiew vorbei zu schauen. Wozu proben? Ohne Proben lieferte er einen tiefenentspannten und dementsprechend körperlich unkontrollierten Auftritt ab ohne technische Spielereien und mit einem Lied, das sich wie ein unverkäuflicher Restposten einer Schellackplatte anhörte.
Twitter: Omma ist eingenickt und fragt im Halbschlaf wann die DDR auftritt. Mein Gott, was denkt sie wie lange sie geschlafen hat? #esc2017
Europa dämmerte am Abend des 13.05.2017 wie Omma diesem Sieg entgegen und schien gar nicht zu bemerken, dass der Herzkranke sonderbarerweise die Spannung beim Voting verdammt gut verkraftete. Das Publikum hatte sich sein verstaubtes Lied als “sensationellen Jazz” unterjubeln lassen. Kommentatoren interpretierten seinen nachlässigen Gesang und seine Zuckungen als “Authentizität”. Und prompt verstummte der Saal vor lauter Ehrfurcht und man sah Gesichter, denen “wie im Rausch” die Tränchen über die Wangen rollten…
Die Diskrepanz zwischen Realität und Worthülsen war selten grotesker
Möglicherweise passen diese Worthülsen genauso wenig zum Interpreten wie der Interpret zum ESC. Sobral nach seinem Sieg: „Wir leben in einer Welt völlig austauschbarer Musik – Fast-Food-Musik ohne jeden Inhalt. Musik ist kein Feuerwerk. Musik ist Gefühl. Lasst uns versuchen, etwas zu ändern und die Musik zurückzubringen”. Das macht ihn sympathisch. Aber voilà! Was hat jemand mit dieser Einstellung beim ESC verloren?
Salvador Vilar Braamcamp Sobral
1989 in Lissabon geboren, abgebrochenes Psychologie-Studium, danach Jobs auf Mallorca und in den USA, um sich seinem Hobby Musik widmen zu können. Erst die Teilnahme an einer Casting-Show in 2009 macht ihn als komischen Kauz mit einer Vorliebe für lateinamerikanische Musik bekannter.
Der Express berichtet: „Sein Urgroßvater war ein Graf. Und dessen Tante hatte den Sprössling einer deutsch-portugiesischen Nebenlinie des Hauses Oldenburg geheiratet – aus der Linie (Achtung!) Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck. Einer seiner Vorfahren wiederum kam aus dem Hause Hohenzollern. Das Geschlecht also, das deutsche Kaiser und Könige hervorbrachte.“
Die
Niederländer weisen stolz auf seine niederländische Abstammung hin:
„Salvador Vilar Braamcamp Sobral, zoals hij voluit heet, stamt af van de
Rijssense familie Braamcamp. Gerrit Braamcamp, de beroemde 17e-eeuwse
Nederlandse kunstverzamelaar, is bijvoorbeeld familie van hem“.
Sobrals Deplatziertheit beim ESC wurde ihm vor allem von den Experten und Juroren der Rundfunkanstalten hoch angerechnet
So hoch, dass man ins Grübeln kam.
Jahr für Jahr aus dem Boden gestampfte Play-Back-Kunstprofile mit schwedischen oder anglo-amerikanischen Popsongs und ausgefeilte Bühnentechnik für die TV-Zuschauer – und dann schwärmen sie geschlossen von einem schlichten Auftritt à la Sobral.
Sie inszenieren ein intransparentes, nicht mehr nachvollziehbares Voting, bei dem sie dann alle alle alle das Gleiche wählen. Das war langweilig und wirkte abgesprochen, als wäre Portugal plötzlich der letzte Strohhalm der EBU.
Oder banaler: Wurden die Juroren einfach nur von Wettbüros bestochen, welche zuvor mit geschickter PR die ganze Aufmerksamkeit auf Italien gelenkt hatten?
Kritik an Flüchtlingspolitik und Musikindustrie
Mir ist der portugiesische Adelsspross erst aufgefallen, als er sich in der PK und bei der Eröffnungssequenz im Finale für ein unkontrolliertes Refugee-Welcome aussprach, und sich damit klar positionierte. Auch kritisierte er die Musikindustrie, die aus Kunst ein Wegwerfprodukt mache. Alles natürlich ohne Argumente, sondern nur so aus einer Gefühlslage heraus.
Erinnert sich jemand an die Band Homens da Luta?
2011 schickten die Portugiesen die Band Homens da Luta mit dem Song “Der Kampf ist die Freude” zum ESC nach Düsseldorf. Ihnen ging es auch um europäische Belange. Aber leider nicht um die der neoliberalen Machteliten, sondern um die der Bevölkerung. Damit erreicht man nicht mal das Finale. Begründungen waren: Landessprache, Lied zu schlicht und zu altmodisch, Klamotten unmöglich, zu wenig ausgefeilte Bühnentechnik.
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Man muss sich das vorstellen: Es sind die Abstimmungsergebnisse eines Tralala-Wettbewerbs, mit denen Länder-Images poliert oder beschädigt werden und die lt. dessen Regelwerk festlegen, wo und zu welchen Bedingungen im nächsten Jahr die Show austragen wird.
Und niemandem fällt auf, dass diese Ergebnisse für die Öffentlichkeit nicht mal überprüfbar sind? So kann dieser Bluff natürlich jedes Jahr als Anlass für politisch-militärische Konflikte in Europa herangezogen werden, der dann von NATO und politisch nicht-legitimiertem Personal der westlichen Unterhaltungsbranche vor einem überforderten, unpolitischen Schlagerpublikum „verhandelt“ wird. Geht's eigentlich noch?
Vom Journalismus im Stich gelassen
Soll Showbusiness bleiben was es ist, nämlich eine Märchenwelt mit Scripted-Reality. Wenn aber der politisch-militärische Missbrauch dermaßen offensichtlich wird, wäre die Forderung nach Transparenz, Umstrukturierung und Neubesetzung der Stellen naheliegend.
Bislang haben 2013 nur der russische und aserbaidschanische Außenminister mal eine Überprüfung der Ergebnisse gefordert. Warum tun das nicht alle Journalisten? Stattdessen vermischen sie wie Kettenhunde der Militärs Promotion und Propaganda zu einem brandgefährlichen Mainstream-Matsch und stellen sich gegen die Bevölkerung auf.
Dass Wettbewerb, Siege und Niederlagen nur simuliert werden, darf nicht mal mehr laut angedacht werden, sofort wird man angegriffen. Der „Glaube“ an Spaß-Shows wird verteidigt, als wären ausgerechnet dort Wissenschaft und Theologie zu einer Art unanfechtbaren Eschatologie verschmolzen:
„ [...] komm mir bitte nicht wieder mit diesen Verschwörungstheorien.....“ (Form ECGermany)
„Na, gibt's Kohle vom Kreml oder verbreitest du deine hirnlose Hetze freiwillig? Und wer von "Westpolitik" (also Demokratie, Menschenrechten und Meinungsfreiheit) nichts hält, der kann doch sein Fakeprofil nehmen und zum Führer nach Moskau ziehen. Ganz einfach. Doswidanya!“ (Facebook-Seite vom NDR)
Das sagt eigentlich alles aus über die spießbürgerlich verblödete "Anständigkeit" der Westlichen Wertegesellschaft mit ihren Celebrate-Diversity-Forderungen nach Menschenrechte, Schwulenbefreiung, Demokratie, Entblößung und Freibier.
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Dass die EBU die eigenen Regeln bricht um eine ukrainische Neonazi-Ikone zum Sieg zu verhelfen und daraufhin einen ESC 2017 in der zerrütteten Ukraine überhaupt in Erwägung zieht, macht sie schon jetzt für alles verantwortlich, was in diesem Zusammenhang von nun an an Kosten, Stress und Unheil auf uns zukommen.
Die Situation in der Ukraine zusammengefasst:
"The difference between Ukraine in 2013 and 2016, however, is two years of war, nearly 10,000 casualties, and over 2 million refugees and internally displaced persons. Ukraine is flooded with weapons,
has a hostile population in the southeastern regions, a disillusioned
military, an economy fresh from teetering on the brink of collapse, and,
most importantly, heavily armed battalions of far-right fighters.
Another uprising is likely to push the country toward disintegration.“
Solange Vorfälle um MH17 sowie Maidan-Morde nicht geklärt sind, kann man nicht von Normalität sprechen. Zu welchem Zweck möchte man nun also das Wagnis weiterer „ungeklärter“ Vorfälle eingehen? Machen wir uns nichts vor:
Wenn Militärs einen ESC-Sieg der Ukraine geplant haben, führen sie etwas im Schilde
Und sie haben ihn nachweislich geplant. Mit 3 Blogtexten über
hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass der ukrainische Beitrag auf Konfrontation setzt, künstlich aufgebauscht und sein Sieg eingefädelt wird. Auch das ist belegt:
Die NATO will im Rückgriff auf den Eurovision Song Contest in West-Europa Stimmung und Akzeptanz für Krieg herstellen
Auch das ist nicht neu. Die unnötig aufgeblasene Las-Vegas-Show, ihr dubioses Regelwerk und die straffe Organisation mit den seit 20 Jahren immer gleichen Protagonisten (vor allem in Deutschland und Schweden) sind seit 1998 danach ausgerichtet. Davon berichte ich seit Jahren.
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Der Sieg der Ukraine beim ESC hat endgültig 1 meiner Annahmen bestätigt: Die Siege folgen einem Kalkül.
Neu sind die kalkulierten Siege nicht Zwischen 2001 bis 2011 ließ man 8 süd-osteuropäische Länder gewinnen (Estland, Lettland, Türkei, Ukraine, Griechenland, Serbien, Russland, Aserbaidschan) gleichzeitig brachte man die westeuropäischen Verlierer gegen diese Länder auf, indem man deren Siege als nicht gerechtfertigt interpretierte. Passend dazu fordern Deutschland und Schweden immer wieder Boykotte gegen Nicht-Nato-Länder wegen deren angeblicher Schwulenfeindlichkeit. Darin steckt eine geopolitische Strategie. Dazu passt:
Jamala wurde mit Unterstützung der NATO aufgebaut – und die EBU deckelt dies
Regelbruch Nr. 1: Man hat aus ihrem Repertoire ein Lied ausgesucht, dass die politisch-militiärische Funktion (Inhalte und Personen sind austauschbar) der Aggression erfüllt.
Regelbruch Nr. 2: Das Lied wurde nachweislich zu früh, nämlich schon im Mai 2015 veröffentlicht. Dass das Beweis-Video auf youtube entfernt wurde, macht es nicht besser.
Regelbruch Nr. 3: Das Lied ist von einem tatarischen Folklorelied kopiert.
Regelbruch Nr. 4: Mit einer diskriminierenden Vorentscheidung (in der nur der Konkurrent SunSay wg Vorveröffentlichung disqualifiziert wurde) kreierte man um diesen Beitrag bereits Wochen vor dem ESC eine Medienkampagne. Wenn dann auch noch die eingefädelte Konfrontation mit Russland ausgerechnet durch die neu eingeführte Votingpräsentation seine „spannende“ Krönung findet, ist das nicht Zufall oder meine Hellseherei sondern Kalkül.
Auch die Kommunikation der ESC-Multiplikatoren folgt diesem politischen Kalkül: Jamalas Lied „1944“ wird vor und nach dem ESC von Konsumenten und ESC-Fans ignoriert, weil es „Ohrenkrebs verursache“. Mit Beginn der Proben bis zum Finale änderten sich die Geschmäcker um 180 Grad, nun hieß es:
Jamalas Lied ist ein Meisterwerk, weil es „den Russen so herrlich in die Fresse tritt“
Zum einen weisen die Eurovisonschefs samt ihrer gelenkten Konsumtengruppen sprich Fans mit moralisch erhobenem Zeigefinger ständig auf ihr ESC-Regelwerk,
gleichzeitig verteidigen sie den Sieg des ukrainischen Beitrags, der gleich 4 mal mit diesen Regeln bricht.
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Beim 1. Semifinale am Dienstag dem 10.05.2016 kam es zu einem Eklat: Beim Schnelldurchlauf winkte die für Armenien antretende Hamburgerin Iveta Mukuchyan mit der Flagge von Bergkarabach besinnungslos lachend in die Kamera.
Auch die schwedischen Ausrichter erzeugen durch eine niveaulose Vorstellung von guter Unterhaltung für Verärgerung. Sie thematisierten im Pausenact wie auch bei der Moderation die Flüchtlingskrise, um dem Publikum damit nach eigener Aussage „eine Freude zu bereiten“. Die NZZ stellt zurecht fest: „Ein etwas unbedarfter Umgang mit einem komplexen politischen Problem, gewissermassen auf der Ebene eines Schlagertexts. Es gäbe durchaus Wege, Kontroversen wie derjenigen des Fahnenstreits zuvorzukommen.“
Irgendwie sind die Organisatoren ja zuvorgekommen. Wenige Tage vorher hatte die EBU (angeblich ungewollt) eine Liste der verbotenen Flaggen veröffentlicht. Die armenische Delegation hat diese Liste offensichtlich als Inspiration und Aufforderung verstanden. Oder etwa nicht? Wie ich schon im Text Russland gegen den Rest der Welt vorschlug: Warum verbietet man nicht einfach alle Flaggen?
Den Bock zum Gärtner gemacht
Da politische Statements und Lieder auf der ESC-Bühne verboten sind, hat die EBU für den Regelbruch der armenischen Delegation ordnungsgemäß eine Strafe angedroht, sollte es zu einer Wiederholung kommen. Wieso muss man sich eigentlich stets mit dem Blabla der EBU begnügen? Macht man damit nicht den Bock zum Gärtner?
Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat
Die armenische Presse verweist stolz darauf, das Iveta Mukuchyan im Social Media verteidigt wird.
Von wem, bitteschön, verteidigt? Schon beim ESC sind 99% der Protagonisten politische Laien, die Gruppe dieser unwissenden Laien soll durch Zuwachs x-beliebiger Facebook-User erweitert werden, um aus der Summe fehlgeleiteter Annahmen die reine Wahrheit abzuleiten? Damit führt Armenien vor, was ich seit 20 Jahren beklage:
Der ESC ist eine Paradebühne für die Entprofessionalisierung der Politik
Während Berufsgruppen, die professionell mit Politik zu tun haben (Politologen, Soziologen, Historiker, investigative Journalisten) Themen des Mainstreams und der Spaßgesellschaft arrogant meiden, ist das Publikum den krudesten Strategien schutzlos ausgeliefert. Gleiches gilt offensichtlich für die geltungssüchtigen und ungebildeten Promis, seien sie nun Sänger oder Moderatoren - oder Online-Journalisten.
Beispiel T-Online:
„Nun steht die Frage im Raum, ob und wie die EBU (Europäische Runkfunkunion) das armenische Verhalten sanktionieren soll, um eine Reaktion des verfeindeten Aserbaidschans in der Show am Samstag zu verhindern.“ Interessant, dass mit aller Selbstverständlichkeit eine „Reaktion“ der Aserbaidschaner thematisiert wird. Warum sie?
Fakt ist, dass es um das Gebiet Karabach einen jahrzehntelangen Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien gibt. Nächste Woche werden sich wieder beide Präsidenten zu Gesprächen in Wien treffen. Hoffentlich.
Fakt ist, dass die deutsche Sängerin die ESC-Bühne missbraucht hat, um als Berufs-Armenierin mit der Flagge von Karabach eindeutig Position zu beziehen. Als industriell produzierter Castingstar aus Hamburg dürfte sie allerdings kaum legitimiert sein, sich in die diplomatischen Beziehungen beider Länder einzumischen.
Frage: Wäre nicht der armenische Präsident in der Pflicht
- die armenische ESC-Delegation noch vor dem Finale zurück zu pfeifen,
- die Verträge der Teilnehmerin zu überprüfen
- und alle an ihrer Eurovisions-Vermarktung beteiligten Personen und Unternehmen zu verklagen?
Begründung: Sie untergraben die politische Arbeit unserer Regierungen und sind eine Gefährdung für den Frieden.
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Was das Nachvollziehen der Kommunikationsstrategien betrifft, bin ich als Zielgruppe zahlreicher Kampagnen mittlerweile recht aufmerksam. Die wirtschaftlichen und organisatorischen Strukturen beim ESC hingegen sind ein Buch mit sieben Siegeln. Es wäre interessant, wenn der investigative Journalismus hier etwas Licht ins Dunkel bringen könnte.
Dieses Jahr liefert Rumänien die Vorlage.
Mit rund 10.000.000 Euro bei der EBU verschuldet machen sie dennoch mit. Ähnliche Meldungen kamen in den letzten Jahren schon aus Griechenland (hier erwies sich das US-Label Universal als "Retter in der Not") Bosnien und Portugal. Und wie steht es um Moldawien, Armenien oder Albanien?
Sobald sich Länder aus finanziellen Gründen oder mangels Publikumsinteresse abmelden, reagiert die EBU reflexartig mit finanziellen Geschenken oder einer Umfrage mit dem Ziel „to make Eurovision 'even greater“.
Portugal - mit entsprechenden Protestliedern gescheitert - ist nun aufgrund schlechter Finanzen dieses Jahr nicht dabei. Daraus folgt, dass sie den ESC auch nicht ausstrahlen. Prompt bekommen sie ein Angebot der EBU.
Teures Event für kulturelle Verarmung
Warum Australien in einem europäischen Wettbewerb? Warum wird der Wettbewerb immer uneuropäischer? Warum "greater", wenn doch zuvor die Vielfalt an europäischen Traditionen, Stilen und Sprachen zugunsten altmodischer anglo-amerikanischer Stile eliminiert wurden? Satirische, echt europäische Stücke wie "Euro Neuro" von Rambo Amadeus aus Montenegro werden regelmäßig abgestraft.
Das Ergebnis: Wer will sich am Finalabend noch 30 gleichförmige 3-Minuten-Songs nacheinander anhören? Und dass die Compilation mit den ca. 45 Songs kaum noch Käufer findet, ist auch kein Geheimnis mehr.
Dieses Jahr hat man zudem die Durchsage der Telefonvoting-Ergebnisse einzelner Länder aus dem Programm genommen. Weil zu wenig anrufen? Oder will man nur die Mogelei vertuschen?
Eurovision goes Las Vegas
Seit 1998 wurde der ESC mit Playback-Musik, One-Hit-Wondern, Hochstaplern, bunten Performances, zahlreichen Vorrundenshows, Einbindung von Publikum (Telefonvoting) und laienhaften Multiplikatoren (Fans) etc. an die amerikanische Unterhaltungsindustrie angepasst. Seitdem wird auf Biegen und Brechen
versucht, die Show "greater" zu machen. Und nur greater...
Folge dem Geld - einige naive Fragen
Wie viel kostet der ESC der EBU jedes Jahr?
Wie viel kostet das den europäischen Rundfunkhäusern bzw. dem Gebührenzahler?
Wie ist das ganze wirtschaftlich strukturiert und organisiert?
Gibt es Gewinne?
Wenn ja, wer steckt sie ein?
Fließt etwas davon an die Rundfunkanstalten zurück, die immerhin mit Vorentscheidungen, Star-Promotion etc. die Veranstaltung monatelang beworben haben?
Warum darf beispielsweise der NDR/Deutschland nur dann erfolgreich sein, wenn es dem Privatrundfunk PRO7 nutzt, so wie es 2010 der Fall war?
Gibt es zwischen Musik- und Telekommunikationsindustrie Querverbindungen zur Rüstungsindustrie?
Gibt es bei diesem Wettbewerbs-Hype mit Regelwerken, Bestrafungssystemen und Eurovisionswächtern überhaupt einen wirtschaftlichen Wettbewerb?
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Nahmen 2010 und 2009 noch 43 Länder am Eurovision Song Contest teil, kommt man bislang nicht mal auf 30 Anmeldungen.
Immer mehr Länder steigen aus, zur Begründung wird auf Geldknappheit und allgemeine Finanzkrise verwiesen. Die Türkei ist verärgert, sie moniert einen Betrug am Publikum seit den in 2013 veränderten Abstimmungsmodalitäten.
Ich frage mich seit
Jahren, welcher Zwang oder welche Verlockung dahinter stecken, dass sich
gerade ärmere Länder einer Show ausliefern, die ihnen nur Kosten
verursacht, in der sie nicht die geringste Chance auf Erfolg haben (oder aus
Kostengründen vielleicht gar nicht haben wollen) und in der sie sich regelmäßig
irgendwelchen Brüskierungen ausliefern. Wenn einige von ihnen jetzt
aussteigen, erscheint mir das wesentlich nachvollziehbarer.
Ums Geld wird beim Eurovision Song Contest immer noch ein großes Geheimnis gemacht, klar ist, dass es hier um Riesensummen geht. Jedes Land muss eine nicht unerhebliche Teilnahmegebühr entrichten, um überhaupt mitmachen zu „dürfen“. Hinzu kommen die Ausgaben für das Lied, Anfahrt und Unterbringung der Delegation usw. Einen noch höheren Betrag zahlen die sog. Big-5-Länder Frankreich, Spanien, Großbritannien, Italien und Deutschland, die damit allerdings den Wettbewerb umgehen und sich auf diese Weise die Finalplätze kaufen. Einen sicheren Startplatz im Finale hat auch das austragende Land (Vorjahressieger), denn deren Rundfunkanstalt muss durch die Ausrichtung der Show am tiefsten in die Tasche greifen.
Auch wenn diese Finanzierung sehr geordnet klingt ist unschwer zu erkennen, dass das Geld die Fairness des Wettbewerbs untergräbt, praktiziert vor allem von Ländern, die aus ihrer finanziellen Überlegenheit auch noch das Recht
ableiten, zugleich als Hüter der Moral und Gerechtigkeit aufzutreten. Ich kann nicht nachvollziehen, dass weder Presse noch Fanclubs diesen
Widerspruch hinterfragen. Als wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft vor jedem Spiel mit 3 Toren Vorsprung antreten würde... Stattdessen versuchen Fans gerne, süd- und osteuropäischen Ländern Bestechungsaffairen anzuhängen.
Hinzu kommt eine Strenge der Regeln schon bei den nationalen Vorentscheidungen, deren Verletzung von der EBU auch wieder mit hohen Geldbußen belegt wird. Hier passen die Fans der reicheren Länder dann auf wie die Schießhunde, wodurch so manches Land - vor allem in Osteuropa – monatelang in die Negativschlagzeilen gerät. Trifft es zufällig mal Deutschland (vorzeitige Veröffentlichung der Beiträge in 2013 war regelwidrig), werden stillschweigend die Gesetze gelockert.
Offensichtlich haben also alle Länder die gleichen Verpflichtungen aber nicht die gleichen Rechte, was mir als Deutsche vor Fans anderer Länder langsam peinlich wird. Diese Ungleichheit beeinträchtigt die Kommunikation negativ.
Dass Größe immer Ausdruck von Macht und Erfolg ist, ist unter Männern ausgemachte Sache. Schlimm also, wenn ihr Ding schrumpft. Hierfür müssen jetzt die Organisatoren eine Begründung finden, damit sie nicht ihr Gesicht verlieren. Ich gehe mal davon aus, dass die deutsche Presse über "vernünftige Sparmaßnahmen" schreiben, über „beleidigte Türken“ berichten, sich das Maul über Länder zerreißen wird, die sowieso nicht mit Geld umgehen können. Und bestimmt werden Fans und Presse wieder über Diktaturen Bescheid wissen (Russland, Aserbaidschan, Weissrussland), um die man schon immer einen Bogen hätte machen sollen... während man
gleichzeitig mit den - man höre und staune - Chinesen (lupenreine Demokratie) um die Übertragungsrechte feilscht.
Fakt ist, dass bei weiterem Schrumpfen der Teilnehmerzahl ein weltweit medienwirksames Symbol europäischer Zusammengehörigkeit zerbröckelt. Ignoranz kann nicht darüber hinweg täuschen, dass damit auch das hegemoniale Selbstverständnis der Westeuropäer ins Wanken gerät, indem ihnen nämlich die Prellböcke abhanden kommen...
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