Wahrscheinlich werden Xavier Naidoo, Ann Sophie und Jamie-Lee Kriewitz ihre Eurovisions-Niederlagen nie überwinden. Jamie-Lee wurde gleich nach dem Finale krank, Ann Sophie und Xavier Naidoo melden sich immer wieder zu Wort, um das eine oder andere gerade zu rücken.
Mitgefangen, mitgehangen
Erst nach dem Scheitern Kritik zu üben ist überflüssig. Was bleibt, ist die Pflege des Scheiterns, wie es die in der Vorentscheidung rausgekickte Alexa Feser 2015 in ihrem Song „Das Gold von morgen“ so wunderschön besang.
Keiner der Teilnehmer scheint vorher zu überprüfen, auf was sie sich überhaupt einlassen
Überbehütet lassen sie Institutionen, Konzerne und Medien über ihr Schicksal entscheiden und glauben, es sei das Publikum. So wie Lena sich ihren rasanten ESC-Erfolg nicht erklären kann, können sich die anderen ihre Niederlage nicht erklären. Selbst der verantwortliche NDR lässt sich von Qualitätsmedien die falschen Fragen stellen und schwankt wie Peter Urban - mittlerweile weit über sein Rentenalter hinaus - jedes Jahr nach dem ESC in deutschen Talkshows nur zwischen Überwältigung und Ratlosigkeit.
Dass im Showbusiness das Publikum beschwindelt wird, ist nichts Neues
Neu ist vielmehr, dass sich das Publikum über den Selbstschwindel der Promis wundert. Seit Jahren sind sich Fans zu 99% einig, dass die gesamten Lieder in den Vorentscheidungen und beim ESC bestenfalls als B-Seite einer Single taugen. Stars hingegen wollen damit in einem Wettbewerb was reißen. Seit Jahren frage ich provozierend, welche der Damen sich denn gegen die Wand fahren lassen möchte. Dieses Jahr haben auch Fans beispielsweise von Wiwibloggs Jamie-Lee nicht den Hauch einer Chance eingeräumt. Dieser Aufrichtigkeit entgegnen Stars mit
Besinnungslosem Grinsen und soldatischen Phrasen
"Ich lerne bereitwillig und viel,
ich möchte die Erfahrung nicht missen,
es ist eine so große Ehre für mich, mein Land vertreten zu dürfen,
ich bin meinem Land so dankbar, dass es mich erwählt hat…"
Und dann darf BILD sie heimlich filmen, wie sie nach ihrer Niederlage vermummt und beschämt in IHR Land zurückkehren.
Dabei hatte Jamie-Lee vorher schon die Rolle der Verliererin und lag wochenlang bei den Wetten um den letzten Platz auf Platz 1.
Im Gegensatz zu Lena Meyer-Landrut wurden weder Cascada, noch Elaiza, Ann-Sophie oder Jamie-Lee von älteren männlichen Abgreifern umschwirrt. Auch das ist ein sicherer Hinweis darauf, dass es nichts zu gewinnen gibt. Und wenn ohnehin alle die Niederlage schon im Voraus planen, warum verzichten die Damen nicht einfach auf ihren Auftritt?
Warum machen Stars überhaupt zu den Bedingungen eines Big-5-Landes mit, lassen sich einen Finalplatz „kaufen“, wenn sie sich doch damit außerhalb des Wettbewerbs bewegen?
Den naivsten Spruch brachte nach Jamie-Lee‘s Niederlage ausgerechnet Xavier Naidoo:
"Ich hätte mich so reingekniet".
Und nochmal: Für wie blöd hält man uns? Wenn das Ergebnis lange vorher bekannt ist, schickt die Musikindustrie nicht eines ihrer besten Pferde, lieber profiled es dieses Pferd geschickt als enfant terrible mit dem willkommenen Nebeneffekt, mit Reichsbürger- und Nazi-Gelaber gleich ein ganzes Land einschüchtern und auf eine falsche Fährte führen zu können. Und das Ergebnis – bitteschön – ist jedes Jahr vorher bekannt.
Wer früher was auf sich hielt, hielt eine kritische Distanz zum Showbusiness
Heute überbieten sich Stars, Alpha-Fans und Medien geradezu, das Show-Business und ihren unermüdlichen Einsatz als Teil eines unanfechtbaren Sinnsystems zu verteidigen. Lieber lassen sich Stars freiwillig in Dschungel-Camps entsorgen, als dieses System zu hinterfragen. Ich finde, wo selbst "American Idiot" 2016 eingestellt wird, wäre es an der Zeit einfach wieder davon auszugehen, dass Wettbewerbe wie u. a. der ESC Scripted-Reality-Sendungen mit vorgefertigtem Drehbuch und festen Rollen sind.
Das würde zwar 20 Jahre Promi-Zauber um Transvestiten, Soap-Stars und geknechtete Ostblock-Sieger sowie die anti-intellektuelle Schwulenberichterstattung zum ESC ad absurdum führen. Aber irgendwann muss doch auch mal gut gewesen sein.
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Sonntag, 19. Juni 2016
Freitag, 8. April 2016
Jamie-Lee Kriewitz startet durch in Moskau
Diese Schlagzeile mit entsprechendem Foto (das ich bei klatsch-tratsch.de geborgt habe) würde Fans und Leser freuen. Leider stimmt sie nicht. Jamie-Lee Kriewitz war nicht in Moskau. Wozu auch? Zieht man die internationalen Polls, Wettquoten-Ergebnisse, Klickzahlen und Chats heran, sieht es so aus, als wäre auch Jamie-Lee Kriewitz' Karriere direkt nach dem ESC wieder beendet. Wahrscheinlich müssen deswegen alle Vorhaben wie Album-Release schnell bis zum 14.05.16 in trockene Tücher gebracht werden. Der Nächste bitte...
Deutsche sind so gut wie nie bei diesen Events vertreten. Begründet wird dies – wie sollte es anders sein – mit Zahlen. Die Industrie verweist auf Ratings, Rankings, Klickzahlen, Einnahmen etc. und kommt zu dem Ergebnis, dass all diese Aktivitäten nichts einbringen. *
Nur: Dieser Logik entsprechend könnte man
Diskursverengung, Isolation, Ignoranz und Zensur
Zur Propaganda gehört nicht nur die Manipulation von Informationen (s. Beispiel Ukraine), sondern eben auch bewusstes Vorenthalten von Informationen. Dass z. B. Deutschland gar nicht richtig am Wettbewerb teilnimmt, sondern seinen Vertretern jedes Jahr einen Startplatz im Finale KAUFT, wird nicht diskutiert. Man stelle sich vor, Russland würde das machen!
Genau wie das Publikum werden auch die deutschen Stars an kurzer Leine gehalten. Man hält sie von allen internationalen Promo-Events fern. So können deutsche Medien nämlich die Berichterstattung darüber erfolgreich vermeiden. Daraus folgt:
Aktuellstes Beispiel liefert die FAZ mit einem Beitrag vom 11.04.16 zum weissrussischen Lied, in dem auf Vokabeln wie "frühere Sowjet-Republik" und "Staatsrundfunk im autoritär geführten Weissrussland" natürlich nicht verzichtet werden kann. Lieber hätte ich einen Bericht über gemeinsame Aktivitäten von Ivan und Jamie-Lee bei den Promo-Events in Moskau, Riga oder Amsterdam gelesen. Der weissrussische Sänger war überall dabei, womit Weissrussland mehr Weltoffenheit zeigt als Deutschland.
Deutsche Medien missbrauchen den ESC am liebsten für Propaganda
Jedes Jahr wird den Deutschen suggeriert, dass Misserfolge meistens auf die böse Außenwelt zurück zu führen sind, die Deutschland nicht mögen, die beim Voten immer nur betrügen usw... an diesem ganzen Arsenal an Vorurteilen und Abrechnungen darf sich ganz Deutschland nach dem ESC dann wieder abarbeiten.
* Ein einziges Mal hat sich 2010 das deutsche Team um Raab und Meyer-Landrut schon Monate vor der VE und dem ESC marktschreierisch aus dem Fenster gelehnt. Ganz Deutschland wurde einmalig vor den ESC-Karren gespannt und alle mussten ins gleiche Horn blasen. Selbst die Titelverteidigung 2011 wurde schon gleich nach der VE 2010 festgelegt. Das alles macht man nicht, wenn der Ausgang offen ist. Damit wäre der wirkliche Grund für die deutsche Zurückhaltung bei internationaler Promo klar: Man muss sich nicht anstrengen, weil man das Ergebnis schon kennt. Das gilt für Sieger und Loser gleichermaßen.
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Deutsche Stars sind stets die Stay-At-Home-Singer
Im Vorfeld des ESC gibt es jede Menge Pre-Partys, die größten finden statt in Riga, Amsterdam, Moskau und London. Hier stellen sich viele der ESC-Teilnehmer auf kleiner Bühne vor, suchen den Kontakt untereinander und zu den Fans. Die Veranstaltungen sind eine Herausforderung für Newcomer, weil alles sofort ungefiltert auf youtube hochgeladen wird.Deutsche sind so gut wie nie bei diesen Events vertreten. Begründet wird dies – wie sollte es anders sein – mit Zahlen. Die Industrie verweist auf Ratings, Rankings, Klickzahlen, Einnahmen etc. und kommt zu dem Ergebnis, dass all diese Aktivitäten nichts einbringen. *
Nur: Dieser Logik entsprechend könnte man
- den gesamten ESC,
- die vor kurzem verliehene Karlsmedaille an den ESC für Einigung und Identitätsbildung und
- jeden Schüler- und Studentenaustausch
- Leider fordern deutsche Stars den internationalen Austausch nicht ein,
- nehmen ihre Isolation nicht mal als Handicap wahr,
- sondern gehen der (Un-)Logik der Industrie bereitwillig auf den Leim und
- übernehmen deren arrogante und ignorante Haltung (mit Ausnahme Roman Lob).
Diskursverengung, Isolation, Ignoranz und Zensur
Zur Propaganda gehört nicht nur die Manipulation von Informationen (s. Beispiel Ukraine), sondern eben auch bewusstes Vorenthalten von Informationen. Dass z. B. Deutschland gar nicht richtig am Wettbewerb teilnimmt, sondern seinen Vertretern jedes Jahr einen Startplatz im Finale KAUFT, wird nicht diskutiert. Man stelle sich vor, Russland würde das machen!
Genau wie das Publikum werden auch die deutschen Stars an kurzer Leine gehalten. Man hält sie von allen internationalen Promo-Events fern. So können deutsche Medien nämlich die Berichterstattung darüber erfolgreich vermeiden. Daraus folgt:
- Teilnehmer anderer Länder brauchen so nicht als nette Musik-Kollegen dargestellt werden,
- Russland, Lettland, Niederlande und UK brauchen nicht als freundliche Gastgeber einer europäischen Pre-Party erwähnt werden,
- internationaler Austausch und Anerkennung finden in deutschen Medien einfach nicht statt.
Aktuellstes Beispiel liefert die FAZ mit einem Beitrag vom 11.04.16 zum weissrussischen Lied, in dem auf Vokabeln wie "frühere Sowjet-Republik" und "Staatsrundfunk im autoritär geführten Weissrussland" natürlich nicht verzichtet werden kann. Lieber hätte ich einen Bericht über gemeinsame Aktivitäten von Ivan und Jamie-Lee bei den Promo-Events in Moskau, Riga oder Amsterdam gelesen. Der weissrussische Sänger war überall dabei, womit Weissrussland mehr Weltoffenheit zeigt als Deutschland.
Deutsche Medien missbrauchen den ESC am liebsten für Propaganda
Jedes Jahr wird den Deutschen suggeriert, dass Misserfolge meistens auf die böse Außenwelt zurück zu führen sind, die Deutschland nicht mögen, die beim Voten immer nur betrügen usw... an diesem ganzen Arsenal an Vorurteilen und Abrechnungen darf sich ganz Deutschland nach dem ESC dann wieder abarbeiten.
* Ein einziges Mal hat sich 2010 das deutsche Team um Raab und Meyer-Landrut schon Monate vor der VE und dem ESC marktschreierisch aus dem Fenster gelehnt. Ganz Deutschland wurde einmalig vor den ESC-Karren gespannt und alle mussten ins gleiche Horn blasen. Selbst die Titelverteidigung 2011 wurde schon gleich nach der VE 2010 festgelegt. Das alles macht man nicht, wenn der Ausgang offen ist. Damit wäre der wirkliche Grund für die deutsche Zurückhaltung bei internationaler Promo klar: Man muss sich nicht anstrengen, weil man das Ergebnis schon kennt. Das gilt für Sieger und Loser gleichermaßen.
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Mittwoch, 9. März 2016
Jamie-Lee Kriewitz - Japanischer Manga-Stil im Märchenwald der Gebrüder Grimm
Dass Jamie-Lee Kriewitz die deutsche Vorentscheidung gewinnen würde, hatte ich am 09.02.2016 schon vorhergesagt. Zu dem Zeitpunkt hätte ich nicht gedacht, dass mich ihr Sieg so angenehm berühren würde. Das lag zum einen daran, dass sie den Super-Gau verhinderte: Axel Diehl. In dieser Einschätzung gibt es eine bis dahin nie gekannte Übereinstimmung unter allen ESC-Fans, national wie international. Zum anderen liegt dies bislang auch an die:
Angenehm unaufdringliche Vermarktung
Während Politikernichte Lena Meyer-Landrut als Karikatur des Fräuleinwunders zum "emotionalisierenden", "polarisierenden" und damit nervtötenden Medien-Hype wurde, scheint man für Jamie-Lee's Starprofil noch keine passende Schublade gefunden zu haben. Wahrscheinlich sucht man nicht mal danach. Barbara Schöneberger fasste es in einem Kurz-Interview zusammen (ab 05'15): Zu Jamie-Lee müssen wir nichts erklären, wir schicken sie und sie steht für sich selbst.
Puppen-Punk
Bunte Knallbonbons hat man schon öfters beim ESC gesehen, Beispiel Moje 3 aus Serbien in 2013, aber hier wurde das Outfit im Nachhinein angepasst und war eher der Ratlosigkeit geschuldet, um überhaupt noch was rauszuholen.
Das ist bei Jamie-Lee anders, sie präsentiert sich in einem Mode-Stil, den uns der NDR mit Schlagworten wie Manga-Kultur, Decora Kei oder Lolita erst mal erklären muss. Jamie-Lee stilisiert sich zu einer fiktiven Figur, zu der sie zugleich Distanz wahrt. Das gefällt mir. Das passt auch zu ihren eigensinnigen Äußerungen: Sie hat sich ein trauriges Lied gewünscht, will ihrem Decora-Kei-Style treu bleiben, möchte für ihre Performance ein krasses Bühnenbild und will das Publikum vor allem mit ihrer Stimme erreichen. Nur
Das muss jetzt alles zu einem Bonbon zusammengeschmolzen werden
Als ESC-Fan ist man oft und gerne mit Musik aus anderen Ländern beschäftigt, so auch mit japanischer Musik, und die punktet mit viel Technik, Tricks und Kitsch. Wahrscheinlich entwickelt man dabei unbewusst eine Erwartungshaltung. Ich verweise auf die Band Sekai No Owari, die mal am asiatischen Abu Song Festival teilgenommen haben: 1 Ton, 1 Baum, Feder- und Fledermauskostüm, der Rest ist Licht-, Schnitt- und Kameratechnik.
https://www.youtube.com/watch?v=4v0Y0FVIbZk
Ich stimme der Kritik des Prinzblogs zu, die den Auftritt von Jamie-Lee als unstimmig beschreibt. Wie kommt man vom japanischen Outfit der Sängerin auf den vergreisten Märchenwald der Gebrüder Grimm? Wozu ein Backgroundchor, der versteckt werden muss? Da er doppelt so alt klingt wie in der Studioversion, bekommt man das Gefühl, Mutti will auch mit auf die Bühne. Und Papis unbewegliche Kameraführung, die aus japanischem Manga ein niedersächsisches Provinztheater macht, geht gar nicht.
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Angenehm unaufdringliche Vermarktung
Während Politikernichte Lena Meyer-Landrut als Karikatur des Fräuleinwunders zum "emotionalisierenden", "polarisierenden" und damit nervtötenden Medien-Hype wurde, scheint man für Jamie-Lee's Starprofil noch keine passende Schublade gefunden zu haben. Wahrscheinlich sucht man nicht mal danach. Barbara Schöneberger fasste es in einem Kurz-Interview zusammen (ab 05'15): Zu Jamie-Lee müssen wir nichts erklären, wir schicken sie und sie steht für sich selbst.
Puppen-Punk
Bunte Knallbonbons hat man schon öfters beim ESC gesehen, Beispiel Moje 3 aus Serbien in 2013, aber hier wurde das Outfit im Nachhinein angepasst und war eher der Ratlosigkeit geschuldet, um überhaupt noch was rauszuholen.
Das ist bei Jamie-Lee anders, sie präsentiert sich in einem Mode-Stil, den uns der NDR mit Schlagworten wie Manga-Kultur, Decora Kei oder Lolita erst mal erklären muss. Jamie-Lee stilisiert sich zu einer fiktiven Figur, zu der sie zugleich Distanz wahrt. Das gefällt mir. Das passt auch zu ihren eigensinnigen Äußerungen: Sie hat sich ein trauriges Lied gewünscht, will ihrem Decora-Kei-Style treu bleiben, möchte für ihre Performance ein krasses Bühnenbild und will das Publikum vor allem mit ihrer Stimme erreichen. Nur
Das muss jetzt alles zu einem Bonbon zusammengeschmolzen werden
Als ESC-Fan ist man oft und gerne mit Musik aus anderen Ländern beschäftigt, so auch mit japanischer Musik, und die punktet mit viel Technik, Tricks und Kitsch. Wahrscheinlich entwickelt man dabei unbewusst eine Erwartungshaltung. Ich verweise auf die Band Sekai No Owari, die mal am asiatischen Abu Song Festival teilgenommen haben: 1 Ton, 1 Baum, Feder- und Fledermauskostüm, der Rest ist Licht-, Schnitt- und Kameratechnik.
https://www.youtube.com/watch?v=4v0Y0FVIbZk
Ich stimme der Kritik des Prinzblogs zu, die den Auftritt von Jamie-Lee als unstimmig beschreibt. Wie kommt man vom japanischen Outfit der Sängerin auf den vergreisten Märchenwald der Gebrüder Grimm? Wozu ein Backgroundchor, der versteckt werden muss? Da er doppelt so alt klingt wie in der Studioversion, bekommt man das Gefühl, Mutti will auch mit auf die Bühne. Und Papis unbewegliche Kameraführung, die aus japanischem Manga ein niedersächsisches Provinztheater macht, geht gar nicht.
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