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Samstag, 13. Mai 2017

Levina nutzte die Zeit vor dem ESC in Kiew - vergeblich oder mit Erfolg?

Da Deutschland beim ESC bekanntlich ein Abo auf den letzten Platz hat, ist die Karriere der Damen, die sich als Prellböcke zur Verfügung stellen, bereits beendet, bevor sie eigentlich begann, nämlich mit dem ESC-Finale. Meist kommen sie aus dem Nichts, liefern vor dem ESC ein paar flaue Schlagzeilen und verschwinden dann wieder von der Bildfläche. 

Über einen letzten Platz in Folge würde sich 2017 kaum noch jemand wundern 
Wenn ich die Aktivitäten, Facebook-Eintragungen und Marketing-Texte der deutschen Delegation der letzten 2 Wochen in Kiew an mir vorbei rauschen lasse, wundere ich mich über deren unermüdlichen Fleiß, denn dieser steht in keinem Verhältnis zu den seit Monaten bekannten Umfrageergebnissen, den Wettquoten und den Einschätzungen aller Fans und Konsumenten. Die sehen Levina abgeschlagen am Ende des Rankings. Seit Kiew wird zusätzlich zum belanglosen Lied auch das Amisch-Outfit von Levina, ihre Oma-Haarfrisur und ihr graues Bühnenbild kritisiert. Statt das belanglose Lied aufzuwerten, hat man quasi noch eins drauf gesetzt. 

Und dabei ist Levina die erste deutsche Vertreterin, die sich den üblichen Eurovisions-Promo-Aktivitäten mal nicht entzogen, sondern sogar eine Tour durch Europa gemacht hat. So trat sie bei den Promo-Pre-Event-Shows in London, Israel und Amsterdam auf – und machte ihre Sache sehr gut. Aber auch dabei gab es zwei Haken: 

1. Celebrate Conformity auch in der Vermarktung 
Bislang hatte ich diese Pre-Event-Shows gerne mitverfolgt. Es war wie das Stöbern in der Regenbogenpresse beim Frisör. Bedauerlicherweise hat sich auch hier ein Schematismus eingestellt, der nur noch Langeweile erzeugt. Immer die gleichen Abläufe, die gleichen Interviewer, immer die gleichen Fragen, die gleichen stereotypischen Antworten, das gleiche Gehabe. Alle werden nach dem gleichen stromlinienförmigen Profil vermarktet – und müssen zudem auch noch jedes Jahr Friedensbäumchen pflanzen in Israel. 

2. Celebrate Conformity mit dem Militär 
Interessanter wird es, wenn ich mir die Länder anschaue, die die deutsche Levina vor dem ESC besucht hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der NDR sich das allein ausgedacht hat. Zu den Ländern zählen Georgien, Armenien, Mazedonien, Albanien, Ungarn. Da kann ich nur noch polemisch fragen: War sie etwa als Botschafterin der NATO unterwegs? 

Wie an den youtube-Clips zu sehen ist, hat Levina auch in diesen Ländern einen guten Eindruck hinterlassen. Zudem hat die Ukraine bewiesen, dass die Zusammenarbeit mit der NATO beim ESC erfolgsversprechend ist. Vielleicht darf die deutsche Delegation in Kiew mit Levina nun doch noch auf ein paar Punkte und eine bessere Platzierung hoffen…?


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Donnerstag, 23. März 2017

Eurovision Song Contest 2017 in Kiew: Celebrate Conformity

Um diversity zu celebraten käme man dieses Jahr mit 13 Liedern aus. Stattdessen wirbt Kiew aber mit 43 – pardon 42 Teilnehmer. 29 Lieder unterwerfen sich einem anglo-amerikanischen Vorbild und präsentieren sich in englischer Sprache. 

Sie sind nicht alle richtig schlecht, so dass man darüber lachen könnte. Nein, es ist die Masse an Mittelmäßigkeit, mit der sie ohne jeglichen Zuordnungs- und Wiedererkennungswert in trüber Gleichförmigkeit untergehen. 
Geduckt, mutlos, einfallslos
Und das alles aus einer Hand: Von Universal Music mit Booklet, damit Fans ihren erlesenen Geschmack rechtfertigen können. Irgendwelche Nonames werden nach dem gleichen Muster vermarktet, alle Superstars spulen bei Interviews die gleichen 3 unterwürfigen Sätze ab.

Ungewollt witzig ist die Finanzierung der EBU
Alle zahlen nämlich eine hohe Teilnahmegebühr, verschulden sich sogar derart, dass sie noch eine Strafe zusätzlich bekommen. Alles nur um an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem sie sich mit unterdurchschnittlichen Liedern unscheinbar machen möchten, weil sie möglichst nicht gewinnen wollen. Denn Sieg bedeutet Austragung im Folgejahr, und das kann und will sich aufgrund hoher Kosten erst recht kein Land antun. Warum sie überhaupt mitmachen, und dann auch noch mit Fremdschrott, weiss der Geier.

Es handelt sich um Beiträge aus folgenden Ländern: 

Albanien - Lindita "World"
Australien - Isaiah "Don't Come Easy"
Österreich - Nathan Trent "Running On Air"
Bulgarien  - Kristian Kostov "Beautiful Mess"
Zypern  - Hovig "Gravitiy"
Tschechien  - Martina Barta "My Turn"
Dänemark - Anja "Where I Am"
Estland - Koit Tome And Laura "Verona"
Frankreich - Alma "Requiem"
Georgien - Tako Gachechiladze "Keep The Faith"
Großbritannien - Lucie Jones "Never Give Up On You"
Deutschland - Levina "Perfect Live"
Griechenland - Demy "This Is Love"
Island - Svala "Paper"
Irland - Brandan Murray "Dying To Try"
Israel - Imri "I Feel Alive"
Lettland  - Triana Park "Line"
Litauen - Fusedmarc "Rain Of Revolution"
Mazedonien - Jana Burceska "Dance Alone"
Malta - Claudia Faniello "Breathlessly"
Montenegro - Slavko Kalezic "Space"
Norwegen - JOWST "Grab The Moment"
Polen  - Kasia Mos -"Flashlight"
San Marino - Valentina Monetta & Jimmie Wilson "Spirit Of The Night"
Serbien - Tijana Bogicevic "In Too Deep"
Slowenien - Omar Naber "On My Way"
Spanien  - Manel Navarro "Do It For Your Lover"
Schweden  -  Robin Bengtsson "I Can't Go On"
Schweiz - Timebelle "Apollo"

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Mittwoch, 15. Februar 2017

Bei den Vorbereitungen zum ESC in Kiew läuft alles nach Plan

Die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest in Kiew sind im vollen Gange. Man darf davon ausgehen, dass wie immer und überall die Mitarbeiter vor Ort redliche Arbeit leisten und das Beste aus der Show machen wollen. 

Dennoch werden die Vorbereitungen von Pleiten, Pech und Pannen begleitet. Mittlerweile gleicht die Ukraine einem kleinen Kind, das man mit einem bewusst ausgefeilten bunten Spielzeug, mit dem es gar nicht umgehen kann, an der Nase herumführt. 

Ich bleibe bei meiner Wahrnehmung: Wer einem finanziell schwachen und politisch instabilen Land wie der Ukraine ein überteuertes, glamouröses Riesenevent zuspielt, hat Probleme einkalkuliert. 

Bis September 2016 veranstaltete man in der Ukraine sonderbarerweise ein überflüssiges Gerangel um die Austragungsstadt, was den strammen Zeitplan schon durcheinander brachte.

Am 01.11.2106 trat der Chef der Rundfunkanstalt, Surab Alassanija, zurück, weil ihm die Kosten für den ESC zu hoch erschienen.

Spott ernteten die Ukrainer auch mit Schlüsselübergabe, Slogan und Logo. Der Akt der Schlüsselübergabe am 31.01.2017 wurde von Niggemeier folgendermaßen kommentiert: „In ein paar Jahren werden überhaupt nur noch Boxweltmeister und Gewichtheber die Schlüsselübergabe beim ESC absolvieren können.“ 








Aber auch das am 30.01.2017 präsentierte Art-Design provozierte dumme Bemerkungen. Der Slogan „Celebrate Diversity“ und das Logo einer Halskette sollen die ukrainische Kultur repräsentieren, wie auch der Slogan stehe jede Kugel der Kette für Vielfalt und Individualität. Nun ja, originell sind diese Worthülsen wahrlich nicht mehr. Fans spotteten beim Logo über die Vielfalt des ukrainischen Wurstangebotes, andere erkannten im Logo einen Darm oder die Haarfrisur von Julija Tymoschenko. Zutreffend wie böse auch der Vergleich des Logos mit Analkugeln.

Zwischendurch treten immer wieder Tierschützer auf den Plan, die die Tötung von Straßenhunden in Kiew anläßlich des ESC als ein „Massaker“ verurteilen.

Am 12.02.17 trat dann das gesamte Produktionsteam des ESC zurück, weil unabhängiges und unbürokratisches Arbeiten nicht mehr möglich sei. 

Unübersichtlich, intransparent, instabil… Es fehlen jetzt nur noch solche „Unfälle“, die man Russland bzw. Putin in die Schuhe schieben kann. Vielleicht werden uns ja dann die „freiwilligen Helfer“ aus aller Herren Länder blitzschnell die „einzig wahre Narrative" dazu bereitstellen.

Stay tuned.


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Donnerstag, 2. Februar 2017

Freiwillige Helfer für den NATO Song Contest in Kiew gesucht

Für den reibungslosen Ablauf des Eurovision Song Contest sind freiwillige Helfer mittlerweile unentbehrlich geworden. Sie unterstützen die internationalen Delegationen, kümmern sich um den reibungslosen Transport der Mitarbeiter und Gäste und helfen Fans und Journalisten, die aus verschiedenen Ländern angereist sind. 

Gesucht werden insbesondere junge motivierte Menschen mit Ortskenntnissen und möglichst guten Englisch-Kenntnissen. Erinnert sich jemand an die Ausschreibungen anlässlich des ESC in Düsseldorf 2011?

Düsseldorf sucht Freiwillige   
Presseportal NDR – Suchen Freiwillige  

Entlohnt werden sie nicht, aber für die Zeit ihrer Tätigkeit sind sie versichert und haben das Vergnügen, mit Journalisten, Stars und zahlreichen Fans aus allen Teilnehmerländern zusammen zu treffen und zu feiern. 

In der Ukraine wurde die Ausschreibung für den Freiwilligen-Dienst pervertiert 
"Citizens from 17 countries apply to volunteer at Eurovision 2017" heisst es bei ihnen. Anstatt vor Ort zu suchen, haben sie also eine weltweite Auschreibung gemacht und prahlen nun mit Bewerbungen aus 17 Ländern: „We have received applications not only from neighbouring European countries but also from Australia, the United States, the United Arab Emirates and the Republic of Korea.“ Was die Sprachkenntnisse betrifft: "The list includes people who speak Swahili, Hindi, Indonesian and Arabic to name just a few."

  • Wofür eine weltweite Ausschreibung? 
  • Wieso beschränkt man sich nicht auf junge Ukrainer, die zumindest Land, Leute und Kiew kennen und also über Ortskenntnisse verfügen? 
  • Wieso Menschen aus aller Herren Länder, die erst noch (hoffentlich) überprüft und in Ortskenntnisse geschult werden müssen? 
  • Wozu brauchen ausländische Touristen in Kiew Beratung in Hindi, Swahili oder Arabisch? 
  • Werden diese freiwilligen Berater aus fernen Ländern in der Ukraine finanziert und versichert? 
  • Hat die Ukraine plötzlich zu viel Geld? 

Fragen über Fragen… 



Seitdem nachgewiesen ist, dass sich vor allem die NATO für den Sieg der Ukraine stark gemacht hat, ist Vorsicht geboten. 

  • Ist diese weltweite Ausschreibung auf die Interessen der NATO zurückzuführen?
  • Sind diese ortsunkundigen Helfer überhaupt „Volunteers“ im ursprünglichen Sinn?
  • Oder sind es vielmehr Militärs?
  • Ausländische Agenten?
  • Mitglieder dubioser, von George Soros finanzierter NGOs?
  • Oder Journalisten „mit besonderen Aufgaben“? 

Besonders misstrauisch macht es mich, dass die westlichen Qualitätsmedien mit keiner Silbe auf diese Dubiosität eingehen.


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