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Donnerstag, 13. Oktober 2016

Teil 4: Musik und Militär – Konfektionierte Profile von Stars und Publikum wirken wie psychologische Kriegsführung

Publikum und Juroren voten und voten und voten… Dabei ist das Angebot stets auf Widersprüchlichkeit und Konflikt angelegt, verkauft wird es als Spannung und Unterhaltung. Ständig wird den Beteiligten eine Doppelmoral abverlangt, der ein künstliches Freund-Feindschema zugrunde liegt und das beständig zur Positionierung zwingt. Dieser dauernde Zwang macht freies und selbstbestimmtes Entscheiden unmöglich. 

Castings, Conteste. Awards, Wettbüros, Vorentscheidungen, Umentscheidungen, Nachentscheidungen, Votings, Ratings, Rankings, Hitraten, Charts… und jede Menge Fotos und Clips. Mit leicht manipulierbaren Elementen werden Erfolgs- und Niederlagen-Profile am Schreibtisch kreiert. Erschwindelte Zahlen und Rankings ersparen dem Monopolisten Risiken, Fantasie und Argumente. 

Stromlinienförmige Ergebnisse und Meinungen erwecken den Eindruck eines Erziehungsprogramms
Diesem Programm liegt eine normierende Überbetonung von unüberprüfbaren Zahlen zugrunde, die wiederum kulturelle Maßstäbe, psychologische Wahrnehmungen und sprachliche Differenzierungen auf Dauer zerstören dürften. 

Konfektionierte Star-Profile 
Genau wie die inszenierten Regelbrüche und abgesprochenen Ergebnisse sind auch die konfektionierten Star-Profile polarisierend angelegt. Dass die Rezeptionsmuster von der Industrie stets mitgeliefert werden beweist, dass das Publikumsverhalten vorbestimmt werden soll. Naive Promotion vervielfacht daraufhin den Widerspruch meist auffallend kindlicher Star-Attribute mit brutalen Anforderungen an die Positionierung des Publikums. 3 markante Beispiele:
  • Siegerin Jamala „emotionalisiert“ als kleine Enkelin mittels Erinnerung an das Opfer der krimtatarischen Großmutter, gleichzeitig ist sie aggressive Herausforderin der Weltmacht Russland.
  • Sieger/in Conchita Wurst wirkt mit Muttis Abendkleid, Perücke und Kaffeesatz im Gesicht wie ein Karnevals-Flegel, gleichzeitig steht er/sie für domestizierten Männerkult und zersetzende Gender-Konzepte der US-Umsturzgruppen. (Soros) 
  • Siegerin Lena Meyer-Landruts Gesangs-Erfolg besteht ausgerechnet darin, dass sie nicht singen kann. Über diese als „Natürlichkeit“ vermarktete Regression muss das überrumpelte Publikum bis heute Erstaunen und Begeisterung vortäuschen. 
Konfektionierte Kritik mittels aggressiver Social Media Kampagnen 
Der groteske Widerspruch zwischen vordergründig unschuldigen Popstars und eingefädelter Niedertracht wird gezielt lanciert. Bevor sich aber Unbehagen, Unzufriedenheit und Kritik verbal artikulieren können, wird kontrolliert, angegriffen, eingeschüchtert, gelenkt oder gelöscht. Dies wurde beispielhaft durchgeführt bei der Meyer-Landrut-Kampagne in 2010 und 2011, bei der Hasskampagne gegen Aserbaidschan in 2011 und 2012 sowie bei der Conchita-Wurst-Kampagne in 2013 und 2014. Mit den verborgenen wirtschaftlichen und organisatorischen Strukturen sind auch die Drahtzieher dieser brutalen und verfremdeten Musik-Promotion bis heute unsichtbar geblieben. 

Musikindustrie und Militär setzen auf den konfektionierten Anti-Musik-Fan 
Es gibt einen Vorzeigefan dieser Kommunikationsstrategie des Militainments, und das ist Anders Behring Breivik. Er ist der von der Industrie entworfene Anti-Musik-Fan, der sich nicht mehr für die Musik, für Inhalte oder die Credebility der Musiker interessiert, sondern sich wie Millionen Zuschauer an ein inhaltsleeres TV-Format mit Casting-Marathone, autoritätsfixierter Jury, Votings, Ratings und Rankings binden und lenken lässt: Music is crap. 

Er begründet seine Morde u. a. mit Missständen bei diesem TV-Format und beweist damit, dass er auf alle Narrative hereingefallen ist und wunschgemäß ein Freund-Feind-Schema, Chauvinismus, Rassismus, Vorurteile und den Menschenhass total verinnerlicht hat. Dass er sein Unbehagen nicht mehr verbal zu artikulieren wusste und sich ausschließlich von Militärs die Welt erklären lassen muss, hatte verhängnisvolle Folgen. 

Dass Breiviks unzivile Haltung im Grunde erwünscht ist, beweist das komplizenhafte Schweigen des Westens zu ihrem Vorzeige-Fan bei gleichzeitigem Hofieren schwuler aggressiver Buhrufer. Dieses paradoxe Verhalten ist Gradmesser für Erpressbarkeit und Desinformation in der westlichen Werte-Gesellschaft.


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Donnerstag, 25. August 2016

Bandera, Nazis und Rechter Sektor in Ukraine mit schwulem ESC vereinbar?

Offiziell werden Jamalas Konzerte vor ukrainischen Nazis und Bandera-Anhängern in westlichen Medien verschwiegen - Ausnahme die Webseite DKP queer - und in russischen Medien als "bedenklich" und im Widerspruch zum Eurovision Song Contest gesehen. Unter dem Gesichtspunkt des Militainment ist die Zusammenführung dieser Gruppen eine logische Folge. 

Zur Militarisierung der Gesellschaft braucht es einen domestizierten Männerkult, und der ist bei Nazis wie auch bei Schwulen gegeben. 

Der ESC ist perfektes Militainment 
Gleichförmige anglo-amerikanische Songs unterscheiden sich nur noch durch die jeweilig hochgehaltene Länderflagge, der Musikwettbewerb wurde zum Länderwettbewerb. Das ständige Heraufbeschwören eines Ost-Westkonfliktes baut auf eine militärorientierte Ideologie. Die Anhäufung von 8 südosteuropäischen Siegen innerhalb von 10 Jahren (von 2001 bis 2011 Estland, Lettland, Türkei, Ukraine, Griechenland, Serbien, Russland, Aserbaidschan) sowie die Androhung weiterer osteuropäischer Siege weisen auf geopolitische Strategien hin. 

Seit 2016 ist belegt, dass das Militär beim ESC die Fäden zieht 
Die Sängerin Jamala wurde nicht nur vom amerikanischen Universal Music, sondern offensichtlich auch von der NATO profiled. Aber auch der Vereinspräsident des ukrainischen Ablegers des weltweit organisierten Fanclubs OGAE, der ukrainischstämmige Paul Hrosul aus Deutschland, gehörte zu den engsten Beratern der Sängerin. Dies legt eine Kooperation zwischen Musikindustrie, NATO und - vordergründig naiven – schwulen Fanclubs nahe. Bei dem Lied „1944“ und dem Sieg der Ukraine geht es wiederum um geo-politische Interessen, nämlich Russland provozieren und ins schlechte Licht rücken. Aber es geht auch um  

Psychologische Kriegsführung gegen den Westen
Die Strategie des Militärs setzt auf Umschmeichelung, Entprofessionalisierung, Infantilisierung und Emotionalisierung. Aber auch Werte wie Emanzipation und Toleranz werden ins Gegenteil moduliert.  

Seit Jahren versuche ich in einem Dossier "Instrumentalisierte Kommunikation beim ESC" darzulegen, wie die Fanclubs mit dieser Strategie für militärische Interessen zu Supportgruppen gemacht wurden. Seit 2014 ist der militärische Einfluss durch medial inszenierte Buhrufe gegen Russland während des Finales kein Geheimnis mehr, nur wird dieser Einfluss eben von einem umfassend entprofessionalisierten und zunehmend chauvinistischen Journalismus verschwiegen.

Männer umschmeicheln, Frauenhass anfeuern
In westlichen Medien werden die lauten Schmähungen russischer Beiträge als Betroffenheitsäußerungen gekränkter schwuler Schlagerfans gerechtfertigt und als Gaudi „toleriert“. Wer aufmerksam liest und hört wird feststellen, dass nicht allgemein Russen, sondern speziell russische Frauen von der inszenierten Missbilligung betroffen sind, vor allem 2014 und 2015. 2014 wurden die Schmähungen dermaßen auf die Spitze getrieben, dass die jungen russischen Tolmachevy-Zwillinge in Tränen ausbrachen. Gleichzeitig durften Schwule medial zelebrieren, dass mit Conchita Wurst Männer die besseren Frauen sind. Ein Fanclub-Artikel im Vereinsheft der OGAE berichtete zum Schicksal der 2015 zweitplatzierten Sängerin Polina Gagarina, dass sie aufgrund russischer Diktatur "seit dem ESC 2015 unter massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Klinikaufenthalten und einer gebrochenen Persönlichkeit leide." Belegt wird dies nicht, stattdessen scheint sich der Fan an seinen ausgedachten Fabulierungen zum erbärmlichen Schicksal einer russischen Sängerin zu ergötzen.

Männer in die Nähe gefügiger Kleinkinder rücken

Stefonknee Wolschtt is a transgender
woman who has come out
as a six-year-old girl
Wie ferner aus einem Artikel aus Russia Insider zu entnehmen ist, lässt man in der westlichen Wertegesellschaft Männer mittlerweile sogar um die Rolle als Kinder buhlen. Hat jemals ein westlicher Intellektueller darüber nachgedacht, dass mit dem Nachgeäffe die Würde von Kinder und Frauen angegriffen wird?
 

Dieser dubiose Männerkult wird der Offenen Gesellschaft subsumiert und als Freiheit gefeiert. Auch der unbotmäßige Hype Grüner Politiker um Karnevalsprofile wie Conchita Wurst trägt Züge von Idiokratie. Zur Erinnerung: Dieser Hype begann bereits 2013 mit politischen Provokationen gegen Weissrussland und muss dementsprechend unter dem Gesichtspunkt militärischer und geheimdienstlicher Interessen gesehen werden. Daraus lässt sich folgern:

Hinter dem Vorwand des medial inszenierten Hasses auf Nicht-Nato-Länder wird mittels einer militärisch motivierten Schwulenpropaganda Männerkult, Rassismus, Chauvinismus, Frauenhass und Verblödung zum Mainstream-Spaß befestigt.

Wenn ich das Denkmuster der neoliberalen Spaßgesellschaft als pervertierte Religion einstufe, sehe ich Parallelen zur Verdrängung von Frauen und Kinder in der Öffentlichkeit, zur Autoritätsverschiebung und zum Männerkult innerhalb der islamischen oder anderen ultra-orthodoxen Gesellschaften, Parallelen zum Aufbau der Taliban und zum IS.  

Als ich der OGAE 1996 beitrat war alles noch anders. Heute frage ich mich: Wie konnten in aufgeklärten Ländern West-Europas aus ehemals charmanten und selbstbestimmten Schwulengruppen in 20 Jahren ferngesteuerte Chauvinisten, Rassisten und Frauenhasser gemacht werden?


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Donnerstag, 9. Juni 2016

Komplizen des Verbrechens – EBU und ihre Verbündeten

Dass die EBU die eigenen Regeln bricht um eine ukrainische Neonazi-Ikone zum Sieg zu verhelfen und daraufhin einen ESC 2017 in der zerrütteten Ukraine überhaupt in Erwägung zieht, macht sie schon jetzt für alles verantwortlich, was in diesem Zusammenhang von nun an an Kosten, Stress und Unheil auf uns zukommen. 

Die Situation in der Ukraine zusammengefasst:  "The difference between Ukraine in 2013 and 2016, however, is two years of war, nearly 10,000 casualties, and over 2 million refugees and internally displaced persons. Ukraine is flooded with weapons, has a hostile population in the southeastern regions, a disillusioned military, an economy fresh from teetering on the brink of collapse, and, most importantly, heavily armed battalions of far-right fighters. Another uprising is likely to push the country toward disintegration.“

Solange Vorfälle um MH17 sowie Maidan-Morde nicht geklärt sind, kann man nicht von Normalität sprechen. Zu welchem Zweck möchte man nun also das Wagnis weiterer „ungeklärter“ Vorfälle eingehen? Machen wir uns nichts vor: 

Wenn Militärs einen ESC-Sieg der Ukraine geplant haben, führen sie etwas im Schilde 
Und sie haben ihn nachweislich geplant. Mit 3 Blogtexten über


hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass der ukrainische Beitrag auf Konfrontation setzt, künstlich aufgebauscht und sein Sieg eingefädelt wird. Auch das ist belegt:
Die NATO will im Rückgriff auf den Eurovision Song Contest in West-Europa Stimmung und Akzeptanz für Krieg herstellen 
Auch das ist nicht neu. Die unnötig aufgeblasene Las-Vegas-Show, ihr dubioses Regelwerk und die straffe Organisation mit den seit 20 Jahren immer gleichen Protagonisten (vor allem in Deutschland und Schweden) sind seit 1998 danach ausgerichtet. Davon berichte ich seit Jahren


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Sonntag, 22. Mai 2016

Die Doppelmoral der EBU

Der Sieg der Ukraine beim ESC hat endgültig 1 meiner Annahmen bestätigt: Die Siege folgen einem Kalkül. 

Neu sind die kalkulierten Siege nicht Zwischen 2001 bis 2011 ließ man 8 süd-osteuropäische Länder gewinnen (Estland, Lettland, Türkei, Ukraine, Griechenland, Serbien, Russland, Aserbaidschan) gleichzeitig brachte man die westeuropäischen Verlierer gegen diese Länder auf, indem man deren Siege als nicht gerechtfertigt interpretierte. Passend dazu fordern Deutschland und Schweden immer wieder Boykotte gegen Nicht-Nato-Länder wegen deren angeblicher Schwulenfeindlichkeit. Darin steckt eine geopolitische Strategie. Dazu passt:

Jamala wurde mit Unterstützung der NATO aufgebaut – und die EBU deckelt dies  
Regelbruch Nr. 1: Man hat aus ihrem Repertoire ein Lied ausgesucht, dass die politisch-militiärische Funktion (Inhalte und Personen sind austauschbar) der Aggression erfüllt.

Regelbruch Nr. 2: Das Lied wurde nachweislich zu früh, nämlich schon im Mai 2015 veröffentlicht. Dass das Beweis-Video auf youtube entfernt wurde, macht es nicht besser.

Regelbruch Nr. 3: Das Lied ist von einem tatarischen Folklorelied kopiert.

Regelbruch Nr. 4: Mit einer diskriminierenden Vorentscheidung (in der nur der Konkurrent SunSay wg Vorveröffentlichung disqualifiziert wurde) kreierte man um diesen Beitrag bereits Wochen vor dem ESC eine Medienkampagne. Wenn dann auch noch die eingefädelte Konfrontation mit Russland ausgerechnet durch die neu eingeführte Votingpräsentation seine „spannende“ Krönung findet, ist das nicht Zufall oder meine Hellseherei sondern Kalkül.

Auch die Kommunikation der ESC-Multiplikatoren folgt diesem politischen Kalkül: Jamalas Lied „1944“ wird vor und nach dem ESC von Konsumenten und ESC-Fans ignoriert, weil es „Ohrenkrebs verursache“. Mit Beginn der Proben bis zum Finale änderten sich die Geschmäcker um 180 Grad, nun hieß es: 

Jamalas Lied ist ein Meisterwerk, weil es „den Russen so herrlich in die Fresse tritt“
Zum einen weisen die Eurovisonschefs samt ihrer gelenkten Konsumtengruppen sprich Fans mit moralisch erhobenem Zeigefinger ständig auf ihr ESC-Regelwerk, 
gleichzeitig verteidigen sie den Sieg des ukrainischen Beitrags, der gleich 4 mal mit diesen Regeln bricht.



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Montag, 16. Mai 2016

Ukraine gewinnt den ESC 2016 - Fuck the EU

Seit Wochen beschreibe ich die Strategie, wie beim ESC – unter Beobachtung der USA - ein künstlicher Konflikt zwischen Russland und Ukraine vorbereitet wird, bei dem die Europäer nur verlieren können. Nach Scharfmacherei mit Mitteln der Musikpromotion haben sich im ESC-Finale die antirussischen (pro-amerikanischen) Kräfte in der EBU-Familie klar positioniert und für die Ukraine gestimmt. Dass Russland nicht gewinnen würde, war klar. Dass man aber stattdessen ein am Tropf hängendes, krisengeschütteltes, erpressbares Land wie der Ukraine den Sieg zuschustert, schlägt dem Fass den Boden aus. 

Es ist offensichtlich, dass die Arbeit von Politikern zu politischen Lösungen für die Ukraine mal wieder von EBU-Mitarbeitern, chauvinistischen schwulen Männerbünden, Jury-Experten, erpressbaren EU-Polit-Vagabunden und Lügenpresse untergraben wird. Es ist mir unverständlich, dass diese Gruppen jahrelang unbehelligt ihr Unwesen treiben können, ohne dass die angegriffenen Länder sie endlich mal auffliegen lassen. 

Mehr „Fuck The EU“ geht kaum noch 
Ukraines ESC-Sieg in 2004, Orangene Revolution, Junior Eurovision 2013, Maidan… Immer das gleiche Drehbuch, immer die gleiche Stoßrichtung, immer die gleichen Protagonisten, immer die gleichen Sprechblasen. Bislang hatte Russland vernünftigerweise die Füße still gehalten. Sollte sich an dieser Haltung nichts ändern, hat man sich über die Ukraine nun die Möglichkeit für weitere Provokationen geschaffen. 

In den nächsten 2 Wochen wird man bemüht sein, Ultimaten zu stellen und „Inhalte“ zu kreieren, die dann 1 Jahr lang wiedergekaut werden können. Beispiel: Russland wird zur nächsten Eurovision ausgeladen, der nächste Contest soll auf der Krim stattfinden usw. Aber es geht nicht um Inhalte, untersucht werden müssen Strukturen und Strategien. 

Kein politischer Song – nur schwuler Spaß für Krimtataren? 
Natürlich lassen sich wieder die Grünen als Erste vor diesen irren ESC-Karren spannen: Rebecca Harms, auf Twitter am 15.05.2016 12:00 Uhr: "I am so glad for her & #Crimea. We will soon invite her to #Brussels. @jamala @Hromadske @EuromaidanPR @annakoj 

Sie werden Jamala - wie zuvor Conchita – am Nasenring durchs EU-Parlament ziehen, um Stimmung gegen Russland und weitere Finanzspritzen für die Ukraine locker zu machen. Und als wäre es das einzige Ziel des Maidan und Traum der Krimtataren, wird man uns nun 1 Jahr lang mit dem Gelaber der Offenen Spaßgesellschaft und der Schwulenfreundlichkeit der Ukraine in den Ohren liegen.


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Sonntag, 28. Februar 2016

Eurovision Song Contest: Brüskierung Russlands durch Ukraine gerät ins Stocken

Am 16.02.2016 sagte ich bereits den VE-Sieg Jamalas am 21.02.2016 begründet voraus. Bis dahin lief die Kampagne wie geplant. Seit einer Woche stockt sie. Wenn Russland weiterhin die Füße still hält, wenn es partout keine russische „Aktivistengruppe“ gibt, die im Namen Putins auf Singverbot besteht, wird die ukrainische ESC-Delegation in ihrem provokanten Polit-Song noch mal nachlegen müssen. 

Das Sensationelle an Jamalas Beitrag „1944“
ist derzeit, dass es - im Gegensatz zu vorangegangenen Hasskampagnen – keine gegnerische Gruppe gibt, die sich verteidigt. Die Promotion dümpelt auf kleiner Flamme durch Wiederholungen in den westlichen Mainstream-Medien sowie durch ein paar sensationslüsterne „ESC-Fans“ in den Social-Media-Gruppen vor sich hin. Dass die ukrainische 

VE durchgehend simultan ins Englische übersetzt und – wie Ruslana hervorhob – von den Amerikanern überwacht
wurde, berichten die Medien nicht. Dass es sich um eine konzertierte Aktion handeln könnte, auch nicht. Nur das Neue Deutschland zitiert einen Tweet vom Vorentscheidungsabend: „Schicken Sie 4 auf die Nummer 7766, schrieb kein geringerer als Swjatoslaw Zegolko, Pressesprecher des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, am vergangenen Sonntagabend auf Twitter“ heisst es dort.

Sensationsmeldung aus Ukraine erst nach der Siegerverkündung 
Brav wird Jamalas VE-Sieg als faires Wahlergebnis einer dramatischen Show und als Wille der Ukrainer dargestellt. Es wäre interessant zu erfahren, wie viele der Schreiber sich die VE überhaupt angesehen haben. Für nur 6 Songs dauerte die Show wegen zähen Streitereien 4 ½ Stunden. Dass neben Gesinnungsfragen die Regelwidrigkeit einiger Songs erst im Finale kritisiert wurde, wollte die Pseudo-Konkurrenz natürlich nicht einsehen. Erst nun schienen sie zu bemerken, dass sie nur als Wettbewerbs-Füllstoff dienten, damit die Beliebtheit einer Jamala vorgetäuscht werden kann. 

Deutsche Medien berichten einseitig, tendenziös und unvollständig 
Focus online schreibt einen Tag später über den Seitenhieb gegen Putins Territorialhunger 

Spiegel-Online hebt die politische Sprengkraft des Songs hervor, da die Krim vor zwei Jahren von Russland annektiert wurde  

Auch der Stern sieht in der „Wahl“ einen Affront gegen Putin.  

Alle thematisieren den potenziellen Regelbruch, leiten daraus aber keine Konsequenzen ab
Da Russland nicht reagiert, wird der erwartete russische Protest schon mal vorweggenommen. Stern befürchtet einen möglichen Ausschluss der Ukraine, auch der Tagesspiegel erinnert daran, dass Lieder mit politischem Inhalt beim ESC nicht erwünscht seien.  

Der DLF verliert jede journalistische Distanz. Er identifiziert sich vollständig mit Sängerin und ihrer Polit-Botschaft, lobt einerseits das hochbrisante Lied einer Frau, die andrerseits „eigentlich“ gar keine Politik machen möchte, als würde sie mit 70 Jahren Verspätung nur Gottes Plan durchführen. Weiterhin wird der Patriotismus der Ukrainer hervorgehoben, man will von Krimtataren gelesen haben, die das Lied auf „besetzter“ Krim im Cafe den ganzen Tag rauf und runter hören.  

Ungeduldig legt die DW etwas später nach mit einem Jamala-Zitat: "Keine Politik in meinem ESC-Lied" und wiederholt das bereits Bekannte.  

Seitdem wird nur noch wiederholt, ich erspare mir weitere Aufzählungen. Aber wo ist die Verteidigung, die Beschwerde, die Forderung nach Verbot? Ich musste lange suchen, um auf 2 Statements zu stoßen: 

Ein lesenswerter Text vom 23.02.16 zitiert Ruslan Baalbek, Deputy Prime Minister of the Republic of Crimea: „They want to exploit the tragedy of the Crimean Tatars to impose the European public a forced image of alleged persecution of members of this community in the Russian Crimea.  

Am 24.02.16 berichtet die Moscow Times, dass „first deputy chairman of the Duma Committee on Information Policy Vadim Dengin has said he hopes Eurovision will not allow Jamal to compete with the song, which could add a political edge to the May competition.“ 

Euronews stellt die Provokation schließlich in eine Linie mit gleichen Kampagnen aus den Vorjahren 
  • Georgien provozierte 2009 Russland
  • die Conchita-Wurst Kampagne war 2014 zunächst auf Weissrussland und 2015 auf Russland gerichtet.
  • Man kann den Vorwurf der Schwulenfeindlichkeit gegen die Serben in 2008 und 
  • gegen die Russen in 2009, 
  • die deutsche Hasskampagne gegen Aserbaidschan in 2012 und 
  • den armenischen „Gedenksong“ aus 2015 gegen Aserbaidschan und Türkei noch hinzuzählen. 

Diese Kampagnen sind alle nach dem gleichen Muster gestrickt und zeigen die Handschrift Gene Sharps. Stets geht es um politische und geo-poltitische Interessen der Militärs, doch das wird dem Konsumenten verheimlicht. 

Die Aggressoren als Designer dieser Kampagnen kommen stets im Gewand der Opfer daher
und fordern mit einem Betroffenheitsszenario vom Konsumenten Unterwerfung. Mit dem ständigen Gefotzel soll sich der Konsument auch noch überlegen und gewitzt fühlen.

Was die Musik betrifft 
sind die Ukrainer dafür bekannt, dass sie aus Dreck musikalisches Gold machen können. Die überarbeitete Studioversion von Jamalas Beitrag klingt dementsprechend nicht übel, im Einheitsbrei des ESC dürfte es einer der wenigen interessanten Songs werden, der auch ohne provozierenden Inhalt punktet. Ich verstehe Musiker nicht, die sich inhaltlich so einseitig festlegen und instrumentalisieren lassen.  

Da fällt mir zu „1944“ eher Deutschland ein


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Dienstag, 16. Februar 2016

Ukraine führt vor, wo Instrumentalisierung des ESC durch Militärs hinführt

Die Ukraine wird am 21.02.2016 offiziell den Beitrag für den Eurovision Song Contest wählen, aber nach 2 durchsichtigen Vorentscheidungs-Shows ist unschwer zu erraten, wer die Vorentscheidung gewinnen soll: Jamala mit dem Song „1944“. Das Lied erinnert an die Deportation der Krimtataren durch Stalin 1944. Angesichts der Abspaltung der Krim von der Ukraine sowie der europaweiten Flüchtlings- und Vertriebenenkrise ein sehr spannungsgeladenes Thema. 

Polit-Beiträge in kommerziellen Wettbewerben sind Angriff auf Publikum und Jury
Dass das Betroffenheitslied einer „Tatarin“ in einem kommerziellen Wettbewerb zwischen Wegwerfmusik, abgefahrenen Frisuren, eigenwilligem Make-Up, Hebebühnen, Feuerwerk, Windmaschinen, Transvestiten-Trash, Klatsch und Tratsch zur Wahl gestellt wird, muss skeptisch machen. Genau wie beim Beitrag von Axel Diehl entscheidet auch hier die Funktion des Liedes als staatsnaher Wettbewerbsbeitrag über Verantwortlichkeiten und Absicht des Textes. 

Das Publikum der Tralala-Veranstaltung ist mit solchen Angriffen genauso überfordert wie mit den "beliebten" Eurovisions-Themen Homosexualität, Diktaturen, Energieversorgung, Voting-Betrügereien der Nicht-Nato-Länder, 2. Weltkrieg oder Genozid. Lied und Promotion sollen bei politischen Laien Betroffenheit einfordern, desinformieren, emotionalisieren, einschüchtern, spalten und zur Positionierung zwingen. Axel Diehl bringt das Wunschdenken der Militärs auf den Punkt: "Aus Angst wird Hass, aus Hass wird Krieg, bis hier alles explodiert und jeder den Verstand verliert“. 

Früher nannte man es Kulturimperialismus 
Bei solcher Fernsteuerung ist kein amerikanisches Genre abgegriffen genug, um nicht noch beim ESC als Ausdruck von Originalität gefeiert zu werden. So auch der von Jamala. Jamalas penetrantes Genäsel und ihre Exzentrik sollen als Ausdruck von R&B und Soul verkauft werden, was aber weder zur Tataren-Abstammung der Eltern, noch zur kirgisischen Herkunft der Sängerin oder zur ukrainischen Kultur passt. Es passt eben nur zu USA und NATO. 

Beworben wird der Beitrag bislang nur auf amerikanischen Propagandaseiten und von NGOs.

Ukraine' Crimea-Inspired Hit Tipped for Eurovision
Sevastopol authorities approve the idea of hosting Eurovision
Crimean Tatar singer hopes to take peoples tragedy to Eurovision
Jamala dedicates Eurovision Entry to Persecution of Crimean Tatars
Crimean Tatars: The Power of Lyrics
Women of Ukraine - Believe in Music


Die türkische Version von Euronews erklärt den Beitrag gar zum Stellvertreterbeitrag der Türkei, die selber gar nicht teilnimmt am ESC. Was für Allianzen! Warum wird der Beitrag nicht in Deutschland beworben? Dazu muss man sich die Vorentscheidung genauer anschauen.

Mit Schwulenpropaganda gewinnt man in der Ukraine keinen Blumentopf mehr 
Mit dem Markenzeichen Transvestit feierte der Ukrainer Andrej Danylko als Verka Serduchka seit 2007 seine Erfolge im Rahmen des ESC. Russland-Bashing war Teil seiner Inszenierung, womit er sich die Gunst der schwulen Eurovisions-Fans eroberte. Angeblich. 

Verka Serduchka scheint tot, denn in der Vorentscheidung tritt Andrej als Juror in normaler Kleidung auf. In der Ukraine gibt es seit dem Maidan keine Homosexualität mehr, und keinen Schwulen interessiert's. Es ist das demonstrative Totschweigen was mich zur Annahme verleitet, dass das Wegschauen genau wie die Hypes nur Ausdruck von Angst und erpresste Zugeständnisse vor den Militärs sind. Denn: 

Militärs haben den ESC und die schwulen Fans seit 20 Jahren fest in der Hand 
Die immer stärkere Betonung einer LÄNDER-Proflilierung und eines LÄNDER-Wettstreits und das Heraufbeschwören eines Ost-Westkonfliktes bauen auf eine militärorientierte Ideologie. Die Anhäufung von 8 südosteuropäischen Siegen innerhalb von 10 Jahren (von 2001 bis 2011 Estland, Lettland, Türkei, Ukraine, Griechenland, Serbien, Russland, Aserbaidschan) sowie die Androhung weiterer osteuropäischer Siege weisen auf geopolitische Strategien hin; zufälligerweise werden stets Konfliktzonen erzeugt. Offensichtlich haben Militärstrategen den Mix von Mainstream-Gaga, europäischem LÄNDER-Wettstreit und Erpressbarkeit europäischer Promis für sich entdeckt. 

Tendenziell tritt beim ESC (neben Vorbild Schweden, das die Aufgabe hat, gelenkte Konsumentengruppen zu binden, s. Text Georgien 2013) nur noch das amerikanische Universal Music gegen Universal Music gegen Universal Music an... Very Exciting! Um so grotesker ihre inszenierten „Wettbewerbe“

Wettbewerbe, Votings und Rankings sind eine Farce, um Zustimmung und Beliebtheit vorzutäuschen 
Der von Anfang an gefeierten Siegerin Jamala stellte man in 2 Vorrunden eine schwache Konkurrenz zur Seite, die von den Juroren dementsprechend als ungeeignet disqualifiziert werden konnten. Aber warum solche Laien überhaupt in die Show holen? Im 2. Semi durften sogar 3 Beiträge als Füllstoff teilnehmen, die offensichtlich regelwidrig waren (veröffentlicht vor dem 01.09.2015)! Bei ernst zu nehmender Konkurrenz wie z. B. Victoria Petryk ließen die Juroren ungewollt die Farce platzen. Ausgerechnet JESC-Siegerin Petryk wurde lächerlich gemacht, weil sie an Musik-Wettbewerben teilnimmt. Möglicherweise ist die Lächerlichkeit der ukrainischen Juroren auch ESC-Fans in Süd-Afrika aufgefallen, denn sie haben deren Äußerungen auf ihrer Facebookseite dokumentiert

Wo immer ESC-Siegerin Ruslana auftritt sind Zweifel berechtigt 
Neben Verka Serduchka und dem Georgier Konstantin Meladze gehört auch Ruslana zu den Juroren. Bekannt wurde sie durch den Eurovisionssieg 2004, also einige Monate vor der Farbrevolution. 2012 hatte die Ukraine den Junior ESC gewonnen, während der Ausrichtung im November 2013 kochte es auf dem Maidan. Um ihrem Maidan-Eifer in 2013 eine überproportionale Gewichtung zu verleihen, wollte Ruslana den damals zeitgleich stattfindenden Junior Eurovision Song Contest in Kiew demonstrativ platzen lassen. Sie drohte mit Selbstverbrennung. Für ihren Maidan-Einsatz erhielt sie schließlich von der USA einen Preis, und der verpflichtet. 2014 schon konnte sie ihre Arbeit für die EU in Brüssel schön mit ihrem Einsatz als Jurorin bei der belgischen(!) Vorentscheidung kombinieren. Ich befürchte, je mehr sich die Ukraine als Loser-Staat herausstellt, desto marktschreierischer wird Ruslana auf allen europäischen Hochzeiten tanzen (müssen).


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Mittwoch, 20. April 2011

Gedenkminuten für die ausgeschiedenen Favoriten

... denn dieses Jahr wird es wieder vielfach piefig. Auf Fanportalen liest man genauso wie schon im Vorjahr einstimmig Äußerungen über enttäuschte Erwartungen: Zu viele Musikstücke seien mittelmäßig, 1000x gehört. Erst recht stellen sich Zweifel ein, wenn man die Vorentscheidungen anderer Länder mitverfolgte. Erfolgreiche Musiker und ansprechende Stücke wurden weggekickt, stattdessen "gewannen" unbekannte Superstars oder Ladenhüter, Retrostücke und Spartenmusik - dieses Jahr zum Trost immerhin mit sehr guten Musikern, aber welcher TV-Zuschauer wird das während der 3-Minuten-Auftritte überhaupt registrieren? Fazit: Zu viele der Lieder würde wohl kaum jemand freiwillig hören oder gar kaufen.

Selbst wenn das Zufall sein sollte, möchte ich der TV-Piefigkeit zwei Vorschläge machen.

1. Die Koppelung von ESC-Sieg mit der Ausrichtung des Contestes im Folgejahr für probeweise 3 Jahre aufheben.
2. Die Jury wieder abschaffen

Zu 1) Der ESC-Sieg ist mit der Verpflichtung verknüpft, den Contest im Folgejahr auszurichten. Diese Verpflichtung scheint viele Länder abzuschrecken, da ihnen wohl das Geld, die Infrastruktur oder Zeit und Lust für ein solches riesiges Event fehlen, deswegen schicken sie möglicherweise chancenlose Beiträge ins Rennen. Ich finde, man sollte das jeweilige Gastgeberland (mit entprechenden finanziellen Anreizen) vorher festlegen und erhoffe mir davon, dass dann alle Länder unbefangen ihr Bestes geben.

zu 2) 2008 wurden die "Experten-Jurys" wiedereingeführt- Die Bezeichnung deutet an, dass musikalische Innovationen auf den Weg gebracht werden sollen, was aber in den letzten 3 Jahren nicht unbedingt der Fall war.
Die westeuropäischen Länder gewinnen nun zwar, aber dafür werden die übrigen 42 Beiträge nachweislich immer mehr zum Einheitsbrei in englischer Sprache. (Meines Wissens ist das differenzierte Ergebnis vom letzten Jahr immer noch nicht veröffentlicht worden.)

Der Song-Contest-Sieg als PR-Geck
Dass beim alltäglichen Spiel von Angebot und Nachfrage die 5 Juroren pro Land 50% der Wertung mitbestimmten, finde ich schon deswegen unlogisch, weil die Jury doch gar nichts kauft. Ich habe eher den Verdacht, dass sie verkaufen will, nämlich genau die Musik und die unbekannten Sternchen, die sich auf dem freien Markt nur nach langer Aufbauphase und mit aufwändigem Marketing verkaufen würden, wenn überhaupt.

Schwedens Strategen tricksen sogar jedes Voting aus
Schweden bastelt sich regelrechte Schein-Kartelle zurecht, lässt seine immer gleichen Leute in alle Länder strömen und beliefert alle Länder mit immergleichen ESC-Produktionen nach dem Motto: Lieber wegtrampeln und verdrängen statt fairer Wettbewerb. Darauf haben sich dieses Jahr immerhin Russland und Aserbaidschan eingelassen. Und diese Strategie fährt Raab dieses Jahr auch im Inland.

Grund zum Ärgern?
Ja und Nein.
Für den Hardcore-ESC-Fan ist der Sieg nur ein Teil des ESC-Kultes. Manchmal können sogar Kandidaten mit 0 Punkten größeren Kultstatus bekommen als ein fader Sieger. Insofern kann man sich die Marktschreierei und (Un)Social-Media-Kampagnen auch stecken.
Manche in den Vorentscheidungen gescheiterte Kandidaten tauchen jahrelang in Quizfragen und anderen Musik-Spielen als Geheimfavoriten wieder auf. In diesem Sinne möchte ich 4 Beiträge würdigen, die ich gerne in Düsseldorf erlebt hätte. Und hier darf ich mir vollkommen sicher sein: Nicht nur ich!

Lettland hätte uns süchtig machen können nach Banjos

Der Interpret Lauris Reiniks ist seit vielen Jahren als erfolgreicher Sänger, Songwriter und Schauspieler im Geschäft. Er hat bereits 6 Alben veröffentlicht, als Sänger und Komponist zahlreiche Awards gewonnen. Sein eingängiges "Banjo Laura" wäre ein guter ESC-Sommerhit geworden. Platz 2 in der Vorentscheidung.






Estland hätte uns mit Hoppe Hoppe Reiter
den Kopf verdrehen können
Auch die aus Estland stammende Gyrcelea-Ithaka-Maria Rahula – kurz Ithaka Maria – ist seit Jahren als Solistin sowie auch als Leadsängerin in diversen Bands unterwegs. Schon des öfteren an der estnischen Vorentscheitung teilgenommen, hatte sie auch dieses Jahr wieder Pech. Als eine Mischung zwischen Lady Gaga und Shakira hätte sie mit dem Titel Hopa'Pa Rei – in spannender Erwartung vorweg als Hoppe Reiter zum Favoriten avanciert - dem Publikum gehörig eingeheizt. Platz 2 in der Vorentscheidung.






Österreich quetschte die Luftquetsch'n

Ein Partyknüller für Jung und Alt - europaweit. Die schon im Vorfeld in Österreich absolut erfolgreichen Trackshittaz wären mit "Oida Taunz" der Knaller des Abends geworden... Platz 2 in der Vorentscheidung.






Jamala's Smile hätte Europa geweckt

"You can go to Moscow, You can go to Oslo, It's no matter where you are, Shorten distance, baby

And you'll feel much better, For you know that Love can start - With a SMILE... Just SMILE..."

Im ukrainischen Beitrag der Fanfavoritin Jamala hörte ich die Jury-Verarsche heraus, denn die seit 2004 originellen und erfolgreichen Ukrainer haben bei der "Experten-Jury" kein Gehör mehr gefunden. Und so sind sie seit 2008 zu den letzten Austragungsorten Moskau und Oslo nur noch gefahren um zu lächeln. Nach Deutschland wäre Jamala mit einem völlig veralteten amerikanischen Musical-Stil mit Jodeleinlage gekommen, sodass es am Schluss mit der charismatischen Interpretin doch wieder echt ukrainisch gewirkt hätte - nämlich genial. Die Ukrainer sind bereits im September 2010 enthusiastisch mit ihrer Vorentscheidung angefangen, die dann aber irgendwann im Sande verlief. Nach einem kleinen Skandälchen wird die Ukraine nun mit einer piefigen Ballade vertreten, lt. Aussage der Interpretin mit Unterstützung aus den USA. Da wäre Jamala origineller gewesen.