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Freitag, 20. Mai 2022

Eurovision 2022 – Der alte Westen ist der neue Osten


Wie bereits im Rahmen der Orangenen Revolution 2004 und 2016 in Folge des Euromaidan gewann die Ukraine 2022 – nun anläßlich des Russland-Ukraine-Krieges - am 14./15. Mai 2022 zum 3. Mal den Eurovision Song Contest. 

  

 

 

Wochenlang wurde ihr ESC-Sieg in Medien, Politik und Wettquoten vorhergesagt, gewonnen hätten sie selbst dann, wenn sie gar nicht angetreten wären. Die Sendung wurde zur Propagandashow mit rigider Verhaltenskontrolle bei der Abstimmung, der Musikgeschmack musste der Gesinnung weichen. Man nennt es Wettbewerb. 

 

Der Wettkampf gegen die Freiheit 

 

39 Länder wurden als Füllstoff vorgeführt, das Publikum hat sich mit Eintrittskarten und Telefonanrufen kostenpflichtig zu Komplizen machen lassen. Angeblich bekam die Ukraine vom TV-Publikum 439 Punkte, d. h., dass 36 von 39 Ländern – also 93% - die höchste Punktzahl gegeben haben.* Das toppt alles, was man zu Wahlergebnissen über Mao, Nordkorea, SED, ZK etc. jemals gelesen hat. Die übrigen 7% bekamen eins übergebraten. Beispiel Österreich: 

 

ORF-Skandal:Null Punkte für Ukraine "[…] Ganz Europa feiert die Ukraine beim Song Contest. Nur Österreichs „Fachjury“ zeigte kein Herz: 0 Punkte […]“. Daraufhin werden die Abtrünnigen namentlich genannt, 5 MusikerInnen, „fünf Juroren ohne Herz. Sie haben die Vision rund um die Ukraine nicht erkannt. Sie stellten den persönlichen Musikgeschmack vor den Friedensgedanken."

 

Die ukrainische Band gab nach ihrem Auftritt ein politisches Statement ab, das bis dahin zur Disqualifizierung geführt hätte. Es wurde nicht einmal angemahnt. Dass stattdessen die Abstimmungsergebnisse von Juroren aus 5 Ländern wegen angeblicher Unstimmigkeiten für ungültig erklärt und durch ein automatisch errechnetes Ergebnis ersetzt wurden, wirkt wie ein Ablenkungsmanöver.

 

In sozialen Medien verbreitete Fotos und Clips zeigten ein ukrainisches Bandmitglied, das sich im Bühnenabgang mit uns zugekehrtem Rücken mit Hitler-Gruß bedankt. Von deutschen Medien wird diese Geste verleugnet, die Beweisclips zensiert und gelöscht. Ob es stimmt oder nicht, warum wird im freien Westen kontrolliert, vorgeschrieben, zensiert und gelöscht?

 

Trivialisierung von Politik und Krieg

 

Der Zugriff von Politik und Militär auf den reichweitenstarken Remmidemmi-ESC trivialisiert zugleich ihre politischen Anliegen und Ziele. Wie flegelhafte Jugendliche vom Stamme Nimm durften die Ukrainer ihren Beitrag dazu leisten. Wie groß ist denn da noch der moralisch-ethische Abstand zwischen Hitler-Gruß und Verhaltenskontrolle, Zensur, Sprachverbote, entsolidarisierender Identitätspolitik, Dekonstruktion des Humanen, Abschaffung der Bürgerrechte, Krieg...?

 

Moralische und intellektuelle Verkommenheit der Funktionseliten erzeugen mentale Verwüstungen

  • Deutschland bewarb während der deutschen Vorentscheidung als eifrigster Propagandist und finanzieller Unterstützer die Ukraine mehr als das eigene Land.
  • Deutschland erhielt von der Ukraine 0 Punkte.
  • Deutschland musste gleich nach der Ukraine starten mit der Folge, dass bei den Auftritten der Ukrainer der Saal tobte und beim deutschen Teilnehmer dann erst mal niemand applaudierte.
  • Der letztplatzierte Deutsche zu seiner vorhersehbaren Niederlage: "Aber was mich am Ende sehr, sehr froh gemacht hat, war zu sehen, dass die Ukraine gewonnen hat."
  • T-Online zitierte den Präsidenten der Ukraine Selensky: "Wir tun alles dafür, damit eines Tages das ukrainische Mariupol die Teilnehmer und Gäste der Eurovision empfängt.“ Durchhalteparole, denn die Austragung des ESC in 2017 ging mit schweren Zerwürfnissen unter den Organisatoren einher, wie dieses Video der Krisensitzung von Februar 2017 erinnert.

Die Medien triumphieren wie folgt:

 

Die NZZ: Für die Hip-Hop-Friedenstruppe haben die Bretter der Konzertbühne drei Minuten lang tatsächlich die Welt bedeutet. Sie hat ihr Land würdig vertreten, und die Welt [ist Europa die Welt?] hat es dem Kalush Orchestra gedankt.

 

Stuttgarter Zeitung: Eigentlich ist der Eurovision Song Contest ja nur ein TV- Spaß. Aber in diesem Jahr bietet auch er den Kriegstreibern in Moskau Paroli. 

 

Matthias Koch im RedaktionsNetzwerk Deutschland: „Der Eurovision Song Contest 2022 ist ein ebenso fröhlicher wie vernichtender sozio-kultureller Erstschlag gegen Wladimir Putin. Der Kremlherr wird sich davon nicht mehr erholen."

 

Promiwood: „ESC 2022: Wegen Ukraine Sieg – Wladimir Putin zerschlägt Fernseher! 

 

Der Postillon: "Damit wir auch mal eine Chance haben – Deutsche ESC-Fans fordern Angriffskrieg gegen Deutschland."

 

Kurze Zeit später schon wurde der Siegersong aus der Ukraine von einer deutschen Band gecovert. Die Band "Braunau" wurde durch den Song der Ukrainer inspiriert und hat eine Studioversion ihres Liedchens "#Adolphina" vorgestellt.

 

 

Der alte Osten ist der neue Westen

 

Als KonsumentIn kann man das Tragische bald nicht mehr vom Komischen unterscheiden. Der einzige Beitrag, der sich über die bedauernswerte Lage der europäischen Bevölkerung am Abend des ESC den Kopf zerbrach, kam aus einem osteuropäischen Nicht-NATO-Land. Umrahmt von Kulthandlungen eines Gesundheitswahns ließ Serbien zu seinem in Landessprache gesungenen Lied folgende Untertitel einblenden:

 

A sick mind in a healthy body

A sad soul in a healthy body

A desperate mind in a healthy body

A frightened mind in a healthy body

 

So what now?

 

 

* Was den Zuspruch des TV-Zuschauers betrifft, muss er allerdings etwas eingedämmt werden: Die 2. Abstimmungsrunde wurde ins Leben gerufen, weil viele Länder aufgrund zu niedriger Anruflast keine repräsentativen Ergebnisse mehr liefern konnten. Um diese Misere zu vertuschen, werden die Anrufe pro Beitrag europaweit einfach zusammengezählt.

 

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Sonntag, 17. März 2019

Ukraine und der Sex-Scheiß im Militainment

Dass bei der ukrainischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2019 einiges im Argen lag, drang nur bis zu deutschen Intellektuellen durch, die bunten Fachblätter der „Guten“ indes hüllten sich in beredtes Schweigen . Ausgerechnet die Nachdenk-seitenberichteten ausführlich und beklagten die Politisierung des Musikwettbewerbs. Der Begriff ist allerdings falsch gewählt, denn es geht um Militarisierung. 

Regelbrüche beim ESC sind eine Passion „der Guten“ 
Sie dürfen nur nicht thematisiert werden. Bei der Vorentscheidung in der Ukraine wurde natürlich nicht politisiert, denn es wurden ja keine Meinungen ausgetauscht. Stattdessen gab es eine noch nie dagewesene Gewissensprüfung, wie sie seinerzeit auch bei Wehrdienstverweigerungen geläufig waren. Die Fragen lauteten: „Wie stehst du zur Krim, zu Russland und zur Ukraine?“ Die Antworten waren vorgegeben, wer sie zuungusten der Ukraine beantwortete, wurde als Verlierer vorgeführt. Dass diese Vernehmung nicht ‚vor‘ der Veranstaltung stattfand, sondern als Show inszeniert wurde, ist ein Regelbruch, der allerdings folgenlos blieb. 

Durchgeführt wurde die Inquisition von ehemaligen ESC-Teilnehmern, vor allem von der Siegerin Jamala aus 2016. Zur Erinnerung: Jamala wurde nachweislich vom Militär promotet.  

Nutten-Pop für‘s Offizierskasino 
Jamalas Siegerlied aus 2016 war eine abgedroschene Ami-Schnulze mit ein paar Ethno-Elementen, es handelte von Josef Stalin. Während das künstliche Bejubeln abgedroschener US-Schnulzen den Interessen der US-Musikindustrie dient (sie dulden in Europa keine ernsthafte Konkurrenz, gerade die ost-europäischen Musiker sind immer noch viel zu gut), ist die Reduzierung auf Hass (Josef Stalin) und niedere Bedürfnisse wie Sexualität und Scharfmacherei Sache des Militärs. 

Abgedroschene US-Schnulzen waren auch dieses Jahr wieder dabei, z. B. das Lied „My Road“ vom Zwillingspaar Anna und Maria Opanasiuk. Auch Maruvs Lied „Siren Song“ folgte dem Muster der Abgedroschenheit mit Ethnoelementen, wichtiger aber war ihr ordinäres Auftreten (ab 01'20) mit der Funktion, als Sex-Lockvogel die ukrainische Vorentscheidung ins internationale Boulevard zu puschen.

Der Widerspenstigen Zähmung misslingt 
Im Bemühen, es den Herren und Gebietern aus US-Musikindustrie und Militär recht zu machen, sind die Ukrainer dann in deren Grube gefallen, die eigentlich für Russland und Verbündete gedacht war. Nachdem „Verräter“ wie das Duo Anna Maria mit schlechter Platzierung abgestraft wurden – sie sind auf der Krim geboren und hatten sich kurz zuvor im krimtatarischen TV-Kanal ATR geweigert, von einer Annexion der Krim zu sprechen und zudem betont, dass es dort zwischen Russen und Ukrainern keinen Krieg gäbe – ließ man den Sex-Lockvogel Maruv gewinnen. 

Das passte zwar zum Militär, aber nicht zum Eurovisions-Pathos der „Repräsentation des Landes als Kulturbotschafterin“. Ich wette, dass noch am gleichen Abend die EBU darauf hingewiesen hat. Selbst der NDR gab zu, dass Maruvs Auftritt „noch entschärft werden müsse“, Titelzeile und Text sind leider nicht mehr auffindbar. Genau diese Einschränkung könnte die widerspenstige Siegerin Maruv dann als Knebelung verstanden haben. Natürlich, denn ohne obszöne Performance ist das Lied belanglos.

Ukraine als neue Machtzentrale Europas?
Das Bemühen der Ukrainer, nach 2 gescheiterten Versuchen sodann weitere knebelwürdige Kandidaten zu suchen, wirkte nur noch halbherzig und war schnell vom Tisch. Es dürften wohl die Militärs gewesen sein, die nach diesem Reinfall die ukrainischen Pappnasen mit abstrusen Forderungen – sprich Regelbrüchen - nachlegen ließen: 

In einer Abschluss-PR verkündete die Ukraine ihren Rücktritt vom ESC 2019 und drohte der EBU und den Europäern gleichzeitig weitere Rückzüge für die Folgejahre an, wenn sie es wagten, Russland gewinnen zu lassen. 

Es sieht so aus, als würden „die Guten“ gehorchen, denn der bombastische Beitrag aus Russland wird schlicht totgeschwiegen. Und dabei passt diese europäische Sieger-Hymne „Scream“ zu den Rechtsbrüchen „der Guten“ wie Faust aufs Auge:

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Dienstag, 29. August 2017

Wurde die Eurovision vom Obama-Fluch befreit?

Anlässlich einiger unschöner Vorfälle rund um den Eurovision Song Contest in Kiew/Ukraine änderte die EBU im Juli 2017 die ESC-Regeln – und das Netz schweigt. Das war nicht immer so. Gerade Anlässe wie Regeländerungen heizten die Kommunikation und Streitlust unter den Fans an, allen voran unter den schwulen Fans, die sich seit 1998 stets in besonderer Weise betroffen sahen. 

Was hatte sich der Westen ab 2007 für die Wiedereinsetzung der Jury stark gemacht, damit diese den erfolgreichen Ländern aus Osteuropa endlich Paroli bieten möge. Fans zogen sich regelmäßig daran hoch hoch, wenn osteuropäischen Ländern von der EBU Betrug, Diaspora-Voting, Blockvoting etc. vorgeworfen wurde. Für Aserbaidschan war zwischenzeitlich sogar Sippenhaft im Gespräch, sollte nur ein unbedeutender Fan sich beim Telefon-Voting etwas zu Schulden kommen lassen. 

Das alles beherrschende Thema des ESC war ab 2008 die Schwulenfeindlichkeit der Nicht-Nato-Länder 
Allen voran in Russland, was die Verantwortlichen angeblich in Panik versetzte. Hierbei wird von Anonym eine Strategie verfolgt, die auch aus anderen Zusammenhängen bekannt ist. Aus Gepöbel und Angriffe anderer Länder werden humanistische Notwendigkeiten. Forciert von kompromislosen Minderheiten, deren Gruppenzugehörigkeit mit nicht diskursfähigen Merkmalen definiert werden (sexuelle Orientierung, Geschlecht, Hautfarbe, Religion) und deren Gruppenzugehörigkeit über jede Moral und Vernunft gestellt wird. Mit ungeheuerlicher medialer Verbreitung werden um diese Gruppen Konflikte und Freund-Feindschemen geschürt, inhaltliche Auseinandersetzungen verunmöglicht und zur Positionierung gezwungen. 

ESC-Fans, die der russophoben Linie nicht folgten, wurden seit 2008 eingeschüchtert, zensiert, schikaniert und/oder ausgegrenzt. Und das mitunter in einer solchen brutalen Art und Weise, wie man es sich von Toleranz-beseelten und freiheitsliebenden Party-Schwulen nicht vorstellen kann. Ich war als eine der ersten von dieser neuen Kommunikationsstrategie betroffen und „glaube“ bis heute, dass dies alles von außen gesteuert wurde. 

Und jetzt die neuen Regelungen
Die Jurymitglieder sollen während der Wertung "ihr ganzes berufliches Können und ihre Erfahrung einsetzen, ohne irgendeine(n) Teilnehmer(in) aufgrund von Nationalität, Geschlecht oder Wahrscheinlichkeit ('likeliness') zu bevorzugen." Zur Erinnerung: Das ganze Regelwerk besteht nur aus Verhaltensvorschriften und hat mit Bewertung von Musik nichts zu tun. Die holde Warnung an die Juroren ist für mich nur die Wahrung des Scheins, um die wahre Funktion der Juries weiterhin zu vertuschen, nämlich das unüberprüfbare Ergebnis einigermaßen glaubwürdig aussehen zu lassen. 

Verwirrend ist die Regelung, dass Gastgeber nun Einreiseverbote erteilen dürfen
„So obliegt es künftig der teilnehmenden Rundfunkanstalt sicherzustellen, dass "kein ausgewählter Teilnehmer und kein Delegationsmitglied aufgrund seines/ihres Vorlebens den Behörden des Gastgeberlandes Anlass dafür gibt, aufgrund nationaler Gesetze gegen ihn/sie ein Einreiseverbot zu verhängen."  

Im ersten Moment sieht es so aus, als würde man der Ukraine, die der russischen Teilnehmerin die Einreise verweigerte, im Nachhinein Recht geben. Aber profitieren dürfte davon zukünftig eher Russland. 

Man erinnere sich daran, dass Conchita Wurst stets in einem Negativbezug auf Weissrussland  und Russland promoted wurde, vor allem auch in den USA. Nach der neuen Regelung kann Russland zukünftig solche Stars einschließlich ihrer Fans zurückweisen mit der Begründung, dass deren Vorleben nicht mit den Traditionen und Gesetzen des Landes übereinstimmen. Ist das der Grund, warum das Netz schweigt? Schweigen die Qualitätsmedien und ihre schwulen Aktivisten gar, weil sie nicht mehr bezahlt werden?

Auch Nicht-Nato-Länder können Satire...


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Sonntag, 11. Juni 2017

Ziegenficker und Nazischlampen fordern beim ESC KONSEQUENZEN-FUER-RUSSLAND-UND-DIE-UKRAINE

Ist das Satire oder kann das weg? 

Als Wettbewerbsteilnehmer ist die ARD beim Eurovision Song Contest eine Null 

Erfolgreich ist sie nur, wenn sie am Rand des Spielfeldes auftaucht, auf ein unseriöses Regelwerk pocht, Nicht-Nato-Länder diskreditiert und die Zuschauer – bildhaft gesprochen - animiert, deren Kandidaten mit Steinen zu bewerfen. 

Das drückt eine Pöbelhaftigkeit und Parteilichkeit aus, wie man sie auch beim belobhudelten Ziegenficker-Böhmermann und Nazi-Schlampen-Ehring vorfindet. Unterwürfig und parteilich steigen sie immer nur auf bereits fahrende Züge. Ihr dauerndes Nachtreten soll uns als westlicher Wert, walhweise als Satire, Moral oder Recht untergejubelt werden. 

Die alljährliche Russlandhetze beim ESC feiert dieses Jahr die 10. Auflage!  
Es wird müßig, sich die eingefädelten Anlässe und Schikanen in Erinnerung zu rufen bzw. auf die neuen Schikanen, die in der nächsten Woche preisgegeben werden, noch einzugehen. Diaspora-Voting, Blockvoting, gekaufte Stimmen, Manipulation, Schwulenfeindlichkeit, Regelbrüche usw. usw. 

Eher stellt sich die Frage, wieso die angegriffenen Länder das so lange mitmachen. Genau wie die Türkei hätten auch Russland, Serbien, Weissrussland und Aserbaidschan 2012 entspannt aussteigen können. Meine Vermutung: 

Man bestätigt den Verblendeten ihr verkommenes Weltbild solange, bis sie sich mit Ziegenficker-, Nazi-Schlampen- und Schwulen-Propagandisten moralisch und intellektuell selber hingerichtet haben. 

Und dann kann das entweder neu oder weg.


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Samstag, 13. Mai 2017

Levina nutzte die Zeit vor dem ESC in Kiew - vergeblich oder mit Erfolg?

Da Deutschland beim ESC bekanntlich ein Abo auf den letzten Platz hat, ist die Karriere der Damen, die sich als Prellböcke zur Verfügung stellen, bereits beendet, bevor sie eigentlich begann, nämlich mit dem ESC-Finale. Meist kommen sie aus dem Nichts, liefern vor dem ESC ein paar flaue Schlagzeilen und verschwinden dann wieder von der Bildfläche. 

Über einen letzten Platz in Folge würde sich 2017 kaum noch jemand wundern 
Wenn ich die Aktivitäten, Facebook-Eintragungen und Marketing-Texte der deutschen Delegation der letzten 2 Wochen in Kiew an mir vorbei rauschen lasse, wundere ich mich über deren unermüdlichen Fleiß, denn dieser steht in keinem Verhältnis zu den seit Monaten bekannten Umfrageergebnissen, den Wettquoten und den Einschätzungen aller Fans und Konsumenten. Die sehen Levina abgeschlagen am Ende des Rankings. Seit Kiew wird zusätzlich zum belanglosen Lied auch das Amisch-Outfit von Levina, ihre Oma-Haarfrisur und ihr graues Bühnenbild kritisiert. Statt das belanglose Lied aufzuwerten, hat man quasi noch eins drauf gesetzt. 

Und dabei ist Levina die erste deutsche Vertreterin, die sich den üblichen Eurovisions-Promo-Aktivitäten mal nicht entzogen, sondern sogar eine Tour durch Europa gemacht hat. So trat sie bei den Promo-Pre-Event-Shows in London, Israel und Amsterdam auf – und machte ihre Sache sehr gut. Aber auch dabei gab es zwei Haken: 

1. Celebrate Conformity auch in der Vermarktung 
Bislang hatte ich diese Pre-Event-Shows gerne mitverfolgt. Es war wie das Stöbern in der Regenbogenpresse beim Frisör. Bedauerlicherweise hat sich auch hier ein Schematismus eingestellt, der nur noch Langeweile erzeugt. Immer die gleichen Abläufe, die gleichen Interviewer, immer die gleichen Fragen, die gleichen stereotypischen Antworten, das gleiche Gehabe. Alle werden nach dem gleichen stromlinienförmigen Profil vermarktet – und müssen zudem auch noch jedes Jahr Friedensbäumchen pflanzen in Israel. 

2. Celebrate Conformity mit dem Militär 
Interessanter wird es, wenn ich mir die Länder anschaue, die die deutsche Levina vor dem ESC besucht hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der NDR sich das allein ausgedacht hat. Zu den Ländern zählen Georgien, Armenien, Mazedonien, Albanien, Ungarn. Da kann ich nur noch polemisch fragen: War sie etwa als Botschafterin der NATO unterwegs? 

Wie an den youtube-Clips zu sehen ist, hat Levina auch in diesen Ländern einen guten Eindruck hinterlassen. Zudem hat die Ukraine bewiesen, dass die Zusammenarbeit mit der NATO beim ESC erfolgsversprechend ist. Vielleicht darf die deutsche Delegation in Kiew mit Levina nun doch noch auf ein paar Punkte und eine bessere Platzierung hoffen…?


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Donnerstag, 4. Mai 2017

Kreativste Arbeit beim ESC leisten dieses Jahr Fans mit fantastischen Interpretationen - Beispiel Aserbaischan

In einem ESC-Jahrgang der gleichförmigen Formatradiomusik glänzen einige Fans mit hervorragenden Liedinterpretationen. Ich finde sie vor allem beim Beitrag von Dihaj aus Aserbaidschan gelungen.

Aserbaidschans Song „Skeletons“ 
ist musikalisch unverdächtiger moderner Elektro-Pop der Sängerin Diana Hajiyeva, die sich gemeinsam mit ihren Kollegen Anar und Ali auch als „Dihaj“ bezeichnet. Diana erhielt ihre musikalische Ausbildung an der „Baku Academy of Music“, die sie in London abschloss: „She began producing experimental music while attending The Institute of Contemporary Music Performance in London“. Für ESC-Fans ist sie keine Unbekannte, da sie bereits 2016 als Background-Sängerin sowie 2011 an der aserbaidschanischen Vorentscheidung teilgenommen hat. Viel mehr weiss man nicht über sie, sie macht – passend zu ihrem Lied - insgesamt einen sehr aparten, extravaganten Eindruck

Persönlich habe ich einen Faible für aserbaidschanische Beiträge entwickelt, denn mit wenigen Ausnahmen haben sie immer eine ganz eigene, persönliche Note, die vor allem durch die Texte zum Ausdruck gebracht wird. Sie verlassen sich auch meistens auf die gleichen Komponisten und Autoren, wie z. B. Sandra Bjurman und Isa Melikov. Ich erinnere nur an den bedeutungsschweren Text „When The Music Dies“ aus 2012, nachdem das Land anlässlich des ESC-Sieges 2011 ins Visier der Regime-Changer und Farbrevolutionäre geraten war. 

Natürlich habe ich auch nach dem tieferen Sinn des Liedes „Skeletons“ gesucht. Kaum ein Fan kann mit dem Text etwas anfangen. Um so erfreuter war ich über 2 fantastische Interpretationen junger ESC-Hardcore-Fans, die ich hier wortwörtlich wiedergebe.*

Besingt Dihaj mit „Skeletons“ eine Hassliebe? 
„Im Englischen gibt es den Ausdruck "Skeletons in the closet", das soviel wie "Leiche im Keller haben" bedeutet, wenn jemand düstere oder peinliche Geheimnisse hat. Wenn man nun den Rest des Liedes im Zusammenhang sieht, erkennt man, dass das lyrische Ich sich in einer nicht rationalen, sehr leidenschaftlichen Liebe befindet. Sie schwebt in leidenschaftlichen Erinnerungen in Tagträumen, in Fantasie, etc. Im Refrain singt sie dann, dass ihr Liebhaber "have my skeletons" haben kann = Er darf ihre Geheimnisse kennen, er darf daran teilhaben. Das lyrische Ich geht weiter "have my lungs" = Der Liebhaber kann ihre Lunge (= Atem) haben. Sie gibt ihm etwas Elementares zum Leben, so sehr liebt sie ihn = nicht-rationale Liebe. Dann singt sie "have my millions" = Also quasi auch das ganze Geld würde sie ihrem Liebhaber geben. Aber es ist eine gefährliche, irrationale Liebe und sie möchte entfliehen, kann es aber nicht. Durch diese im Refrain gewählten Metaphern drückt sie nur aus, wie ungesund diese Beziehung für sie ist, denn sie verzichtet auf ihre Freiheit, Identität, lebensnotwendige Luft, Ersparnisse und verfällt einem bösen Buben. Das ist zumindest meine Perspektive und ich wollte sie mal mit Euch teilen, da ich schon des Öfteren gelesen habe, dass "Skeletons" keinen Sinn ergibt. Für mich ist es textlich definitiv eines der besseren Lieder des Jahres.“ 

Mein Fazit: Aserbaidschan verlässt die mit Wir-Appellen und Geselligkeits-Worthülsen demonstrativ zur Schau gestellte Naivität angepasster Stars und Aktivisten. Stattdessen problematisieren sie den eigenen Standpunkt und nehmen die Perspektive der „falschen Freunde“ ins Visier. 

Performance mit Mafia-Symbolik?
Wenn schon der Text auf breites Unverständnis stieß, scheint die Performance mit Mafia-Symbolik die Verwirrung komplett zu machen. Nicht ganz unzutreffend urteilte ein Fan: „Das ist doch wie das Abendprogramm auf arte!“


Auf facebook fand ich eine anregende bis stimmige Interpretation zur Performance, die auch mit der Textinterpretation übereinstimmt. 

„The room represents complex self-destructive relationships, inner barriers and hidden truths — the skeletons. A man wearing a mask serves as a “bad boy” with a symbolic ladder showing the emotional distance between the two lovers. Our heroine, being a strong woman, eventually overcomes her self-destructive feelings. The walls come down, as well as the bad boy’s mask. He’s prepared to reconnect with her, but it’s far too late. She’s made him take off the mask he was wearing in their relationship, but she is leaving him alone in the room that she has bravely escaped.“

* Da die Kommunikation unter Fans überwiegend anonym stattfindet, werde ich die Nicknames hier nicht wiedergeben, es sei denn, die beiden Personen bestehen darauf.


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Sonntag, 23. April 2017

Eurovision Song Contest 2017 in Kiew: Celebrate Conformity Teil 2

Von den diesjährigen 42 Beiträgen werden nur 3 Lieder in Landessprache gesungen. Die meisten Songs folgen einem anglo-amerikanischen Ideal, wie man es seit den 80ern rauf und runter in Millionen Formatradios hören kann. Bedauerlicherweise werden auch die InterpretInnen nach Einheitsschema vermarktet. Es gibt nicht mal mehr Wettkämpfer, die sich mit Sprüchen, Werbeaktionen o. ä. hervortun. 

Ob es mit Einfallslosigkeit, Einschüchterung oder einem überholten Verständnis von Modernität zu tun hat oder ob die USA selbst im Musikbusiness anderen Ländern mit Krampf und Gewalt ihre veralteten Vorstellungen aufzudrücken versucht, sei dahin gestellt. Fakt ist, dass es langweilig ist

Um eine einigermaßen unterhaltsame Show auf die Beine zu stellen, käme man dieses Jahr mit 13 Liedern aus. 

Armenien: Die gute Nachricht ist, dass Armenien mal nicht den Genozid besingt, sondern mit Sängerin Artsvik und dem Song“Fly With Me“ nettes Folktronica präsentiert. Die schlechte Nachricht: Dem Land wurde beim Timing eine Extrawurst gebraten, damit sie den perfekten Song abliefern. Vielleicht wirkt der Clip deswegen etwas nach verkrampften Marionettentheater. Aber könnte trotzdem passen, denn es steht zu befürchten, dass die Militärs nach der Ukraine das nächste finanzschwache Anrainerland Russlands mit Eurovisionstralala in die Knie zwingen und als Aggressionskorridor gegen Russland aufstacheln. Und gegen Aserbaidschan gleich mit… (von mir 6 Punkte)

Aserbaidschan: Sängerin Dihaj dürfte dieses Jahr die Extravaganteste sein. Sie präsentiert mit ihrem Song „Skeletons“ Electronica, aber mit „secret message“ und neuer Erzählhaltung. Vonwegen ich bin ein Gutmensch und will ja nur den Frieden… (10 Punkte)

Weissrussland: Es ist das erste Mal, dass wir beim ESC die weissrussische Sprache zu hören bekommen, verpackt in Folk-Pop. Ein unbeschwerter fröhlicher Beitrag von Naviband, der zum Schluss mit vielen Hey-Hey-Rufen leider etwas ereignisarm wird, was aber hoffentlich durch die Sängerin, die eine Rampensau zu sein scheint, aufgefangen wird. (1 Punkt)

Belgien: Auch Belgien kommt mit Elektronic-Pop von der blutjungen Sängerin Blanche, die ihr „City Lights“ streckenweise mit für Teenies ungewöhnlich tiefer Altstimme singt. Für mich eigentlich ein angenehmer Kontrast zum plärrenden Pädophilen-Pop, leider ging ihr Gesang bei Live-Auftritten bisher kläglich unter. Ich bin allerdings überzeugt, dass die Techniker in Kiew diesen Beitrag trotzdem als erwachsen und cool vor uns erstehen lassen. (5 Punkte)

Kroatien: Ungewollt komisch. Konzentriert man sich nur aufs Akustische, glaubt man ein Lied von Otto Waalkes oder Loriot zu hören. Der unbestritten gute Sänger Jacque wechselt in jeder Zeile zwischen Tenorstimme in italienischer Sprache und natürlicher Stimme in englischer Sprache und wirkt damit wie ein Bauchredner. Fehlt beim Auftritt nur die noch Handpuppe. 

Finnland: Unaufdringliche Entspannungsmusik des New Age mit Titel „Blackbird“ von Norma John, die man in Dauerschleife hören kann, vor allem zu Weihnachten. (2 Punkte)

Ungarn: Auch Ungarn singt endlich mal in ungarischer Sprache und stellt ungarische Musik vor. Das Lied ist ein Crossover zwischen ungarischer Zigeunermusik und Hiphop. So stelle ich mir einen Eurovisionsbeitrag vor. (3 Punkte)

Moldawien: Sympathischer Elektro-Balkan-Freak-Folk, wie man es seit ihrem Debüt mit der Band Zdob si Zdub von den Moldawiern erwartet. (8 Punkte)

Niederlande: Eine altbackene Ballade, die den Hörer aber mit perfekter Dreistimmigkeit in den Bann ziehen wird. Sollten die Geschwister ihre Ballade live auch so perfekt performen wie im Studio, ist das was Besonderes. (4 Punkte)

Portugal: Der Performer Salvadore Sobral weicht mit seiner kindlichen Selbstvergessenheit, einem verträumten Jazz-Walzer „Amar Pelos Dois“ und ergreifendem Text angenehm von der hohlen Formatradiomusik ab. Die gelangweilte Melodie, die portugiesische Sprache und die leisen Töne des Sängers erinnern mich sogar etwas an Bossa Nova. (7 Punkte)

Rumänien: Hiphop mit Jodeldiplom. Ein Schenkelklopfer, der nicht nur mutig aus dem Rahmen fällt, sondern auch lustig klingt. Dem ESC würden ein paar mehr solcher schräger Beiträge gut tun. 

Ukraine: Rockmusik, für sich gesehen nichts Besonderes, aber beim ESC mit 30 gleichförmigen Formatradioliedern erfrischend ehrlich. Die abgerissenen Musiker präsentieren sich auf einem Trümmerfeld und erbitten sich etwas Zeit zur Erholung und Selbstfindung. Den Wunsch kann ich verstehen. Ich hoffe nur, dass sie die Performance einigermaßen gastfreundlich gestalten, ohne Schüsse und ohne Blutopfer, wie bei der Vorentscheidung. 

Italien: Das einzige Big-5-Land in meiner Auswahl! Beim italienischen Beitrag wurde zwar das Rad nicht neu erfunden, aber es wirkt nach all dem politischen Missbrauch, dem Betroffenheitsgesülze und der englischen Kaugummi-Sprache wie ein erholsamer Italien-Urlaub. Mit einer leckeren Tasse Café oder einem Glas Wein, einer Portion Humor und Selbstironie endlich Abstand vom europäischen Alltag gewinnen und sich den schönen Dingen des Lebens widmen: 

Der leichten Muse und Philosophie und einem hinreißend charmanten Gigolo mit Namen Francesco Gabbani. 12 Punkte!
 
 

Freitag, 14. April 2017

Russland steigt aus dem ESC aus, jetzt wird sich zeigen, ob es beim ESC friedlicher wird

Seit letztem Jahr ist Fakt: Militärs instrumentalisieren den „Eurovision Song Contest“ und provozieren eine Konfrontation zwischen Russland und Ukraine. Und wenn Militärs ein Großevent mit Konfrontation planen, ist mit einer Reihe Vorfällen zu rechnen.  

Der erste Vorfall ist, dass Russland aussteigt 
Werden weitere Länder folgen? Ein (leider etwas ungenauer) Text auf aserbaidschanischen Newsseiten vom 01.04.2017 ließ diese Schlussfolgerung zu. Auch bestätigt er noch mal, dass sich die Ukraine bei ihrer Planung der "guten Unterhaltung" ausschließlich auf Anweisungen der NATO verlässt: „Participation of Russian singer Julia Samoilova in "Eurovision" in Kyiv is impossible even with the threat of a boycott of the contest. This was stated by Ukrainian Foreign Minister Pavel Klimkin at a press conference after the meeting of the NATO-Ukraine Commission." 

Der zweite Vorfall: Klitschko muss confirmity celebraten 
War es auch die Idee der NATO Klitschko nach Baku zu schicken, um an den Contest zu erinnern? Möchte man gar die Aserbaidschaner und weitere Länder gegen Russland aufstellen? Wie tückisch und unfriedlich ist das denn?! 


Bei diesem Verständnis von "guter Unterhaltung" besteht die Planung wahrscheinlich in einer Diversity von außergewöhnlichen Vorfällen
Dass laut Aussage von Politikern das Publikum sich schließlich an den Terror gewöhnen müsse, unterstreicht diese Annahme. Man darf sich als Normalsterblicher also freuen, wenn die Vorfälle nicht das Ausmaß einer MH17-Katastrophe annehmen. 

Eurovisions-Militainment bis zum Skelett verfault 
Aufgrund jahrelanger Beobachtungen (vor allem seit Baku 2011/2012) nehme ich die Vertreter der EBU und den Rundfunkanstalten sowie sämtliche Journalisten in Ost und West wie das Dienstpersonal der Militärs wahr. Ihre Verhandlungen, Vorschläge, Drohungen und Informationen sind immer nur Augenwischerei und Augenwischerei.

Die wirkliche Katastrophe ist, dass Fans und Bevölkerung auf übelste Weise hereingelegt werden. In Baku habe ich bestaunen dürfen, was für Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, um mich beim zuckersüßen ESC zu schützen. Vor wem auch immer. Aserbaidschan besang damals den Tod der Musik beim ESC. 2017 scheint für die Aserbaidschanerin Dihaj das Eurovisions-Militainment bis zum "Skelett" verfault zu sein:
 
Have my skeletons
I can only trick you once, bad boy
Have my lungs, my millions
Talk is cheap don’t speak in tongues, bad boy
Drum drum drum, bring out the guns
Drum drum drum, bring out the guns, bad boy
I’m so cursed
Fuss and fight won’t get you tons
Bad boy 
The world is spinning faster by the minute and I’m longing to be saved 
This bitter sweet sensation got another hold of me...


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Donnerstag, 13. April 2017

Russland sollte Kandidatin austauschen mit Dimash Kudaibergen

Anfang der Woche wurde ich über Twitter von Chinesen(!) gefragt, ob ihr Idol, der Kasache Dimash Kudaibergen, am ESC teilnehmen würde. 

Bislang nicht, aber es wäre keine schlechte Idee, wenn die Russen ihre Kandidaten austauschen und mit diesem Zirkus-reifen Gesangsartisten der Provokation ausweichen würden. Immerhin würde ihnen ganz Asien die Daumen drücken. Danach könnte man dann endlich mal eine Aufklärungsaktion über die dunkle Seite des Eurovision Song Contest starten.


Der 23-jährige Dimash hat schon an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen und sie stets gewonnen. Durch seinen Auftritt in der Chinesischen Show "I am a singer" wurde er über soziale Netzwerke weltweit bekannt. Die Chinesen sind offensichtlich hingerissen von ihm.

Auch für die EBU wäre es von Vorteil, wenn wegen Dimash Kudaibergen China und das restliche Asien den Eurovision Song Contest mit Spannung verfolgt.


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Freitag, 7. April 2017

NATO Song Contest in Ukraine - Celebrate Conformity!

Man muss sich das vorstellen: Es sind die Abstimmungsergebnisse eines Tralala-Wettbewerbs, mit denen Länder-Images poliert oder beschädigt werden und die lt. dessen Regelwerk festlegen, wo und zu welchen Bedingungen im nächsten Jahr die Show austragen wird. 

Und niemandem fällt auf, dass diese Ergebnisse für die Öffentlichkeit nicht mal überprüfbar sind? So kann dieser Bluff natürlich jedes Jahr als Anlass für politisch-militärische Konflikte in Europa herangezogen werden, der dann von NATO und politisch nicht-legitimiertem Personal der westlichen Unterhaltungsbranche vor einem überforderten, unpolitischen Schlagerpublikum „verhandelt“ wird. Geht's eigentlich noch? 

Vom Journalismus im Stich gelassen 
Soll Showbusiness bleiben was es ist, nämlich eine Märchenwelt mit Scripted-Reality. Wenn aber der politisch-militärische Missbrauch dermaßen offensichtlich wird, wäre die Forderung nach Transparenz, Umstrukturierung und Neubesetzung der Stellen naheliegend.

Bislang haben 2013 nur der russische und aserbaidschanische Außenminister mal eine Überprüfung der Ergebnisse gefordert. Warum tun das nicht alle Journalisten? Stattdessen vermischen sie wie Kettenhunde der Militärs Promotion und Propaganda zu einem brandgefährlichen Mainstream-Matsch und stellen sich gegen die Bevölkerung auf.

Dass Wettbewerb, Siege und Niederlagen nur simuliert werden, darf nicht mal mehr laut angedacht werden, sofort wird man angegriffen. Der „Glaube“ an Spaß-Shows wird verteidigt, als wären ausgerechnet dort Wissenschaft und Theologie zu einer Art unanfechtbaren Eschatologie verschmolzen: 

„ [...] komm mir bitte nicht wieder mit diesen Verschwörungstheorien.....“ (Form ECGermany) 

„Na, gibt's Kohle vom Kreml oder verbreitest du deine hirnlose Hetze freiwillig? Und wer von "Westpolitik" (also Demokratie, Menschenrechten und Meinungsfreiheit) nichts hält, der kann doch sein Fakeprofil nehmen und zum Führer nach Moskau ziehen. Ganz einfach. Doswidanya!“ (Facebook-Seite vom NDR) 

Das sagt eigentlich alles aus über die spießbürgerlich verblödete "Anständigkeit" der Westlichen Wertegesellschaft mit ihren Celebrate-Diversity-Forderungen nach Menschenrechte, Schwulenbefreiung, Demokratie, Entblößung und Freibier.



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Donnerstag, 23. März 2017

Eurovision Song Contest 2017 in Kiew: Celebrate Conformity

Um diversity zu celebraten käme man dieses Jahr mit 13 Liedern aus. Stattdessen wirbt Kiew aber mit 43 – pardon 42 Teilnehmer. 29 Lieder unterwerfen sich einem anglo-amerikanischen Vorbild und präsentieren sich in englischer Sprache. 

Sie sind nicht alle richtig schlecht, so dass man darüber lachen könnte. Nein, es ist die Masse an Mittelmäßigkeit, mit der sie ohne jeglichen Zuordnungs- und Wiedererkennungswert in trüber Gleichförmigkeit untergehen. 
Geduckt, mutlos, einfallslos
Und das alles aus einer Hand: Von Universal Music mit Booklet, damit Fans ihren erlesenen Geschmack rechtfertigen können. Irgendwelche Nonames werden nach dem gleichen Muster vermarktet, alle Superstars spulen bei Interviews die gleichen 3 unterwürfigen Sätze ab.

Ungewollt witzig ist die Finanzierung der EBU
Alle zahlen nämlich eine hohe Teilnahmegebühr, verschulden sich sogar derart, dass sie noch eine Strafe zusätzlich bekommen. Alles nur um an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem sie sich mit unterdurchschnittlichen Liedern unscheinbar machen möchten, weil sie möglichst nicht gewinnen wollen. Denn Sieg bedeutet Austragung im Folgejahr, und das kann und will sich aufgrund hoher Kosten erst recht kein Land antun. Warum sie überhaupt mitmachen, und dann auch noch mit Fremdschrott, weiss der Geier.

Es handelt sich um Beiträge aus folgenden Ländern: 

Albanien - Lindita "World"
Australien - Isaiah "Don't Come Easy"
Österreich - Nathan Trent "Running On Air"
Bulgarien  - Kristian Kostov "Beautiful Mess"
Zypern  - Hovig "Gravitiy"
Tschechien  - Martina Barta "My Turn"
Dänemark - Anja "Where I Am"
Estland - Koit Tome And Laura "Verona"
Frankreich - Alma "Requiem"
Georgien - Tako Gachechiladze "Keep The Faith"
Großbritannien - Lucie Jones "Never Give Up On You"
Deutschland - Levina "Perfect Live"
Griechenland - Demy "This Is Love"
Island - Svala "Paper"
Irland - Brandan Murray "Dying To Try"
Israel - Imri "I Feel Alive"
Lettland  - Triana Park "Line"
Litauen - Fusedmarc "Rain Of Revolution"
Mazedonien - Jana Burceska "Dance Alone"
Malta - Claudia Faniello "Breathlessly"
Montenegro - Slavko Kalezic "Space"
Norwegen - JOWST "Grab The Moment"
Polen  - Kasia Mos -"Flashlight"
San Marino - Valentina Monetta & Jimmie Wilson "Spirit Of The Night"
Serbien - Tijana Bogicevic "In Too Deep"
Slowenien - Omar Naber "On My Way"
Spanien  - Manel Navarro "Do It For Your Lover"
Schweden  -  Robin Bengtsson "I Can't Go On"
Schweiz - Timebelle "Apollo"

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Freitag, 17. Februar 2017

Statistiken und ESC-Fahrpläne für Züge, die niemals abfahren werden

Deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2017: Schwache Show, schwache Kandidaten, 2 Durchschnittslieder und kaum jemanden hat es interessiert. Hand auf‘s Herz: In Anbetracht des politisch-militärischen ESC-Schwindels ist diese Bescheidenheit nicht unangebracht. Wer soll das alles noch glauben? Da bastele man lieber an der eigenen Unscheinbarkeit, bevor jemand genauer nachfragt. 

Der letztjährige Siegertitel war dermaßen konsequent am Musikmarkt vorbei produziert, dass sich bereits 1 Tag später niemand mehr an ihn erinnerte. Und dafür soll das europäische Party-Publikum massenhaft angerufen haben? Weil sie angeblich Russland in die Fresse treten wollten? Weil sie angeblich von Schlagzeilen über Ukraine, Krimkrieg, Donbass und Maidan nicht genug bekommen können? LACHHAFT, aber genau diese Kriegshetze ist der Rahmen für die Promotion der Popmusik. 

Gute Miene zum bösen Spiel 
Mit einer Abstimmungsorgie kuschte man vor der Telekommunikationsindustrie. Was dabei herauskommt, ist Klappsmühle: 

  • Erst sangen 5 Kandidaten 5 Coversongs, dann wurde abgestimmt. 
  • Daraufhin sangen nur noch 3 Kandidaten die 1. ESC-Auftragskomposition, dann wurde abgestimmt. 
  • Nun sangen die verbliebenen 2 Kandidaten die 2. ESC-Auftragskomposition, dann wurde abgestimmt. 
  • Als Ergebnis blieb 1 Interpretin für 2 Auftragskompositionen, dafür wurde abgestimmt. 

Zwischendurch wurden Abfrageergebnisse und Statistiken aus dem europäischen Ausland vorgeführt und so getan, als sei dies die Meinung unabhängiger Fans. Da es sich allerdings um gebundene und gelenkte Konsumentengruppen handelt, haben diese Statistiken 0 Aussagewert. 

Brav kuschelte man mit transatlantischen Interessengruppen, indem man aus 2000 meist aus Deutschland eingereichte Stücke ausgerechnet 2 US-Kompositionen (Tantiemen!) auswählte. Das Siegerlied klingt dennoch nach volkstümlichem Schlager à la Helene Fischer, aber nur weil es in englischer Sprache gesungen wird, soll es repräsentativ für die aktuelle internationale Popmusikszene sein… Dass kurz darauf auch noch Plagiatsvorwürfe laut wurden, krönt das geduckte Theater. 

Celebrate Diversity! Mit 45 unbeschriebenen Rampen-Säuen und ihren US-Durchschnittsliedern in englischer Sprache 
Alle europäischen Teilnahmeländer „finden“ vorschriftsmäßig zufällig ein US-Radio-Mainstream-Lied. Angesichts Open-Society-Privilegien und europäischer Wahnsinnstoleranz die totale Selbstverleugnung, nichts Europäisches, bislang nicht mal ein „Refugee-Welcome-Star“ am Start. 

Die Notwendigkeit eines solchen Klappsmühlentheaters weist darauf hin, dass die amerikanische Vormachtstellung in der Popmusik nicht mehr selbstverständlich ist. Ob mit militärischer Unterstützung was zu retten ist, bleibt unklar; der ukrainische Siegertitel „1944“ von Jamala hatte zumindest keine Ohrwurmqualitäten.

Im Folgenden die wie eine unausgesprochene Drohung im „Spiegel“ aufgezählten willigen Vollstrecker, die die deutsche Eurovsionsdampflok Levina mit ihrem Perfekten Leben zur Traumkarriere in die USA – pardon – in die Ukraine schicken: 

  • NDR: Thomas Schreiber, Leiter des NDR Programmbereichs Fiktion & Unterhaltung und ARD Unterhaltungskoordinator 
  • NDR: Carola Conze, ESC Head of Delegation Germany 
  • rbb: Aditya Sharma, Leiter der Musikredaktion beim Radio-Jugendprogramm „Fritz“ 
  • Raab TV: Produzent Jörg Grabosch (gleichzeitig Geschäftsführer Brainpool) 
  • Raab TV: Claudia Gliedt, Leiterin der Musikredaktion 
  • Musikalische Experten: Wolfgang Dalheimer, musikalischer Leiter der Show und Chef der Show-Liveband 
  • Willi Ehmann (Senior Vice President Domestic Sony Music GSA) 
  • Henrik Gümoes (Director A&R AOR-Labelgroup) 
  • Manfred Rolef (Vice President AOR-Labelgroup) 

  • An der Auswahl der Songs waren zudem die Produzenten der beiden Songs beteiligt: für “Wildfire”: Swen Meyer (u.a. Tim Bendzko, Lena, Tomte, Kettcar, Dick Brave) 
  • für “Perfect Life”: Roland Spremberg (u.a. a-ha, Helene Fischer (!), Unheilig, Roger Cicero, The Baseballs)
  • Das Team hinter Siegerlied "Perfect Life", drei Songwriter aus den USA, und zwar Lindy Robbins (wirkte an großen Hits von den Backstreet Boys ("Incomplete"), David Guetta ("Dangerous") und Jason Derulo ("Want to Want Me") mit; ihr Kollege Dave Bassett war einer der Autoren von Elle Kings Hit "Ex's & Oh's"; die Dritte im Bunde, Lindsey Ray, schrieb Songs, die von Demi Lovato und Mariah Carey interpretiert wurden.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Bei den Vorbereitungen zum ESC in Kiew läuft alles nach Plan

Die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest in Kiew sind im vollen Gange. Man darf davon ausgehen, dass wie immer und überall die Mitarbeiter vor Ort redliche Arbeit leisten und das Beste aus der Show machen wollen. 

Dennoch werden die Vorbereitungen von Pleiten, Pech und Pannen begleitet. Mittlerweile gleicht die Ukraine einem kleinen Kind, das man mit einem bewusst ausgefeilten bunten Spielzeug, mit dem es gar nicht umgehen kann, an der Nase herumführt. 

Ich bleibe bei meiner Wahrnehmung: Wer einem finanziell schwachen und politisch instabilen Land wie der Ukraine ein überteuertes, glamouröses Riesenevent zuspielt, hat Probleme einkalkuliert. 

Bis September 2016 veranstaltete man in der Ukraine sonderbarerweise ein überflüssiges Gerangel um die Austragungsstadt, was den strammen Zeitplan schon durcheinander brachte.

Am 01.11.2106 trat der Chef der Rundfunkanstalt, Surab Alassanija, zurück, weil ihm die Kosten für den ESC zu hoch erschienen.

Spott ernteten die Ukrainer auch mit Schlüsselübergabe, Slogan und Logo. Der Akt der Schlüsselübergabe am 31.01.2017 wurde von Niggemeier folgendermaßen kommentiert: „In ein paar Jahren werden überhaupt nur noch Boxweltmeister und Gewichtheber die Schlüsselübergabe beim ESC absolvieren können.“ 








Aber auch das am 30.01.2017 präsentierte Art-Design provozierte dumme Bemerkungen. Der Slogan „Celebrate Diversity“ und das Logo einer Halskette sollen die ukrainische Kultur repräsentieren, wie auch der Slogan stehe jede Kugel der Kette für Vielfalt und Individualität. Nun ja, originell sind diese Worthülsen wahrlich nicht mehr. Fans spotteten beim Logo über die Vielfalt des ukrainischen Wurstangebotes, andere erkannten im Logo einen Darm oder die Haarfrisur von Julija Tymoschenko. Zutreffend wie böse auch der Vergleich des Logos mit Analkugeln.

Zwischendurch treten immer wieder Tierschützer auf den Plan, die die Tötung von Straßenhunden in Kiew anläßlich des ESC als ein „Massaker“ verurteilen.

Am 12.02.17 trat dann das gesamte Produktionsteam des ESC zurück, weil unabhängiges und unbürokratisches Arbeiten nicht mehr möglich sei. 

Unübersichtlich, intransparent, instabil… Es fehlen jetzt nur noch solche „Unfälle“, die man Russland bzw. Putin in die Schuhe schieben kann. Vielleicht werden uns ja dann die „freiwilligen Helfer“ aus aller Herren Länder blitzschnell die „einzig wahre Narrative" dazu bereitstellen.

Stay tuned.


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Donnerstag, 2. Februar 2017

Freiwillige Helfer für den NATO Song Contest in Kiew gesucht

Für den reibungslosen Ablauf des Eurovision Song Contest sind freiwillige Helfer mittlerweile unentbehrlich geworden. Sie unterstützen die internationalen Delegationen, kümmern sich um den reibungslosen Transport der Mitarbeiter und Gäste und helfen Fans und Journalisten, die aus verschiedenen Ländern angereist sind. 

Gesucht werden insbesondere junge motivierte Menschen mit Ortskenntnissen und möglichst guten Englisch-Kenntnissen. Erinnert sich jemand an die Ausschreibungen anlässlich des ESC in Düsseldorf 2011?

Düsseldorf sucht Freiwillige   
Presseportal NDR – Suchen Freiwillige  

Entlohnt werden sie nicht, aber für die Zeit ihrer Tätigkeit sind sie versichert und haben das Vergnügen, mit Journalisten, Stars und zahlreichen Fans aus allen Teilnehmerländern zusammen zu treffen und zu feiern. 

In der Ukraine wurde die Ausschreibung für den Freiwilligen-Dienst pervertiert 
"Citizens from 17 countries apply to volunteer at Eurovision 2017" heisst es bei ihnen. Anstatt vor Ort zu suchen, haben sie also eine weltweite Auschreibung gemacht und prahlen nun mit Bewerbungen aus 17 Ländern: „We have received applications not only from neighbouring European countries but also from Australia, the United States, the United Arab Emirates and the Republic of Korea.“ Was die Sprachkenntnisse betrifft: "The list includes people who speak Swahili, Hindi, Indonesian and Arabic to name just a few."

  • Wofür eine weltweite Ausschreibung? 
  • Wieso beschränkt man sich nicht auf junge Ukrainer, die zumindest Land, Leute und Kiew kennen und also über Ortskenntnisse verfügen? 
  • Wieso Menschen aus aller Herren Länder, die erst noch (hoffentlich) überprüft und in Ortskenntnisse geschult werden müssen? 
  • Wozu brauchen ausländische Touristen in Kiew Beratung in Hindi, Swahili oder Arabisch? 
  • Werden diese freiwilligen Berater aus fernen Ländern in der Ukraine finanziert und versichert? 
  • Hat die Ukraine plötzlich zu viel Geld? 

Fragen über Fragen… 



Seitdem nachgewiesen ist, dass sich vor allem die NATO für den Sieg der Ukraine stark gemacht hat, ist Vorsicht geboten. 

  • Ist diese weltweite Ausschreibung auf die Interessen der NATO zurückzuführen?
  • Sind diese ortsunkundigen Helfer überhaupt „Volunteers“ im ursprünglichen Sinn?
  • Oder sind es vielmehr Militärs?
  • Ausländische Agenten?
  • Mitglieder dubioser, von George Soros finanzierter NGOs?
  • Oder Journalisten „mit besonderen Aufgaben“? 

Besonders misstrauisch macht es mich, dass die westlichen Qualitätsmedien mit keiner Silbe auf diese Dubiosität eingehen.


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