Wahrscheinlich werden Xavier Naidoo, Ann Sophie und Jamie-Lee Kriewitz ihre Eurovisions-Niederlagen nie überwinden. Jamie-Lee wurde gleich nach dem Finale krank, Ann Sophie und Xavier Naidoo melden sich immer wieder zu Wort, um das eine oder andere gerade zu rücken.
Mitgefangen, mitgehangen
Erst nach dem Scheitern Kritik zu üben ist überflüssig. Was bleibt, ist die Pflege des Scheiterns, wie es die in der Vorentscheidung rausgekickte Alexa Feser 2015 in ihrem Song „Das Gold von morgen“ so wunderschön besang.
Keiner der Teilnehmer scheint vorher zu überprüfen, auf was sie sich überhaupt einlassen
Überbehütet lassen sie Institutionen, Konzerne und Medien über ihr Schicksal entscheiden und glauben, es sei das Publikum. So wie Lena sich ihren rasanten ESC-Erfolg nicht erklären kann, können sich die anderen ihre Niederlage nicht erklären. Selbst der verantwortliche NDR lässt sich von Qualitätsmedien die falschen Fragen stellen und schwankt wie Peter Urban - mittlerweile weit über sein Rentenalter hinaus - jedes Jahr nach dem ESC in deutschen Talkshows nur zwischen Überwältigung und Ratlosigkeit.
Dass im Showbusiness das Publikum beschwindelt wird, ist nichts Neues
Neu ist vielmehr, dass sich das Publikum über den Selbstschwindel der Promis wundert. Seit Jahren sind sich Fans zu 99% einig, dass die gesamten Lieder in den Vorentscheidungen und beim ESC bestenfalls als B-Seite einer Single taugen. Stars hingegen wollen damit in einem Wettbewerb was reißen. Seit Jahren frage ich provozierend, welche der Damen sich denn gegen die Wand fahren lassen möchte. Dieses Jahr haben auch Fans beispielsweise von Wiwibloggs Jamie-Lee nicht den Hauch einer Chance eingeräumt. Dieser Aufrichtigkeit entgegnen Stars mit
Besinnungslosem Grinsen und soldatischen Phrasen
"Ich lerne bereitwillig und viel,
ich möchte die Erfahrung nicht missen,
es ist eine so große Ehre für mich, mein Land vertreten zu dürfen,
ich bin meinem Land so dankbar, dass es mich erwählt hat…"
Und dann darf BILD sie heimlich filmen, wie sie nach ihrer Niederlage vermummt und beschämt in IHR Land zurückkehren.
Dabei hatte Jamie-Lee vorher schon die Rolle der Verliererin und lag wochenlang bei den Wetten um den letzten Platz auf Platz 1.
Im Gegensatz zu Lena Meyer-Landrut wurden weder Cascada, noch Elaiza, Ann-Sophie oder Jamie-Lee von älteren männlichen Abgreifern umschwirrt. Auch das ist ein sicherer Hinweis darauf, dass es nichts zu gewinnen gibt. Und wenn ohnehin alle die Niederlage schon im Voraus planen, warum verzichten die Damen nicht einfach auf ihren Auftritt?
Warum machen Stars überhaupt zu den Bedingungen eines Big-5-Landes mit, lassen sich einen Finalplatz „kaufen“, wenn sie sich doch damit außerhalb des Wettbewerbs bewegen?
Den naivsten Spruch brachte nach Jamie-Lee‘s Niederlage ausgerechnet Xavier Naidoo:
"Ich hätte mich so reingekniet".
Und nochmal: Für wie blöd hält man uns? Wenn das Ergebnis lange vorher bekannt ist, schickt die Musikindustrie nicht eines ihrer besten Pferde, lieber profiled es dieses Pferd geschickt als enfant terrible mit dem willkommenen Nebeneffekt, mit Reichsbürger- und Nazi-Gelaber gleich ein ganzes Land einschüchtern und auf eine falsche Fährte führen zu können. Und das Ergebnis – bitteschön – ist jedes Jahr vorher bekannt.
Wer früher was auf sich hielt, hielt eine kritische Distanz zum Showbusiness
Heute überbieten sich Stars, Alpha-Fans und Medien geradezu, das Show-Business und ihren unermüdlichen Einsatz als Teil eines unanfechtbaren Sinnsystems zu verteidigen. Lieber lassen sich Stars freiwillig in Dschungel-Camps entsorgen, als dieses System zu hinterfragen. Ich finde, wo selbst "American Idiot" 2016 eingestellt wird, wäre es an der Zeit einfach wieder davon auszugehen, dass Wettbewerbe wie u. a. der ESC Scripted-Reality-Sendungen mit vorgefertigtem Drehbuch und festen Rollen sind.
Das würde zwar 20 Jahre Promi-Zauber um Transvestiten, Soap-Stars und geknechtete Ostblock-Sieger sowie die anti-intellektuelle Schwulenberichterstattung zum ESC ad absurdum führen. Aber irgendwann muss doch auch mal gut gewesen sein.
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Sonntag, 19. Juni 2016
Dienstag, 16. Februar 2016
Ukraine führt vor, wo Instrumentalisierung des ESC durch Militärs hinführt
Die Ukraine wird am 21.02.2016 offiziell den Beitrag für den Eurovision Song Contest wählen, aber nach 2 durchsichtigen Vorentscheidungs-Shows ist unschwer zu erraten, wer die Vorentscheidung gewinnen soll: Jamala mit dem Song „1944“. Das Lied erinnert an die Deportation der Krimtataren durch Stalin 1944. Angesichts der Abspaltung der Krim von der Ukraine sowie der europaweiten Flüchtlings- und Vertriebenenkrise ein sehr spannungsgeladenes Thema.
Polit-Beiträge in kommerziellen Wettbewerben sind Angriff auf Publikum und Jury
Dass das Betroffenheitslied einer „Tatarin“ in einem kommerziellen Wettbewerb zwischen Wegwerfmusik, abgefahrenen Frisuren, eigenwilligem Make-Up, Hebebühnen, Feuerwerk, Windmaschinen, Transvestiten-Trash, Klatsch und Tratsch zur Wahl gestellt wird, muss skeptisch machen. Genau wie beim Beitrag von Axel Diehl entscheidet auch hier die Funktion des Liedes als staatsnaher Wettbewerbsbeitrag über Verantwortlichkeiten und Absicht des Textes.
Das Publikum der Tralala-Veranstaltung ist mit solchen Angriffen genauso überfordert wie mit den "beliebten" Eurovisions-Themen Homosexualität, Diktaturen, Energieversorgung, Voting-Betrügereien der Nicht-Nato-Länder, 2. Weltkrieg oder Genozid. Lied und Promotion sollen bei politischen Laien Betroffenheit einfordern, desinformieren, emotionalisieren, einschüchtern, spalten und zur Positionierung zwingen. Axel Diehl bringt das Wunschdenken der Militärs auf den Punkt: "Aus Angst wird Hass, aus Hass wird Krieg, bis hier alles explodiert und jeder den Verstand verliert“.
Früher nannte man es Kulturimperialismus
Bei solcher Fernsteuerung ist kein amerikanisches Genre abgegriffen genug, um nicht noch beim ESC als Ausdruck von Originalität gefeiert zu werden. So auch der von Jamala. Jamalas penetrantes Genäsel und ihre Exzentrik sollen als Ausdruck von R&B und Soul verkauft werden, was aber weder zur Tataren-Abstammung der Eltern, noch zur kirgisischen Herkunft der Sängerin oder zur ukrainischen Kultur passt. Es passt eben nur zu USA und NATO.
Beworben wird der Beitrag bislang nur auf amerikanischen Propagandaseiten und von NGOs.
Ukraine' Crimea-Inspired Hit Tipped for Eurovision
Sevastopol authorities approve the idea of hosting Eurovision
Crimean Tatar singer hopes to take peoples tragedy to Eurovision
Jamala dedicates Eurovision Entry to Persecution of Crimean Tatars
Crimean Tatars: The Power of Lyrics
Women of Ukraine - Believe in Music
Die türkische Version von Euronews erklärt den Beitrag gar zum Stellvertreterbeitrag der Türkei, die selber gar nicht teilnimmt am ESC. Was für Allianzen! Warum wird der Beitrag nicht in Deutschland beworben? Dazu muss man sich die Vorentscheidung genauer anschauen.
Mit Schwulenpropaganda gewinnt man in der Ukraine keinen Blumentopf mehr
Mit dem Markenzeichen Transvestit feierte der Ukrainer Andrej Danylko als Verka Serduchka seit 2007 seine Erfolge im Rahmen des ESC. Russland-Bashing war Teil seiner Inszenierung, womit er sich die Gunst der schwulen Eurovisions-Fans eroberte. Angeblich.
Verka Serduchka scheint tot, denn in der Vorentscheidung tritt Andrej als Juror in normaler Kleidung auf. In der Ukraine gibt es seit dem Maidan keine Homosexualität mehr, und keinen Schwulen interessiert's. Es ist das demonstrative Totschweigen was mich zur Annahme verleitet, dass das Wegschauen genau wie die Hypes nur Ausdruck von Angst und erpresste Zugeständnisse vor den Militärs sind. Denn:
Militärs haben den ESC und die schwulen Fans seit 20 Jahren fest in der Hand
Die immer stärkere Betonung einer LÄNDER-Proflilierung und eines LÄNDER-Wettstreits und das Heraufbeschwören eines Ost-Westkonfliktes bauen auf eine militärorientierte Ideologie. Die Anhäufung von 8 südosteuropäischen Siegen innerhalb von 10 Jahren (von 2001 bis 2011 Estland, Lettland, Türkei, Ukraine, Griechenland, Serbien, Russland, Aserbaidschan) sowie die Androhung weiterer osteuropäischer Siege weisen auf geopolitische Strategien hin; zufälligerweise werden stets Konfliktzonen erzeugt. Offensichtlich haben Militärstrategen den Mix von Mainstream-Gaga, europäischem LÄNDER-Wettstreit und Erpressbarkeit europäischer Promis für sich entdeckt.
Tendenziell tritt beim ESC (neben Vorbild Schweden, das die Aufgabe hat, gelenkte Konsumentengruppen zu binden, s. Text Georgien 2013) nur noch das amerikanische Universal Music gegen Universal Music gegen Universal Music an... Very Exciting! Um so grotesker ihre inszenierten „Wettbewerbe“
Wettbewerbe, Votings und Rankings sind eine Farce, um Zustimmung und Beliebtheit vorzutäuschen
Der von Anfang an gefeierten Siegerin Jamala stellte man in 2 Vorrunden eine schwache Konkurrenz zur Seite, die von den Juroren dementsprechend als ungeeignet disqualifiziert werden konnten. Aber warum solche Laien überhaupt in die Show holen? Im 2. Semi durften sogar 3 Beiträge als Füllstoff teilnehmen, die offensichtlich regelwidrig waren (veröffentlicht vor dem 01.09.2015)! Bei ernst zu nehmender Konkurrenz wie z. B. Victoria Petryk ließen die Juroren ungewollt die Farce platzen. Ausgerechnet JESC-Siegerin Petryk wurde lächerlich gemacht, weil sie an Musik-Wettbewerben teilnimmt. Möglicherweise ist die Lächerlichkeit der ukrainischen Juroren auch ESC-Fans in Süd-Afrika aufgefallen, denn sie haben deren Äußerungen auf ihrer Facebookseite dokumentiert.
Wo immer ESC-Siegerin Ruslana auftritt sind Zweifel berechtigt
Neben Verka Serduchka und dem Georgier Konstantin Meladze gehört auch Ruslana zu den Juroren. Bekannt wurde sie durch den Eurovisionssieg 2004, also einige Monate vor der Farbrevolution. 2012 hatte die Ukraine den Junior ESC gewonnen, während der Ausrichtung im November 2013 kochte es auf dem Maidan. Um ihrem Maidan-Eifer in 2013 eine überproportionale Gewichtung zu verleihen, wollte Ruslana den damals zeitgleich stattfindenden Junior Eurovision Song Contest in Kiew demonstrativ platzen lassen. Sie drohte mit Selbstverbrennung. Für ihren Maidan-Einsatz erhielt sie schließlich von der USA einen Preis, und der verpflichtet. 2014 schon konnte sie ihre Arbeit für die EU in Brüssel schön mit ihrem Einsatz als Jurorin bei der belgischen(!) Vorentscheidung kombinieren. Ich befürchte, je mehr sich die Ukraine als Loser-Staat herausstellt, desto marktschreierischer wird Ruslana auf allen europäischen Hochzeiten tanzen (müssen).
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Polit-Beiträge in kommerziellen Wettbewerben sind Angriff auf Publikum und Jury
Dass das Betroffenheitslied einer „Tatarin“ in einem kommerziellen Wettbewerb zwischen Wegwerfmusik, abgefahrenen Frisuren, eigenwilligem Make-Up, Hebebühnen, Feuerwerk, Windmaschinen, Transvestiten-Trash, Klatsch und Tratsch zur Wahl gestellt wird, muss skeptisch machen. Genau wie beim Beitrag von Axel Diehl entscheidet auch hier die Funktion des Liedes als staatsnaher Wettbewerbsbeitrag über Verantwortlichkeiten und Absicht des Textes.
Das Publikum der Tralala-Veranstaltung ist mit solchen Angriffen genauso überfordert wie mit den "beliebten" Eurovisions-Themen Homosexualität, Diktaturen, Energieversorgung, Voting-Betrügereien der Nicht-Nato-Länder, 2. Weltkrieg oder Genozid. Lied und Promotion sollen bei politischen Laien Betroffenheit einfordern, desinformieren, emotionalisieren, einschüchtern, spalten und zur Positionierung zwingen. Axel Diehl bringt das Wunschdenken der Militärs auf den Punkt: "Aus Angst wird Hass, aus Hass wird Krieg, bis hier alles explodiert und jeder den Verstand verliert“.
Früher nannte man es Kulturimperialismus
Bei solcher Fernsteuerung ist kein amerikanisches Genre abgegriffen genug, um nicht noch beim ESC als Ausdruck von Originalität gefeiert zu werden. So auch der von Jamala. Jamalas penetrantes Genäsel und ihre Exzentrik sollen als Ausdruck von R&B und Soul verkauft werden, was aber weder zur Tataren-Abstammung der Eltern, noch zur kirgisischen Herkunft der Sängerin oder zur ukrainischen Kultur passt. Es passt eben nur zu USA und NATO.
Beworben wird der Beitrag bislang nur auf amerikanischen Propagandaseiten und von NGOs.
Ukraine' Crimea-Inspired Hit Tipped for Eurovision
Sevastopol authorities approve the idea of hosting Eurovision
Crimean Tatar singer hopes to take peoples tragedy to Eurovision
Jamala dedicates Eurovision Entry to Persecution of Crimean Tatars
Crimean Tatars: The Power of Lyrics
Women of Ukraine - Believe in Music
Die türkische Version von Euronews erklärt den Beitrag gar zum Stellvertreterbeitrag der Türkei, die selber gar nicht teilnimmt am ESC. Was für Allianzen! Warum wird der Beitrag nicht in Deutschland beworben? Dazu muss man sich die Vorentscheidung genauer anschauen.
Mit Schwulenpropaganda gewinnt man in der Ukraine keinen Blumentopf mehr
Mit dem Markenzeichen Transvestit feierte der Ukrainer Andrej Danylko als Verka Serduchka seit 2007 seine Erfolge im Rahmen des ESC. Russland-Bashing war Teil seiner Inszenierung, womit er sich die Gunst der schwulen Eurovisions-Fans eroberte. Angeblich.
Verka Serduchka scheint tot, denn in der Vorentscheidung tritt Andrej als Juror in normaler Kleidung auf. In der Ukraine gibt es seit dem Maidan keine Homosexualität mehr, und keinen Schwulen interessiert's. Es ist das demonstrative Totschweigen was mich zur Annahme verleitet, dass das Wegschauen genau wie die Hypes nur Ausdruck von Angst und erpresste Zugeständnisse vor den Militärs sind. Denn:
Militärs haben den ESC und die schwulen Fans seit 20 Jahren fest in der Hand
Die immer stärkere Betonung einer LÄNDER-Proflilierung und eines LÄNDER-Wettstreits und das Heraufbeschwören eines Ost-Westkonfliktes bauen auf eine militärorientierte Ideologie. Die Anhäufung von 8 südosteuropäischen Siegen innerhalb von 10 Jahren (von 2001 bis 2011 Estland, Lettland, Türkei, Ukraine, Griechenland, Serbien, Russland, Aserbaidschan) sowie die Androhung weiterer osteuropäischer Siege weisen auf geopolitische Strategien hin; zufälligerweise werden stets Konfliktzonen erzeugt. Offensichtlich haben Militärstrategen den Mix von Mainstream-Gaga, europäischem LÄNDER-Wettstreit und Erpressbarkeit europäischer Promis für sich entdeckt.
Tendenziell tritt beim ESC (neben Vorbild Schweden, das die Aufgabe hat, gelenkte Konsumentengruppen zu binden, s. Text Georgien 2013) nur noch das amerikanische Universal Music gegen Universal Music gegen Universal Music an... Very Exciting! Um so grotesker ihre inszenierten „Wettbewerbe“
Wettbewerbe, Votings und Rankings sind eine Farce, um Zustimmung und Beliebtheit vorzutäuschen
Der von Anfang an gefeierten Siegerin Jamala stellte man in 2 Vorrunden eine schwache Konkurrenz zur Seite, die von den Juroren dementsprechend als ungeeignet disqualifiziert werden konnten. Aber warum solche Laien überhaupt in die Show holen? Im 2. Semi durften sogar 3 Beiträge als Füllstoff teilnehmen, die offensichtlich regelwidrig waren (veröffentlicht vor dem 01.09.2015)! Bei ernst zu nehmender Konkurrenz wie z. B. Victoria Petryk ließen die Juroren ungewollt die Farce platzen. Ausgerechnet JESC-Siegerin Petryk wurde lächerlich gemacht, weil sie an Musik-Wettbewerben teilnimmt. Möglicherweise ist die Lächerlichkeit der ukrainischen Juroren auch ESC-Fans in Süd-Afrika aufgefallen, denn sie haben deren Äußerungen auf ihrer Facebookseite dokumentiert.
Wo immer ESC-Siegerin Ruslana auftritt sind Zweifel berechtigt
Neben Verka Serduchka und dem Georgier Konstantin Meladze gehört auch Ruslana zu den Juroren. Bekannt wurde sie durch den Eurovisionssieg 2004, also einige Monate vor der Farbrevolution. 2012 hatte die Ukraine den Junior ESC gewonnen, während der Ausrichtung im November 2013 kochte es auf dem Maidan. Um ihrem Maidan-Eifer in 2013 eine überproportionale Gewichtung zu verleihen, wollte Ruslana den damals zeitgleich stattfindenden Junior Eurovision Song Contest in Kiew demonstrativ platzen lassen. Sie drohte mit Selbstverbrennung. Für ihren Maidan-Einsatz erhielt sie schließlich von der USA einen Preis, und der verpflichtet. 2014 schon konnte sie ihre Arbeit für die EU in Brüssel schön mit ihrem Einsatz als Jurorin bei der belgischen(!) Vorentscheidung kombinieren. Ich befürchte, je mehr sich die Ukraine als Loser-Staat herausstellt, desto marktschreierischer wird Ruslana auf allen europäischen Hochzeiten tanzen (müssen).
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Samstag, 22. Mai 2010
Das Mysterium der Rankings und die Offenbarung der Wettquote
Lenas Glück beim Eurovision Song Contest
Mit eigens und auf die Schnelle für den Eurovision Song Contest produzierte Retorten kann ich nichts anfangen. Beim ESC steht dieses Jahr Deutschland als ein sog. Big-4-Land (mit Lena und dem Lied „Satellite“) für dieses Konzept – wahrscheinlich weil Deutschland sich wiederum den Forderungen der gleichnamigen Big-4 der Musikindustrie unterworfen hat? Das Fragezeichen soll darauf hinweisen, dass es in Deutschland zum Thema ESC keinen Musikjournalismus gibt, der Hintergründe beleuchtet, Organisatoren auf die Finger schaut und einen neutralen Blick über die deutsche Grenze wirft.
Für mich als interessierten Laien erwiesen sich somit das Internet und google’s Übersetzungsmaschine als ein wahrer Segen, denn es gab vor allem in Süd- und Osteuropa wieder Einiges zu entdecken. Beispiele:
Experimentelles aus Estland,
Diaspora-Konzept aus Armenien,
Protestlieder aus Griechenland und der Ukraine,
ernste U-Musik aus Israel und Polen,
der Ruf nach einem gerechten Europa aus Litauen und Lettland sowie
Free Music aus Russland.
Hinter diesen Konzepten stehen junge Musiker, die mit ihrem Contest-Auftritt offensichtlich mehr oder anderes verbinden als nur die Gier nach Punkten und Triumpf. In der deutschen Berichterstattung allerdings werden diese Musiker bestenfalls als Komparsen für den Auftritt von Lena Meyer-Landrut degradiert. Ausgerechnet.
Vom ESC-Kult zum Kult der Vermarktung
Lena, ein Teenie, die innerhalb eines Monats zur Werbe-Ikone hochgepuscht wurde, die zuvor nie was mit Musik zu tun hatte und am Finalabend ihre ersten Gehversuche auf internationaler Bühne machen wird. Sollte dies Erfolg haben, dürfen sich nicht Musiker, sondern Mediencoaches, Marktforscher, Imageberater, Agendasetter, Marketer, Spin-Doktoren, PR-Consultants usw. usw. anerkennend auf die Schulter klopfen.
In einem netten, 1-stündigen Gespräch auf Radio FRITZ am 14.05.2010 zeigte Lena sich als Musikerin entsprechend unerfahren und defensiv. Eher erstaunt über den von Stefan Raab erzeugten Medienhype um USFO und ihrer Person, amüsierte sie sich vielmehr – und zu Recht – über die teilweise grotesken Ergebnisse dieses Hypes. Die Organisatoren hatten mit Sensationsmeldungen auf Dauerfeuer schalten lassen und die deutsche Journaille ballert seitdem mit. Da muss man sich nicht wundern, wenn trotz starker Aufmerksamkeit der ESC in Deutschland weiterhin als Witzveranstaltung verkommt. Der größte Witz dabei ist Deutschland selber, denn es macht nicht mal richtig mit. Es kauft sich Wettbewerbsvorteile (Big-4-Status), damit Lena gleich im Finale starten kann, und die Forderung nach einer Jury lässt auch eher auf Risikovermeidung schließen.
Ein musikalisches oder sonst wie geartetes Konzept habe ich bei den Deutschen nicht entdecken können, in den Sensationsmeldungen geht es ausschließlich um Rankings, Downloadraten, Chartplatzierungen, Punktetabellen und Wettquotenergebnisse. Dem Zeitgeist entsprechend, erinnert mich das an ein spitzbübisches Börsenspekulantenspiel, bei dem unbekannte Aktien in die Runde geworfen und Aktionäre mit Rating-Agenturen zu blenden versucht werden - nur um sehen, wie weit man damit kommt...?
Das mag in der Wirtschafts- und Finanzwelt Spaß machen, aber beim Eurovision Song Contest verstehe ich nun mal keinen Spaß ;-)
Mit eigens und auf die Schnelle für den Eurovision Song Contest produzierte Retorten kann ich nichts anfangen. Beim ESC steht dieses Jahr Deutschland als ein sog. Big-4-Land (mit Lena und dem Lied „Satellite“) für dieses Konzept – wahrscheinlich weil Deutschland sich wiederum den Forderungen der gleichnamigen Big-4 der Musikindustrie unterworfen hat? Das Fragezeichen soll darauf hinweisen, dass es in Deutschland zum Thema ESC keinen Musikjournalismus gibt, der Hintergründe beleuchtet, Organisatoren auf die Finger schaut und einen neutralen Blick über die deutsche Grenze wirft.
Für mich als interessierten Laien erwiesen sich somit das Internet und google’s Übersetzungsmaschine als ein wahrer Segen, denn es gab vor allem in Süd- und Osteuropa wieder Einiges zu entdecken. Beispiele:
Experimentelles aus Estland,
Diaspora-Konzept aus Armenien,
Protestlieder aus Griechenland und der Ukraine,
ernste U-Musik aus Israel und Polen,
der Ruf nach einem gerechten Europa aus Litauen und Lettland sowie
Free Music aus Russland.
Hinter diesen Konzepten stehen junge Musiker, die mit ihrem Contest-Auftritt offensichtlich mehr oder anderes verbinden als nur die Gier nach Punkten und Triumpf. In der deutschen Berichterstattung allerdings werden diese Musiker bestenfalls als Komparsen für den Auftritt von Lena Meyer-Landrut degradiert. Ausgerechnet.
Vom ESC-Kult zum Kult der Vermarktung
Lena, ein Teenie, die innerhalb eines Monats zur Werbe-Ikone hochgepuscht wurde, die zuvor nie was mit Musik zu tun hatte und am Finalabend ihre ersten Gehversuche auf internationaler Bühne machen wird. Sollte dies Erfolg haben, dürfen sich nicht Musiker, sondern Mediencoaches, Marktforscher, Imageberater, Agendasetter, Marketer, Spin-Doktoren, PR-Consultants usw. usw. anerkennend auf die Schulter klopfen.
In einem netten, 1-stündigen Gespräch auf Radio FRITZ am 14.05.2010 zeigte Lena sich als Musikerin entsprechend unerfahren und defensiv. Eher erstaunt über den von Stefan Raab erzeugten Medienhype um USFO und ihrer Person, amüsierte sie sich vielmehr – und zu Recht – über die teilweise grotesken Ergebnisse dieses Hypes. Die Organisatoren hatten mit Sensationsmeldungen auf Dauerfeuer schalten lassen und die deutsche Journaille ballert seitdem mit. Da muss man sich nicht wundern, wenn trotz starker Aufmerksamkeit der ESC in Deutschland weiterhin als Witzveranstaltung verkommt. Der größte Witz dabei ist Deutschland selber, denn es macht nicht mal richtig mit. Es kauft sich Wettbewerbsvorteile (Big-4-Status), damit Lena gleich im Finale starten kann, und die Forderung nach einer Jury lässt auch eher auf Risikovermeidung schließen.
Ein musikalisches oder sonst wie geartetes Konzept habe ich bei den Deutschen nicht entdecken können, in den Sensationsmeldungen geht es ausschließlich um Rankings, Downloadraten, Chartplatzierungen, Punktetabellen und Wettquotenergebnisse. Dem Zeitgeist entsprechend, erinnert mich das an ein spitzbübisches Börsenspekulantenspiel, bei dem unbekannte Aktien in die Runde geworfen und Aktionäre mit Rating-Agenturen zu blenden versucht werden - nur um sehen, wie weit man damit kommt...?
Das mag in der Wirtschafts- und Finanzwelt Spaß machen, aber beim Eurovision Song Contest verstehe ich nun mal keinen Spaß ;-)
Mittwoch, 17. Februar 2010
USFO: „Deine schiefen Töne…
… führe ich auf deine Interpretation zurück“ oder „Gott sei dank kennt keiner deine Vorlage, denn das Lied war nicht mehr wieder zu erkennen“. (S. Raab sinngemäß in der Sendung v. 16.02.09)
Prinzipiell schließe ich mich der wohlwollenden Haltung der Frankfurter Rundschau vom 17.02.10 an: „Die Sänger haben einen eigenen musikalischen Willen, ein individuelles Styling. […] Die 18-jährige Abiturientin Lena Meyer-Landrut trug großartig verkünstelt den Song "Diamond Dave" von The Bird And The Bee vor, wobei sie nicht bloß sang, sondern kiekste, hauchte, hechelte, quietschte. Ein schräg verhuschter Auftritt, weit weg vom Mainstream.“ Solche Urteile mögen unser positives Grundgefühl gegenüber einer gut gemeinten Sendung verstärken, werden aber auf internationaler Bühne niemanden beeindrucken.
Kieksen, hauchen, hecheln, quietschten, schiefe Töne, lässige Haltung
und Straßenkleidung kann man mit Eigensinn schön reden, aber fehlende Atemtechnik und Kondition z. B. nicht. Ich wette, dass keiner der Kandidaten vom 16.02.10 ein 4-strophiges Lied fehlerfrei – ohne eigene Interpretation! - durchhält, wie es jeder dörfliche Kirchenchor verlangt. Bereits nach 30 Sekunden wenden sie ihren Blick von der Kamera, drehen sich zur Seite oder krümmen sich. Beim Wiederaufrichten wird Luft geholt, um dann den nächsten Ton anzupeilen, der dann doch nicht getroffen wird (Christian). Es wird um Luft und Töne gerungen, wenn gar nichts mehr geht, wird der Text einfach zu Ende "gesprochen" (Lena). Über diese Schwächen können auch kleine Pferdchensprünge und böse Blicke von der Seite nicht hinwegtäuschen usw. usw. usw.
Ich frage mich, ob die Macher und Kandidaten von USFO überhaupt wissen, auf was sie sich da einlassen. Auf einer internationalen Bühne, wo selbst noch einem Profi wie Malena Ernman während der 3 Minuten beim Part „natürlicher Gesang“ die Stimme wegkickt, werden unsere total „unverbrauchten“ Kandidaten nach der ersten – wahrscheinlich überflüssigen - Probe (ist ja ohnehin alles Interpretation, Eigensinn) mit ihrer naiven Haltung Verachtung auf sich ziehen.
Hier nur mal zur Erinnerung ein internationaler Maßstab für „musikalischen Willen und individuelles Styling abseits vom Mainstream":
Überhaupt sind die Kandidaten für meinen Geschmack ihrem Typ entsprechend falsch gecastet. Christian, der kumpelhafte Wuschel-Typ von nebenan, taugt eher für einen Auftritt mit Band. Aber für einen Solisten beim Hochglanz-Grand-Prix braucht man gerade als Mann jede Menge Schneid, und das hat kaum einer der Kandidaten. Und der „unverbrauchte“, fast ängstliche Blick der meisten Sängerinnen soll ein Millionenpublikum überzeugen? Nichts gegen Live-Orchester, aber bei der dritten Sendung hätte ich mir und den Kandidaten einen anderen Sound gewünscht, schließlich bleibt ihnen für den ESC nicht mehr viel Zeit zum Üben.
"Dieser Hang zum Konsens lässt die Show recht zäh werden -
zumal sich die Zuschauer bei Pro-Sieben durch viele Werbepausen quälen müssen. [...] Manchmal erschlafft der Spannungsbogen bei "Unser Star für Oslo" und alle labern plötzlich ein bisschen zu viel." (FR) Da hat man offensichtlich die falschen Prioritäten gesetzt. Dieses wochenlange Ringelpiez mit Anfassen führt zu nichts. Es wäre meiner Meinung nach klüger, auf einen Teil der noch ausstehenden Shows zu verzichten, ein/e oder mehrere Kandidaten und das Lied festzulegen, damit es ordentlich eingeübt und den Möglichkeiten – pardon: dem Eigensinn - der Kandidaten/innen entsprechend optimiert und angepasst werden kann.
Ich fühlte mich jedesmal erleichtert, wenn die Werbepausen mit stupider, eingängiger aber flotter Musik, schrilleren Farben und schnelleren Schnitten einsetzten. Selbst Werbespots erscheinen mir bodenständiger und realistischer als diese Sendung. Sollte USFO weiterhin mit angezogener Handbremse fahren, werde ich mich auf den Weg zu anderen Sendern und Ländern machen:
Goodbye, und was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?
Prinzipiell schließe ich mich der wohlwollenden Haltung der Frankfurter Rundschau vom 17.02.10 an: „Die Sänger haben einen eigenen musikalischen Willen, ein individuelles Styling. […] Die 18-jährige Abiturientin Lena Meyer-Landrut trug großartig verkünstelt den Song "Diamond Dave" von The Bird And The Bee vor, wobei sie nicht bloß sang, sondern kiekste, hauchte, hechelte, quietschte. Ein schräg verhuschter Auftritt, weit weg vom Mainstream.“ Solche Urteile mögen unser positives Grundgefühl gegenüber einer gut gemeinten Sendung verstärken, werden aber auf internationaler Bühne niemanden beeindrucken.
Kieksen, hauchen, hecheln, quietschten, schiefe Töne, lässige Haltung
und Straßenkleidung kann man mit Eigensinn schön reden, aber fehlende Atemtechnik und Kondition z. B. nicht. Ich wette, dass keiner der Kandidaten vom 16.02.10 ein 4-strophiges Lied fehlerfrei – ohne eigene Interpretation! - durchhält, wie es jeder dörfliche Kirchenchor verlangt. Bereits nach 30 Sekunden wenden sie ihren Blick von der Kamera, drehen sich zur Seite oder krümmen sich. Beim Wiederaufrichten wird Luft geholt, um dann den nächsten Ton anzupeilen, der dann doch nicht getroffen wird (Christian). Es wird um Luft und Töne gerungen, wenn gar nichts mehr geht, wird der Text einfach zu Ende "gesprochen" (Lena). Über diese Schwächen können auch kleine Pferdchensprünge und böse Blicke von der Seite nicht hinwegtäuschen usw. usw. usw.
Ich frage mich, ob die Macher und Kandidaten von USFO überhaupt wissen, auf was sie sich da einlassen. Auf einer internationalen Bühne, wo selbst noch einem Profi wie Malena Ernman während der 3 Minuten beim Part „natürlicher Gesang“ die Stimme wegkickt, werden unsere total „unverbrauchten“ Kandidaten nach der ersten – wahrscheinlich überflüssigen - Probe (ist ja ohnehin alles Interpretation, Eigensinn) mit ihrer naiven Haltung Verachtung auf sich ziehen.
Hier nur mal zur Erinnerung ein internationaler Maßstab für „musikalischen Willen und individuelles Styling abseits vom Mainstream":
Überhaupt sind die Kandidaten für meinen Geschmack ihrem Typ entsprechend falsch gecastet. Christian, der kumpelhafte Wuschel-Typ von nebenan, taugt eher für einen Auftritt mit Band. Aber für einen Solisten beim Hochglanz-Grand-Prix braucht man gerade als Mann jede Menge Schneid, und das hat kaum einer der Kandidaten. Und der „unverbrauchte“, fast ängstliche Blick der meisten Sängerinnen soll ein Millionenpublikum überzeugen? Nichts gegen Live-Orchester, aber bei der dritten Sendung hätte ich mir und den Kandidaten einen anderen Sound gewünscht, schließlich bleibt ihnen für den ESC nicht mehr viel Zeit zum Üben.
"Dieser Hang zum Konsens lässt die Show recht zäh werden -
zumal sich die Zuschauer bei Pro-Sieben durch viele Werbepausen quälen müssen. [...] Manchmal erschlafft der Spannungsbogen bei "Unser Star für Oslo" und alle labern plötzlich ein bisschen zu viel." (FR) Da hat man offensichtlich die falschen Prioritäten gesetzt. Dieses wochenlange Ringelpiez mit Anfassen führt zu nichts. Es wäre meiner Meinung nach klüger, auf einen Teil der noch ausstehenden Shows zu verzichten, ein/e oder mehrere Kandidaten und das Lied festzulegen, damit es ordentlich eingeübt und den Möglichkeiten – pardon: dem Eigensinn - der Kandidaten/innen entsprechend optimiert und angepasst werden kann.
Ich fühlte mich jedesmal erleichtert, wenn die Werbepausen mit stupider, eingängiger aber flotter Musik, schrilleren Farben und schnelleren Schnitten einsetzten. Selbst Werbespots erscheinen mir bodenständiger und realistischer als diese Sendung. Sollte USFO weiterhin mit angezogener Handbremse fahren, werde ich mich auf den Weg zu anderen Sendern und Ländern machen:
Goodbye, und was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?
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